Test

Assassin's Creed III

Ahoi, Matrosen!

  • PS3
  • X360

Ubisofts historisch angehauchte ″Third-Person-Kletter-und-Meuchel-Action″ geht endlich weiter und knüpft da an, wo der Vorgänger endete: Desmond befindet sich mit seinem Vater sowie den zwei Mitstreitern Shaun und Rebecca vor dem Eingang einer gigantischen Höhle. Dahinter verbirgt sich ein Tempel der sogenannten Ersten Zivilisation - eines uns technisch weit überlegenen Volkes, das einst durch eine massive Sonneneruption dem Untergang geweiht war und die Menschheit nun vor demselben Schicksal bewahren will. Doch das geht nicht ohne Desmond und seine Assassinen-Vorfahren. Also nichts wie rein in den Tempel und in die Haut eines dieser Vorfahren geschlüpft, um zu erfahren, was dieser wusste, und die Welt dadurch vielleicht zu retten.

Doch vor der möglichen Rettung kommt der Schock: Nach der Einführungssequenz, welche die wichtigsten Ereignisse der vergangenen Serienteile zusammenfasst, finden wir uns im hässlichsten Tutorial der Assassin's-Creed-Geschichte wieder. Was offensichtlich stylisch wirken soll, ist schlicht der "unterwältigendste" Spielstart, für den sich die Entwickler entscheiden konnten. Zum Vergleich: Assassin's Creed: Revelations vermittelte genauso viel Wissen mithilfe einer spektakulären Sequenz, in der wir zwischen Wind und Schnee an der Außenfassade der bergigen Masyaf-Festung emporklettern mussten.

Wechselbad der Gefühle

In der darauf folgenden Opernmission und der anschließenden Schiffsreise, in denen wir jemanden steuern, über den wir jetzt noch nicht zu viel verraten wollen, wird es grafisch zwar deutlich besser, jedoch in den Konsolenversionen bei Weitem nicht makellos. Neben Clipping-Fehlern, "sich beamenden" Passanten (siehe Video-Review auf Seite 4) und schwebenden Objekten trefft ihr auf matschige Texturen, Kantenflimmern, flackernde Sprühschatten, Ruckeln und so einige Detailmängel - so haben wir uns das nicht vorgestellt. Ein Day-1-Patch schafft ein wenig Abhilfe, aber leider nicht vollständig.

Assassin's Creed III - Launch Trailer (dt.)

So schwankt die Optik qualitativ sowohl in der gepatchten als auch der ursprünglichen Version im Verlauf des Spiels enorm. Kein Zweifel: Die komplett überarbeiteten Animationen machen sich sehr positiv bemerkbar und auch das kaum noch vorhandene Tearing wird auf der Plusseite vermerkt. Schwieriger wird es, betrachtet man das große Drumherum: Im einen Moment fragt man sich, ob die Programmierer bei diesem oder jenem Abschnitt gerade Urlaub hatten, und im nächsten überwältigen einen plötzlich bildhübsche Szenarien im Sonnenuntergang vor den Küsten Amerikas oder schöne Details zwischen manchen Straßenzügen Bostons und vielen wilden Bereichen des Grenzlands.

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