Test - Airblade : Airblade

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Criterion Studios versuchen sich an einem Skater-Spiel, gehen dabei aber etwas origineller vor als die unzähligen 'Tony Hawk's'-Clones. Denn in 'Airblade' für PlayStation 2 düst ihr nicht etwa mit einem Skateboard durch die Gegend, sondern nutzt ein schwebendes Sci-Fi-Brettl und kämpft gegen einen fiesen Konzern.

Airblade
Diverse Spielmodi stehen zur Auswahl.

Spiele im Stil von 'Tony Hawk's Pro Skater' gibt es auf der PSone in unübersehbarer Menge. Auf der PlayStation 2 hingegen warten die meisten Fans dieser Trensdsport-Games auf den dritten Teil rund um Tony Hawk. Doch nun wollen Criterion Sudios diesem Titel bereits im Vorfeld die Show stehlen, indem sie die spielerisch interessantesten Elemente mit einem originellen Zukunfts-Szenario verbinden. Dort benutzt ihr nicht BMX-Räder, Skateboards oder ähnliches, sondern schwebende Boards, sogenannte Hooverboards. Wer den Kinofilm 'Zurück in die Zukunft 2' gesehen hat, kann sich etwa ein Bild von solch einem coolen Fortbewegungsmittel machen. Tatsächlich haben die Jungs von den Criterion Studios schon mal einen Titel rund um diese Boards veröffentlicht: 'Trickstyle' für Dreamcast und PC. Allerdings handelte es sich damals um ein spielerisch recht durchschnittliches Rennspiel.

Mit 'Airblade' will man es diesmal nicht nur besser machen, sondern man wählte auch gleich ein anderes Genre. Ausserdem liess man es nicht dabei bewenden, bloss ein weiteres Trendsportspiel auf den Markt zu bringen, sondern bettete das ganze auch gleich noch in eine Story ein: Wir schreiben eine nicht allzu ferne Zukunft. Die Regierung hat kaum noch Macht und die Politiker fungieren bloss noch als Marionetten der Wirtschaft - die wahren politischen Fäden werden von einem Grosskonzern gezogen, der mit nicht wiederverwertbaren Ressourcen wie Öl für den Treibstoff von Fahrzeugen handelt. Dieses wertvolle Gut wird bekanntlich immer knapper, so dass der Konzern alle Macht besitzt und zum Beispiel auch die Polizei hinter sich weiss. Da die Ressourcen aber bald aufgebraucht sein werden, arbeitet der Konzern an neuen alternativen Energiequellen. Einer ihrer Mitarbeiter ist allerdings gar nicht begeistert von der skrupellosen Geschäftsleitung und kündigt den Job. Als kleine Abfindung schnappt er sich die neueste Entwicklung des Konzerns: Der erste und einzige Prototyp eines Hooverboards, ein schwebendes Skatebaord namens Airblade.

Doch nachdem er das Board in seiner Wohngemeinschaft versteckt hat, wird er auch schon von den Häschern des Grosskonzerns gefasst. Als diese das Board bei ihm nicht finden, kommen sie recht schnell auf die Idee, das traute Heim des Erfinders zu durchsuchen. Hier treffen die Wachen zusammen mit dem Big Boss aber auf zwei Mitbewohner, die sogleich wissen was los ist. Sie schnappen sich das Board und ergreifen die Flucht - verfolgt von den Bösewichtern.

Airblade
Die Bösewichter wollen das Board zurück.

Ab hier dürft ihr endlich selbst Hand anlegen. Denn der erste Abschnitt der Flucht ist auch gleich das erste Level des Story-Modus. Hier wird euch auch die Geschichte von 'Airblade' in hübschen Echtzeit-Zwischensequenzen näher gebracht. Im Level selbst müsst ihr mehrere spezielle Aufgaben bestehen. Einige davon lassen sich gleich zu Beginn ansteuern - ihr könnt also selbst entscheiden, ob ihr diesen oder jenen Job zuerst anpacken wollt - andere sind hingegen erst zugänglich, wenn zuerst die vorangegangenen Aufgaben gelöst wurden. Anders als in vergleichbaren Spielen wie den 'Tony Hawk's'-Titeln müssen allerdings in 'Airblade' alle Aufgaben in einem Durchgang geschafft werden, um in die nächste Stage vorzudringen. Will man weitere Goodies wie neue Figuren freispielen, muss man gar einen perfekten fehlerfreien Lauf durch die Stage schaffen und gleich noch massig Stunts zeigen, so dass eine gute Wertung herausspringt.

Airblade
Auf der Flucht vor den Schergen.

Die zu erledigenden Jobs ändern sich von Level zu Level, ähneln sich aber in der Lösung oftmals. So kommt es praktisch in jeder Stage vor, dass ihr auf ein paar Fahrzeugen grinden müsst und diese so zerstört. Oder es müssen eine bestimmte Anzahl an gegnerischen Soldaten mittels Stunt-Attacke ausgeschaltet oder Kameras mittels darum Herumschwingen zum Explodieren gebracht werden. Apropos Stunts: Diese werden sehr ähnlich ausgeführt wie bei vergleichbaren Spielen - ihr habt also einen Button für Flip-Tricks, einen für Grab-Moves und einen, um an Kanten entlang zu grinden. Kombiniert ihr diese Tasten mit einer Richtung, ergeben sich so eine Vielzahl an Tricks, welche eurem Highscore sehr zugute kommen. Führt ihr nämlich immer die gleichen Stunts aus, gibt's jedesmal etwas weniger Punkte. Obwohl ihr euch ja mit dem Hooverboard über dem Boden befindet, gibt es noch eine Sprungtaste, mit dem unser Held noch höher in die Lüfte aufsteigt. Um so extra hoch und weit durch die Luft zu fliegen, verbraucht das Board allerdings sehr schnell Energie. Diese wird aber sofort wieder aufgeladen, wenn ihr ein paar Stunts hinlegt. Ausserdem kann diese Energie gebraucht werden, um einen Boost einzusetzen und einen Zacken schneller durch die Gegend zu schweben. Ein besonders cooler Trick vollführt ihr mittels Betätigen des Grab-Knopfs in der Nähe einer Stange. Dann hält sich der Boarder nämlich daran fest und schwingt herum, bis ihr den Button loslasst und den Schwung ausnutzt.

 

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