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Special - Anki Overdrive : Last-Minute-Geschenktipp

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Wer noch immer auf der Suche nach einem passenden Weihnachtsgeschenk für seine Jüngsten oder dem eigenen Kind im Manne ist, sollte sich die nächsten Zeilen ganz genau durchlesen. Anki Overdrive ist ein Spielzeug, das sowohl die neue als auch die ältere Generation erstaunlich gut miteinander verbindet.

Moment mal, seit wann geht es bei Gameswelt eigentlich um Spielzeuge? Anki Overdrive ist vieles – aber sicherlich kein gewöhnliches Spielzeug. Dabei sieht es zunächst genau danach aus. Im Grunde handelt es sich nämlich um eine simple Rennbahn inklusive ferngesteuerter Autos – Carrera & Co. lassen grüßen. Doch Anki Overdrive einfach nur als moderne Kopie des weltweit bekannten Klassikers abzustempeln, würde dem Produkt gleich in mehrfacher Hinsicht nicht gerecht werden.

Carrera meets Mario Kart

Schon beim Auspacken des Starter-Sets wird klar, dass es hierbei um die nächste Generation der Carrera-Erlebnisse handelt. Zum Vorschein kommen hauchdünne Rennstreckenelemente, die kinderleicht und ruckzuck zusammengesteckt sind. Neben Kurven gibt es auch einige Pfeiler, um eine kleine Brückenkonstruktion zu ermöglichen, was dem Streckenverlauf etwas mehr Abwechslung verpasst. Das alles geht sehr leicht von der Hand und ist auch für kleinere Kinder geeignet.

Die eigentlichen Stars von Anki Overdrive sind jedoch die Autos. Zwei Stück davon befinden sich im Starter-Set. Die mit zünftig klingenden Namen ausgestatteten Boliden „Ground Shock“ und „Skull“ sind nämlich keine billigen Plastikmodelle, sondern stecken – zumindest bis zu einem gewissen Maß – voller Hightech.

Diese Wagen können die zuvor abgesteckte Strecke völlig eigenständig abfahren – ganz ohne Führungsschienen oder Lenkbewegungen der Spieler. Vor jedem Rennen scannen die Autos die Strecke im gemächlichen Tempo und können fortan auch im hohen Tempo über selbige brettern. Das funktioniert sogar dermaßen gut, dass sie bei seltenen Ausrutschern wieder selbständig auf die Rennstrecke finden.

Das Smartphone als Controller

Das ist schon für sich ziemlich faszinierend, ist allerdings nur die halbe Miete. Natürlich muss der Spieler ja dennoch irgendwie Einfluss auf die Rennen nehmen können. Hierbei kommen dann eure Smartphones beziehungsweise Tablets ins Spiel. Zunächst müsst ihr die offizielle Anki-App herunterladen, was jedoch nur mit neueren Modellen beziehungsweise Betriebssystemen funktioniert. Das solltet ihr vor dem Kauf also unbedingt testen. Sobald ihr die App startet, beginnt das Zusammenspiel zwischen dem Geschehen auf eurem Mobilgerät und der Rennstrecke.

Im Rahmen einer Solokampagne entscheidet ihr euch zunächst für eines der beiden Fahrzeuge und tretet nach einer kurzen Einführung gegen immer bessere Rennfahrer an. Dabei geht es nicht immer um die beste Rundenzeit, denn ähnlich wie in Mario Kart & Co. könnt ihr eure Kontrahenten auch beschießen, von der Strecke schubsen oder auf andere Extras zurückgreifen.

Das ist auf der Rennstrecke ziemlich gut umgesetzt, so dass selbst Dreher oder der zu starke Einsatz eines Boosts mit den Autos nachgestellt werden. Durch Siege steigt ihr im Level auf, könnt neue Waffen und andere Hilfsmittel freischalten – für genügend Motivation ist demnach gesorgt. Zudem ist die App recht ordentlich gemacht, fühlt sich fast schon an wie ein vollwertiges Spiel.

Anki Overdrive - Besuch bei uns im Studio
Felix hatte Besuch im Studio von den Machern von Anki Overdrive. Eine Mischung aus Carrera-Bahn und Videospiel.

Mehr Spieler = mehr Spaß

Besonders spaßig wird es im Multiplayer-Modus, wenn ihr gegen bis zu drei Freunde antretet. Dann kommt richtige Laune auf, Schadenfreude regiert das Wohnzimmer und es kommt immer wieder zu denkwürdigen Situationen auf der Strecke. Das Zusammenspiel zwischen App und Autos klappt dabei zu 95 Prozent sehr gut, nur selten mussten wir mit der Hand nachhelfen. Sobald die Akkus der Autos nach zirka 10 bis 15 Minuten ausgelaugt sind, müsst ihr sie auf der Ladestation wieder „betanken“. Das geht aber erfreulich schnell, so dass ihr meist nach maximal zehn Minuten wieder weitermachen könnt.

Allerdings gibt es auch Grund zur Kritik. So sind Multiplayer-Partien nur dann wirklich ausgeglichen und sinnvoll, wenn die Autos ein ähnlich hohes Level haben. Ansonsten haben die „besseren“ Wagen deutliche Vorteile. Zudem stehen im Starter-Set nur zwei Autos zur Verfügung, weitere Wagen müssen ebenso wie zusätzliche Streckenelemente hinzugekauft werden. Das ist mit 60 Euro pro Wagen ziemlich teuer, auch wenn die Technik diesen Preis wohl rechtfertigt. Doch nur Multiplayer-Partien sind auf Dauer die treibende Feder von Anki Overdrive, denn nach Abschluss der durchaus ordentlichen Kampagne gibt es für Solospieler eigentlich keinen Grund mehr, um weiterzuspielen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Anki Overdrive definitiv eine neue Ära der Wohnzimmerrennen einläutet. Das Zusammenspiel zwischen App und Mobilgerät klappt verblüffend gut, eine gewisse Faszination ist dem Treiben nicht abzusprechen. Vor allem mit mehreren Spielern gleichzeitig kommt richtig viel Spaß auf.

Doch bisher schöpfen die Hersteller das enorme Potenzial des Spielzeugs noch nicht vollständig aus. Gerade Solospieler haben nach kurzer Zeit kaum noch einen Anreiz, sich längerfristig mit dem Produkt zu befassen. Zudem bleiben ältere Smartphones und Tablets leider außen vor. Wer sich aber schon immer für Carrera & Co. begeistern konnte, sollte dringend einen genaueren Blick riskieren. Die neue Generation hat definitiv begonnen.

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