Preview - Assassin’s Creed: Odyssey : Angezockt: So spielt es sich

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Im letzten Jahr verpasste Ubisoft Montreal der Assassin’s-Creed-Reihe eine Frischzellenkur. Die Annäherung ans Rollenspielgenre stand Assassin’s Creed: Origins ziemlich gut, deswegen geht das Quebec-Studio mit dem bereits im Oktober (!) erscheinenden Assassin’s Creed: Odyssey diesen Weg konsequent weiter. Entscheidungen mit Konsequenzen, verschiedene Story-Pfade und Massenschlachten zwischen Athenern und Spartanern: Das neue Assassinenabenteuer hat viel vor!

Ob das gut geht? Erst im letzten Jahr erschien Assassin’s Creed: Origins. Das Jahr Pause nach Syndicate tat der Serie gut, doch jetzt steht bereits der nächste Teil an. Müssen Assassin’s-Creed-Fans jetzt einen Qualitätsrückgang befürchten? Immerhin sitzt Ubisoft Quebec am Drücker, das Studio, das direkt nach Fertigstellung von Assassin’s Creed: Syndicate mit dem griechischen Ausflug angefangen hat, also parallel zu Assassin’s Creed: Origins.

Dementsprechend finden sich viele Eigenschaften aus Bayeks Ägyptenkapitel auch in Odyssey wieder. Das Kampfsystem wurde eins zu eins übernommen, auch findet ihr im antiken Griechenland eine ganze Menge Loot. Die Waffen und Ausrüstungsgegenstände besitzen unterschiedliche Seltenheitsstufen und haben eigene Werte. Seeschlachten spielen ebenfalls wieder eine Rolle, und die machen auch im antiken Griechenland dank brachialer Rammattacken eine Menge Spaß. Wer mit Bayek in Ägypten eine gute Zeit hatte, wird sich auch im neuen Teil pudelwohl fühlen.

Ihr habt die Wahl

Ubisoft Quebec fügt der Spielmechanik Entscheidungsfreiheit und ein neues Dialogsystem hinzu. In Gesprächen könnt ihr unterschiedliche Themen ansprechen und Antworten auswählen, um an zusätzliche Informationen zu gelangen. Regelmäßig werdet ihr vor eine schwerwiegende Wahl gestellt. In unserer Anspielsitzung ging es zum Beispiel um die Frage, auf welche Weise ein ranghoher Feind ausgeschaltet werden soll. Ein Verbündeter empfahl die Kopf-durch-die-Wand-Methode, während eine andere Kameradin einen taktischen Angriff vorschlug. Je nachdem, wie ihr euch entscheidet, verläuft das finale Kapitel dieser Questreihe unterschiedlich.

Andere Entscheidungen beeinflussen die Geschichte in Assassin’s Creed: Odyssey längerfristig. Die Auswirkungen sind dann zwar nicht unmittelbar spürbar, dafür aber im späteren Spielverlauf. Dementsprechend soll es unterschiedliche Enden geben. Wie gravierend sich euer Handeln auf das Spiel auswirkt, wird sich jedoch erst noch zeigen müssen.

Die erste große Entscheidung wird euch gleich zu Beginn des Spiels aberverlangt: Spielt ihr Alexios oder Kassandra? Für wen ihr euch auch entscheidet, ihr seid der Enkel beziehungsweise die Enkelin von Leonidas. Beide Protagonisten sind gleichwertig und können dieselben Fähigkeiten erlernen, die in die drei Skilltrees Jäger, Krieger und Assassine aufgeteilt sind.

Historisches Schaulaufen

Es gehört quasi zum guten Ton eines jeden Assassin’s-Creed-Teils, historisch relevante Personen zu treffen und mit ihnen zu interagieren. Auch in Odyssey werden wieder zahlreiche bekannte Persönlichkeiten auftauchen. Wie schon in Assassin’s Creed: Origins eingeleitet, wird Layla Hassans Geschichte fortgesetzt. Auch im neuen Teil geht es wieder in die Gegenwart.

Während ihr euch im Jahr 431 v. Chr. in Griechenland austobt, müsst ihr euch öfters an Schlachten beteiligen. Diese groß angelegten Kämpfe finden immer dann statt, wenn in einem Gebiet die herrschende Fraktion zum Taumeln gebracht wurde. Der Krieg zwischen Athenern und Spartanern spielt in Assassin’s Creed: Odyssey eine zentrale Rolle.

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Die Schlachten werden episch inszeniert. Jeweils 150 Soldaten rennen auf dem Schlachtfeld herum. In der spielbaren Demo genügte es, zentrale Befehlshaber zu töten, um die Truppenstärkeleiste des Feindes zu leeren. Diese neuen Schlachten machen Spaß. Je nach Schauplatz sollen andere Aufgaben im Mittelpunkt stehen. Einige Schlachten werden auch in der Haupthandlung relevant sein. Schon jetzt wirkt dieses neue Feature sinnvoll im Kontext des Szenarios.

Grafisch wirkt Assassin’s Creed: Odyssey gegenwärtig etwas unausgeglichen. Gerade architektonisch weiß das Spiel zu begeistern. Egal wohin ihr geht, überall sieht es wie in einem Gemälde aus. Das antike Griechenland bietet sich dafür ja auch an. Trotzdem hingen hin und wieder Gegenstände in der Luft oder NPCs verhielten sich eigenartig, was jedoch in einer nicht finalen Version durchaus üblich ist. In Anbetracht der Tatsache, dass Assassin’s Creed: Odyssey bereits am 5. Oktober 2018 erscheinen soll, bleibt dem Entwicklerteam nicht mehr viel Zeit, die Problemchen zu beseitigen.

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