Test - Alarm für Cobra 11: Nitro : Alarm für Cobra 11: Nitro

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Die Cobra ist zurück! Das bekannte Studio Synetic soll diesmal dafür sorgen, dass der neue Teil nicht wieder im Trash versinkt. Wir haben uns das selbst ernannte Rennspiel näher angeschaut und verraten euch, ob sich der Kauf für Fans der Serie lohnt.

Die Cobra ist zurück! Die Autobahnpolizei fährt nicht nur auf RTL die gefährlichsten Schnellstraßen ab und buchtet dabei auf spektakuläre Art und Weise eine ganze Menge an Kleingangstern ein, sondern sucht ab November in Form von 'Alarm für Cobra 11: Nitro' auch den heimischen PC argloser Videospieler heim. Wir haben uns das selbst ernannte Rennspiel näher angeschaut und verraten euch, ob sich der Kauf für Fans der Serie lohnt.

Für alle, die kein Privatfernsehen empfangen und 'Alarm für Cobra 11' tatsächlich nicht kennen sollten: RTLs Actionserie läuft mittlerweile zehn Jahre und blickt auf immerhin 157 Folgen zurück. Im Mittelpunkt stehen die beiden Autobahnpolizisten Semir Gerkhan und Tom Kranich, die ohne Schirm, Charme und Melone, aber mit viel Action und Geschwindigkeit über Deutschlands Autobahnen donnern, dabei keinen Unfall auslassen, um zum Schluss doch ein Happy End über die Glotze flimmern zu lassen. Nachdem bereits einige Entwickler an einer Umsetzung kläglich scheiterten, soll diesmal das Studio Synetic die Fernsehlizenz in ein erfolgreiches Spiel umwandeln. Mit Titeln wie 'Nice 2', 'World Racing 2' und 'Mercedes-Benz Truck Racing' blickt der Entwickler aus Gütersloh auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurück, bei der insbesondere im Rennspiel-Genre Maßstäbe gesetzt wurden. Reicht die gesammelte Erfahrung aus, um zumindest Fans der Serie mit einer würdigen Versoftung zu beglücken?

Maues Missionsdesign

Dass böse Buben, Bombenexperten und halbstarke Raser auch auf dem PC mit ihren Straftaten nicht ungeschoren davonkommen, versteht sich von selbst. Während der Spieler unweigerlich in die Rolle der Hauptprotagonisten schlüpft, erhält er nach und nach in der Regel unabhängig voneinander ablaufende Aufträge. Deren Variation hält sich allerdings leider in Grenzen: Fahrmissionen auf Zeit, Gegner stoppen oder selbige bis zur Besinnungslosigkeit rammen. Als Krönung entpuppt sich die Versenkung eines mit einer Bombe versehenen Busses in einem See. Darauf beschränkt sich die Missionsvielfalt in insgesamt 35 langweiligen Levels, die allesamt innerhalb von drei bis vier Stunden abgefahren sind. Als Bonus warten zwei Sondereinsätze, die sich allerdings in keinster Weise von den vorherigen Aufgaben unterscheiden. Eine echte Storyline mit passenden Zwischensequenzen darf nicht erwartet werden, auch wenn die eine oder andere Mission zumindest inhaltlich miteinander verknüpft wurden. Schade, denn gerade hier verschenkt man enormes Potenzial. Außerhalb des Karrieremodus warten eine ganze Reihe von Einzelspielerrennen, die allerdings nur wenig motivieren können, sowie ein Splitscreen-Mehrspielermodus. Warum dieser jedoch unverständlicherweise eine zweite Tastatur benötigt und nicht wie üblich zwei Spieler an einer Tastatur zu Werke gehen können, bleibt uns ein Rätsel. Ohnehin wären wir auch gerne im Netzwerk oder via Internet gegeneinander angetreten, diese Möglichkeit verwehrt uns Synetic allerdings gänzlich.

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