14.02.2012 - Christian Kurowski
In WipEout 2048 habt ihr die Wahl zwischen einer Einzelspieler- und einer Online-Kampagne. Entscheidet ihr euch für die Solotour, bestreitet ihr Wettbewerbe wie klassische Rennen, Kämpfe, Zeitattacken oder die aus WipEout Fusion bekannten Zonenrennen. Hier müsst ihr euren immer schneller fahrenden Gleiter so lange wie möglich durch farbenfrohe Strecken steuern, ohne einen Totalschaden zu fabrizieren. Habt ihr genügend Rennen erfolgreich absolviert, schaltet ihr neue Ränge und Gleiter frei, je nachdem welchem Team ihr die Treue haltet. Außerdem dürft ihr dann an neuen und schnelleren Meisterschaften teilnehmen. Schneidet ihr bei den Events besonders gut ab, werden Bonusrennen freigeschaltet.
Online läuft der Hase allerdings etwas anders. Anstatt spezielle Veranstaltungen aus dem Menü auszuwählen, entscheidet ihr euch für optionale Ziele, die ihr dann in den eigentlichen Wettbewerben erfüllen sollt. Dadurch verdient ihr wie im Einzelspielermodus Erfahrungspunkte und bekommt so Zugang zu neuen Fahrzeugen. Maximal acht Leute fahren dabei im Internet zur selben Zeit. Diejenigen, die auf dem Podium landen, dürfen ihre Freude mit einem Foto teilen, das jeder dann zu Gesicht bekommt. Habt ihr hingegen einen Kollegen, der an der PlayStation 3 WipEout HD spielt, könnt ihr auf der Vita gegen ihn auf den Strecken der Konsolenversion antreten.
Die zahlreichen Fahrzeuge der Teams unterscheiden sich nicht nur in ihrer Bedienbarkeit, sondern sind auch in verschiedene Klassen eingeteilt. Das wirkt sich besonders bei den Waffen aus. So bekommt ein Gleiter der Jägerklasse zum Beispiel mehr Raketen, wenn er über Waffenfelder fährt. Die aus WipEout Pure bekannten Turborollen, die euch nach erfolgreicher Ausführung einen Geschwindigkeitsschub verleihen, sind wieder mit von der Partie.
Neben der traditionellen Steuerung lässt sich WipEout 2048 unter Einsatz von Neigebewegungen des Handhelds durch die Kurven manövrieren. Beschleunigt wird dann mit dem hinteren Touchpad, während per Druck auf den vorderen berührungssensitiven Bildschirm die Waffen abfeuert werden. Das funktioniert nach einer kurzen Eingewöhnungszeit gut, ersetzt aber nicht die Präzision der Steuerung mit Knöpfen und Analog-Stick.
WipEout hatte schon immer den Ruf, grafisch zu begeistern. Das ist im neuesten Teil wieder der Fall. Die Hochgeschwindigkeitsgleiter sehen toll aus, bieten viele Details und rasen mit einem Affenzahn über die fantasiereichen Strecken. Diese bieten nicht nur alternative Routen und Abkürzungen, sondern führen euch auch in luftigen Höhen an Wolkenkratzer vorbei, durch malerische Parks und in verschachtelte U-Bahn-Tunnel. Dank des schnellen und chaotischen Spielprinzips habt ihr allerdings nie die nötige Zeit, euch die Umgebungen in Ruhe anzuschauen.
Der Sound wird wieder von elektronischen Klängen dominiert. Während The Prodigy erneut einen Song beigesteuert haben, bekommt ihr diesmal auch deadmau5, Kraftwerk oder The Chemical Brothers auf die Ohren. Der Soundtrack passt perfekt zum Spielgeschehen und untermauert die kühle futuristische Atmosphäre. Es gibt sogar deutsche Sprecher, die hin und wieder ihren Senf abgeben, insgesamt aber nur solide Arbeit leisten.
Wer eine Vita am Verkaufsstart sein Eigen nennt, findet mit WipEout 2048 einen prima Zeitvertreib, der aber am Umfang kränkelt.
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