Test - Age of Mythology : Age of Mythology

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Seit fast einem Jahr schon erfreut 'Age of Mythology' von den Ensemble Studios die Echtzeitstrategie-Fangemeinde. Konten Griechen, Wikinger und Ägypter mitsamt ihren unterschiedlichen Göttern und Helden die Spieler stundenlang vor die Monitore fesseln, so soll nun die erste Erweiterung 'Titans' für Nachschub sorgen. Lest in unserem Review, ob 'Titans' auch das Zeug dazu hat, 'Age of Mythology' mit den wiederauferstandenen Helden aus Atlantis eine Erweiterung zu verschaffen, die hält, was sie verspricht.
 

Totgesagte leben länger
Das trifft auch auf die einst versunkene Zivilisation Atlantis zu, die bei 'Age of Mythology: Titans' aus ihren Ruinen auferstanden ist und wieder in der Weltpolitik ein Wörtchen mitreden will. Leider hat ihnen irgendwie noch keiner klargemacht, dass ihre alten Götter, die Titanen, in der heutigen Welt von Zeus, Thor und Ra aufs Abstellgleis rangiert, sprich in die Unterwelt verbannt, wurden. So machen sich die Bewohner Atlantis' angeführt von ihrem Helden Kastor auf, nach Spuren von Kronos, Gaia und Uranos zu suchen und die Titanen wieder zu befreien. Die alten Völker aber haben noch gut die Zerstörungswut von Kronos in Erinnerung, weshalb sie seinen Sohn Zeus auch unterstützen, die Titanen in den Tartaros, den späteren Hades, zu werfen. Deshalb stößt das Vorhaben Kastors, sie wieder zu befreien, bei Griechen, Ägyptern und Wikingern auch nicht besonders auf Gegenliebe. Diese versuchen alles, um die Befreiung der Titanen zu verhindern. Bis ihr realisiert, was ihr damit anrichtet, werden euch die Angriffe der einstigen Verbündeten verwirren. Steckt hinter all dem eine Verschwörung? Dies alles könnt ihr in der sehr spannend erzählten und gut gemachten Kampagne um den Atlantis-Superhelden Kastor erfahren.

Habt ihr euch das Add-on auf die Festplatte geschaufelt, könnt ihr die Leute von Atlantis auf ihrer Suche nach den Titanen in der Einzelspielerkampagne in zwölf, durch Zwischensequenzen aufgelockerte Szenarien begleiten. In dieser spielt ihr auch gegen und zeitweise mit den anderen Völkern. Weiter stehen euch die obligatorischen Karten zur Verfügung, die ihr alleine und im Netzwerk spielen könnt. Oder ihr loggt euch im ESO ein, das euch hilft, Gleichgesinnte zu finden, und kämpft im Internet um die Weltherrschaft.

Neues von der Götterfront
Da in 'Age of Mythology' die unterschiedlichen Göttervorstellungen der Völker einen großen Bestandteil des Spielprinzips ausmachten, wartet natürlich auch das Expansion-Pack 'Titans' mit einer Erweiterung von drei Hauptgottheiten für Atlantis auf: Kronos, Vater des Zeus, Gaia, Mutter des Kronos und Oranos, Gatte von Mutter Erde Gaia, des Weiteren neun niedere Gottheiten, wie Helios, Atlas und Prometheus. Wie gehabt stehen euch dann, je nachdem, welchen Gott ihr verehrt, verschiedene Zauber, Technologien und mythische Einheiten offen. Beten die Griechen ihre Götter in Tempeln an, errichteten die Wikinger Monumente, und erringen sie ihr Ansehen in blutigen Schlachten, so erlangt die atlantische Zivilisation ihre Götterkraft durch die Erweiterung ihres Territoriums. Deshalb ist es nur ihnen möglich, schon in archaischer Zeit weitere Basen zu errichten.

Zwölf neue göttliche Zauber stehen zur Verfügung, von denen einige den Vorteil haben, dass sie nach einiger Zeit wieder einsetzbar sind. Gemein und spektakulär anzusehen ist der 'Reconstruct'-Zauber von Kronos, der feindliche Gebäude einfach bis auf die Grundmauern abbaut. Äußerst vorteilhaft ist auch Kronos' 'Vortexzauber', der sämtliche militärische Einheiten an die gewünschte Stelle teleportiert. Oranos hingegen erlaubt es, Himmelspassagen zu errichten, zwischen denen ihr eure Truppen auf der Karte ohne Zeitverlust verschicken könnt. Gaia lässt überall Grünzeug sprießen, worauf Gegner keine Gebäude mehr setzen können, oder Wälder, die von euch abgeholzt werden können.

Von Helden und Zauberwesen
In den Tempeln lassen sich natürlich auch die zehn atlantisspezifischen, mythologischen Einheiten ausbilden, zum Beispiel Behemots, die als lebende Belagerungswaffen fungieren, oder die Automaten, metallische Geschöpfe, die sich gegenseitig reparieren. Prometheaner sind Geschöpfe aus Ton, die sich nach ihrem Ableben in zwei kleinere Hälften teilen und so noch für Ärger beim Gegner sorgen. Natürlich steht euch daneben das gewohnte Kampfarsenal an Einheiten zur Verfügung: Schwertkämpfer, Bogenschützen, Kavallerie und Belagerungswaffen.

Eine weitere Möglichkeit, in der sich die Atlanter von den anderen Völkern unterscheiden, ist die Option Krieger und sogar Dorfbewohner in Helden umzuwandeln - vorausgesetzt, das nötige Kleingeld und göttliche Kraft sind in der Kasse. Das gibt euch einen entscheidenden Vorteil in Schlachten, wenn der Gegner plötzlich gegen eine Wand aus gestählten, lebens- und kraftstrotzenden Helden rennt. Auch heldenhafte Dorfbewohner arbeiten um einiges effizienter. Die Erschaffung von Einheiten wurde vereinfacht: Normale Kämpfer und Kontereinheiten werden nur noch in zwei Baracken ausgebildet.

 

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