News - Assassin's Creed: Origins : Zensur in Entdeckungstour: Ist Ubisoft so prüde?

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Keine Nacktheit im alten Ägypten: Im Entdeckungstour-Modus von Assassin's Creed: Origins kam die Zensurschere zum Einsatz. Nippel und Genitalien wurden rigoros überdeckt.

Nacktheit war in antiker Kunst kein ungewöhnliches Stilmittel. Im Entedeckungstour-Modus von Assassin's Creed: Origins zeigt man in Stein gemeiselte Brustwarzen und Geschlechtsorgane aber erst gar nicht. Stattdessen werden Leistengegenden und Brüste aus Marmor konsequent von Muschelschalen bedeckt. Eigentlich sollte der Modus ein interessanter, historischer Rundgang werden, aber offenbar war man nicht gewillt, die Realität vollumfänglich darzustellen.

Merkwürdigerweise sind Gemälde und Fotografien mit Nacktheit nicht von der Zensur betroffen. Während also Statuen von Frauen mit freiem Oberkörper in Alexandria aussehen, als würden sie sich wie Arielle, die Meerjungfrau kleiden, blieben derartige Darstellungen verschont. Auch Mumien wurden in ihrem ursprünglichen Zustand belassen.

Auf Anfrage von Kotaku antwortete Ubisoft, dass die "Entdeckungstour entwickelt wurde, um einer breiten Masse von Menschen unterschiedlichen Alters und mit verschiedenen kulturellen Hintergründen die verlorene Welt des antiken Ägyptens und seine Geschichte näherzubringen." Dabei arbeitete das Studio offenbar Hand in Hand mit Erziehern und Bildungseinrichtungen, um die Inhalte für jedes Publikum passend zu machen. Das macht insofern Sinn, da Nacktheit in unterschiedlichen Regionen der Erde verschieden bewertet und behandelt wird.

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