Test - AER: Memories of Old : Journey trifft Zelda: Open Sky statt Open World

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Der Entwickler von AER: Memories of Old, das schwedische Indie-Studio Forgotten Key, gibt als Vorbilder für sein Abenteuer die The-Legend-of-Zelda-Reihe und Journey an. Beide Einflüsse sind dem Spiel sicherlich anzumerken, mehr Gemeinsamkeiten finden sich jedoch beim meditativen Indie-Spiel Journey. In AER gilt es, eine offene Welt, bestehend aus fliegenden Inseln, zu erkunden. Kämpfe und Feinde gibt es nicht. Dadurch liegt die Konzentration vollständig auf Erkunden, Story und Rätseln.

Der Entwickler von AER: Memories of Old, das schwedische Indie-Studio Forgotten Key, gibt als Vorbilder für sein Abenteuer die The-Legend-of-Zelda-Reihe und Journey an. Beide Einflüsse sind dem Spiel sicherlich anzumerken, mehr Gemeinsamkeiten finden sich jedoch beim meditativen Indie-Spiel Journey. In AER gilt es, eine offene Welt, bestehend aus fliegenden Inseln, zu erkunden. Kämpfe und Feinde gibt es nicht. Dadurch liegt die Konzentration vollständig auf Erkunden, Story und Rätseln.

Mysteriöse Welt

AER erzählt von der Pilgerfahrt der jungen Vogelwanderin Auk. Ziel ist es, im zerfallenen, aus mehreren fliegenden Inseln bestehenden Land der Götter den Weg der Priesterin Karah nachzuvollziehen. Dafür muss Auk drei Tempel besuchen. Vorher muss jedoch jeweils ein Schlüssel gefunden werden, um den jeweiligen Dungeon zu öffnen.

Die Erzählweise ist eher sanft. Zwar werden die wichtigsten Handlungselemente durch Gespräche mit den wenigen Bewohnern der Spielwelt vermittelt, ansonsten bleibt es aber dem Spieler überlassen, wie viel von der Story er mitbekommt. Auf der ganzen Welt verteilte Schriftrollen, Steintafeln, Monolithe und besonderen Orte, die von Ereignissen aus der Vergangenheit erzählen, fügen sich allmählich zu einem Ganzen zusammen. AER regt allerdings dazu an, über die Story nachzudenken und sie zu interpretieren – eine der größten Stärken des Spiels.

Kaum Herausforderung

Durch den Verzicht auf Kämpfe und Feinde existiert keine Bedrohung. Sterben ist nicht möglich. Das gehört zum Konzept von AER und fällt nicht negativ auf, wird aber leider auch nicht durch eine entsprechende Herausforderung bei den Dungeons und Rätseln wettgemacht. Die drei Tempel fallen vergleichsweise kurz aus, sofern man nicht durch die Rätsel aufgehalten wird. Das dürfte allerdings höchst selten der Fall sein, da die meist auf dem Schalterprinzip basierenden Kopfnüsse eigentlich keine sind. Meist ist die Lösung schon beim ersten Blick offensichtlich oder erfordert kaum mehr als wenige Minuten. Dadurch fehlt es an jeglicher Herausforderung. Trotz des Fokus auf Story und Erleben hätten die Rätsel gerne kniffliger ausfallen dürfen.

Viel mehr hat AER dann auch nicht zu bieten. Ihr erkundet die offene Spielwelt, absolviert die leicht an Zelda erinnernden Dungeons und löst die simplen Rätsel. Immerhin zeigt sich durch das Fliegen ein Alleinstellungsmerkmal. Sobald die offene Welt frei erkundet werden darf, ist es möglich, sich in einen Vogel zu verwandeln und durch die Lüfte zu gleiten. Die Steuerung stellt sich als herrlich intuitiv heraus und funktioniert sowohl mit Maus und Tastatur als auch Controller wirklich gut. Dadurch macht es zumindest zeitweise einfach nur Spaß, zwischen den schwebenden Inseln herumzufliegen und die Spielwelt von oben zu erkunden. Mit der Zeit nutzt sich aber auch das ab.

Farbenfrohe Kantenoptik

Für AER wählten die Entwickler einen Grafikstil mit weniger Polygonen und mehr Stilempfinden. Durch die pastellfarbig-bunte Darstellung erinnert das Spiel an Rime oder die The-Legend-of-Zelda-Spiele The Wind Waker und Skyward Sword. Allerdings sind Spielwelt und Figuren deutlich kantiger entworfen. Rundungen gibt es höchst selten. Egal ob Bäume, der Boden oder die Gesichter der Charaktere, alles weist Kanten und Ecken auf. Zugleich wurde auf Gesichtsdetails wie Augen oder Münder verzichtet, was den Figuren einen mysteriös-unklaren Ausdruck verleiht und sehr gut zur Story passt. Untermalt wird das Ganze von einem ordentlichen, manchmal etwas anstrengenden, aber niemals nervigen Soundtrack.

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