Preview - ArmA II: Operation Arrowhead : Alte Schwächen, neue Stärken

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Quizfrage: Was benötigt der geneigte Kriegssimulationsspieler, um sich in die virtuellen Scharmützel zu stürzen? Geduld, Aufmerksamkeit, Reaktionsfähigkeit sowie Nerven aus Stahl? Vielleicht. In erster Linie aber ein Fangnetz. Irgendjemand muss diese fiesen Käferchen schließlich einfangen. Dem ist allerdings nicht so im ersten, kostenpflichtigen Add-on zu ArmA II, denn das hat erstaunlicherweise bereits in der uns vorliegenden Vorschaufassung weniger Bugs als das Hauptprogramm.

Da darf man ruhig enttäuscht sein. Was haben wir uns für Gedanken gemacht, die Trash-Perle Starship Troopers rauf und runter geschaut, nach Monaten aber entnervt aufgegeben. Wie bekämpft man am besten Bugs? Mit Waffengewalt, sagt der Film. Mit besserem Betatesten, sagt der Spieler. Damit, mit Aufmerksamkeit beim Programmieren und einem gut organisierten Zeitmanagement, meinen wir. Und siehe da: Es funktioniert! Zwar umfasst die uns vorliegende Vorschauversion zum Add-on Operation Arrowhead lediglich drei kleine spielbare Missionen, doch diese sind bereits jetzt erfreulicherweise nahezu bugfrei ausgefallen.

Kriegsähnlicher Zustand in Takistan

Die Kampagne von Operation Arrowhead spielt rund drei Jahre nach den Geschehnissen in Chernarus. Die US-Marines und demzufolge der Trupp Razor haben ausgedient, stattdessen schlüpft ihr in die Rolle von vier Soldaten der US-Army. Diese sind im fiktiven Staat Takistan stationiert, der sich in einem „kriegsähnlichen Zustand" befindet. Das klingt nicht nur wie Afghanistan, sondern sieht auch danach aus: Anstatt der weitläufigen, grünen Wiesen und der dichten Wälder Chernarus' durchforstet ihr staubige Steppen und klettert über steinige Bergketten. Dazwischen offenbaren sich immer wieder mal kleinere Siedlungen sowie eine sich beeindruckend ausdehnende Wüstenstadt. Da nahezu alle Häuser in Operation Arrowhead betreten werden können - Türen lassen sich sogar schließen -, erhalten die Häuserkämpfe eine vollkommen neue Substanz, insbesondere im Mehrspielermodus.

Optisch ergibt sich somit eine gewisse Tristesse, wenn auch die Performance gegenüber dem Hauptprogramm zugelegt hat. Das liegt unter anderem nicht nur an dem etwas kleineren Kriegsgebiet, sondern auch an den einzigartig in der Spielumgebung verwendeten Objekten. Waren es im Hauptprogramm noch 700, sind es in Operation Arrowhead lediglich 400. Einfacher werden die Scharmützel deshalb natürlich nicht. Zwar können drohende Gefahren, wie Soldatenpatrouillen, leichter erspäht werden, gleichzeitig stehen aber auch einem selbst weniger Deckungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die ebenfalls kooperativ spielbare Kampagne wird deshalb verstärkt auf den Fahrzeugkampf setzen.

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Vier gewinnt!

Ähnlich wie im ersten Operation Flashpoint übernehmt ihr in Operation Arrowhead abwechselnd die Kontrolle über vier US-Soldaten. Bohemia Interactive umgeht somit die Abwechslungsarmut des Hauptprogramms, während gleichzeitig ein deutlich erhöhter Zugriff auf das Arsenal der US-Streitkräfte ermöglicht wird. Auf zufallsgenerierte Missionen der Marke „Erobere das gesamte Land" möchten die Tschechen glücklicherweise komplett verzichten.

In unserer Vorschauversion konnten wir als Anführer eines Special-Forces-Trupps agieren, als Hubschrauberpilot bei Nacht herumfliegen und als Leiter einer Panzerdivision mit schwerem Geschütz auffahren. Der Vierte im Bunde wird laut Angaben der Entwickler der Airborne-Infanterie angehören. Am meisten Spaß hat uns bislang allerdings der kurze, mit einer spannenden Wendung ausgestattete Special-Forces-Auftrag gemacht.

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