Test - Acer Predator Orion 5000 : Das neue Gaming-PC-Schlachtschiff

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Der Acer Predator Orion 5000 ist das neue Parademodell von Acer im Bereich der Gaming-Desktops. Etwas wuchtiger im Format, dafür ausgerichtet auf Ausrüstbarkeit und in etlichen Konfigurationen ab einer Geldbeutelbefüllung von 1.599 Euro zu haben, soll er der Konkurrenz zeigen, wo der Performance-Hammer hängt. Wir haben uns ein Modell mit einer 1.999-Euro-Konfiguration gekrallt und den Boliden mal etwas genauer unter die Lupe genommen.

Kompakt ist der Orion 5000 nicht gerade, schließlich soll er Platz für reichlich Aufrüstungen oder – wenn man möchte – ein von vornherein vollgestopftes Innenleben bieten. Rund 25 x 57 x 57 cm Platz verlangt er unter eurem Schreibtisch. Das kantige, leicht aggressive optische Design nebst reichlich Beleuchtung macht im Großen und Ganzen eine gute Figur, zumal eine transparente Seitenwand Einblicke ins Innenleben erlaubt. Die ist allerdings aus Kunststoff, Hartglas wäre natürlich eleganter. Beleuchtung darf natürlich nicht fehlen, neben LED-Streifen am Gehäuse erstrahlen auch die Lüfter im ansehnlichen Blauton.

Das etwas ungewöhnlich geformte Äußere bietet einige nette Extras. Hinter einer Klappe verbirgt sich der Zugang zu einem optischen Laufwerk. An beiden Seiten gibt es ausklappbare Headset-Halter, zudem ist in der oberen Abdeckung eine Griffmulde eingelassen, falls ihr den 15-kg-Klotz doch mal zur LAN-Party schleppen wollt. Apropos Extras: Der Orion 5000 kommt mit Maus und Tastatur, allzu viel solltet ihr davon allerdings nicht erwarten. Es handelt sich um eine einfache, einfarbig beleuchtete Membrantastatur, die ihren Zweck ebenso erfüllt wie die etwas klapprige Maus. Schön, dass derartiges Zubehör dabei ist, ein Gamer wird beides aber recht schnell durch hochwertige Produkte ersetzen.

Frohe Erwartung indes wecken die Anschlüsse an der Oberseite. 3x USB 3.1 nebst einem Thunderbolt-Port und Headset-Anschlüssen lassen auf Modernität hoffen. Und in der Tat, auch die Rückseite ist mit weiteren acht USB-Ports, HDMI, DisplayPort, DVI, RJ-45 und sechs Audioanschlüssen sehr gut versorgt. Einzig ein SPDIF-Port fehlt, aber das ist verschmerzbar. Für verdrahtete und kabellose Konnektivität sorgen Bluetooth 4.2, AC8265 Wireless und Killer E2400. Also alles da, was das Herz begehrt.

Unser Testmuster verfügt über ein kraftvolles Innenleben, das 1440p problemlos stemmt und bei einigen Spielen sogar ohne großartige Abstriche bei der Grafikqualität 4K-tauglich ist. Als CPU ist ein Intel Core i7-8700 @3.2 GHz verbaut, also aus der aktuellen achten Generation. Der Prozessor hat reichlich Power und ist für Spiele eigentlich schon überqualifiziert. Wer allerdings Videos schnipselt, Bildbearbeitung betreibt oder streamt, wird über die Kraft der CPU wohl nicht allzu traurig sein. Bei Spielen erreichte sie lediglich Temperaturen von 75 bis 81 Grad, trotz der reinen Luftkühlung. Sprich: Sie hatte Langeweile.

Der CPU zur Seite steht in diesem Fall eine GeForce GTX 1070. Optional sind Ausstattungen von der GTX 1060 bis hin zu 2x GTX 1080 Ti im SLI-Betrieb möglich. Platz genug ist dafür vorhanden, aber wir wollten es nicht gleich übertreiben und in gebräuchlicheren Preisregionen bleiben. Die GTX 1070 ist im Grunde eine perfekte Karte für Auflösungen im Bereich von 2.560 x 1.440 beziehungsweise 3.440 x 1.440 Pixeln oder Leistungen von bis zu 144 Hz bei Full HD.

Weiterhin dabei sind 16 GB DDR4-2666-Arbeitsspeicher, also auch hier eine gute Bestückung für so ziemlich jedes Spiel. Wer mehr Geld ausgibt, kann die Maschine mit bis zu 64 GB bestücken. Erfreulich ist, dass Acer es nicht beim normalen Onboard-Sound belässt, sondern dem Orion eine Sound BlasterX Pro Gaming Audio Engine mit all ihren Features wie Scout Mode und Raumkalibrierung verpasst hat, was den Klang gut aufwertet.

Selbstverständlich fehlt es auch nicht an Laufwerken für die gepflegte Datenspeicherung, irgendwo müssen eure Spiele schließlich hin. Wie eingangs erwähnt, verbirgt sich hinter einer Klappe an der Front ein DVD-Brenner, falls ihr tatsächlich noch die silbernen Scheiben nutzt. Soll's ja geben. Weiterhin dabei ist eine 256 GB große Intel-NVMe-PCIe-SSD mit vorinstalliertem flinkem Windows 10 sowie eine 2 TB große SATA-600-HDD mit 7200 rpm als Datenplatte.

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