Special - Assassin's Creed: Unity : In der Nachkontrolle

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Vom Publikumsliebling mit scharfer Klinge zum Kuttenbuhmann: Durch den verpatzten Start von Assassin's Creed: Unity verscherzte es sich Ubisoft mächtig mit seiner Kundschaft. Unzählige Fehler sorgten für einen tosenden Shitstorm, der über den französischen Publisher hereinbrach. Wie aber schlägt sich Assassin's Creed: Unity gut drei Monate nach dem Erscheinen? Ist es jetzt endlich das Assassinen-Abenteuer, das wir uns alle gewünscht haben? Die Nachkontrolle verrät‘s!

Assassin's Creed: Unity erschien am 13. November gleichzeitig für PC, Xbox One und PlayStation 4. Kaum im Laden, brach die Hölle los. Viele Spieler – längst nicht alle – beschwerten sich über Fehler, Abstürze und Verbindungsabbrüche. Der Day-one-Patch brachte kaum Besserung. Nur drei Tage später kam bereits Patch 2, der sich Problemen wie dem Koop-Modus oder Arnos plötzlichen Stürzen durch den Boden annahm. Auf diese kleinen Verbesserungen folgte schließlich Patch 3, der insgesamt 300 Veränderungen an Assassin's Creed: Unity vornahm und somit die Wogen erst einmal glättete. Etwa zur selben Zeit entschuldigte sich Ubisoft bei der Community und bot allen Nutzern den Story-DLC Dead Kings als kostenlose Wiedergutmachung an. Käufer des Season-Passes erhielten sogar ein Gratisspiel aus dem Ubisoft-Portfolio.

Mitte Dezember veröffentlichte Ubisoft schließlich Patch 4. Dieser 6,7 Gigabyte große Klotz startete holprig, sollte aber im Einzelnen folgende Verbesserungen beinhalten:

  • Performance & Stabilität: verminderte Bildrate, Spielabstürze, verlorene Fortschritte

  • Gameplay: Navigation, Schlösserknacken bei Truhen

  • Online: Verbindungen, Matchmaking, Companion-App

Patch 4 stellt die aktuelle Version (Stand: 9. Februar 2015) von Assassin's Creed: Unity dar. Auch nach dem Erscheinen von Dead Kings Mitte Januar lieferte Ubisoft keine weiteren Patches.

Der aktuelle Stand

Die gute Nachricht: Assassin's Creed: Unity ist erst mal aus dem Gröbsten raus. Rund drei Monate nach dem Erscheinen des Action-Abenteuers kam es in unserer Nachkontrolle zu keinerlei Abstürzen – weder on- noch offline. Auch drastische Macken wie nicht benutzbare Gegenstände oder Blocker, die einen am Weiterspielen hindern, sind verschwunden. Gleiches gilt für den berühmten No-Face-Bug und die Löcher in der Spielwelt, durch die Arno plumpsen konnte. Kurzum: Assassin's Creed: Unity ist inzwischen ordentlich spielbar. Das bedeutet aber längst nicht, dass keine Fehler mehr enthalten wären.

Besagte Performance-Verbesserungen des vierten Patches fallen nämlich vergleichsweise spartanisch aus. Die Ladezeiten sind weiterhin sehr lang – eine „Schnellreise“ zum Café Theatre dauert auf der Xbox One beinahe eine Minute. Zudem ruckelt das Spiel besonders in größeren Schlachten mit vielen Feinden oder NPCs auf dem Bildschirm immer noch spürbar. Das wiederum beeinflusst die Steuerung derart, dass gezielte Konter oder gar die Flucht kaum möglich sind. Die Navigation innerhalb der Spielwelt bleibt ohnehin eine schwierige Angelegenheit. So passiert es weiterhin nicht selten, dass Arno beim Parkour-Laufen auf kleineren Objekten – wie Tischen oder Stühlen – hängen bleibt und er erst nach etlichen Versuchen wieder von ihnen runterklettert. Gerade in Schleichmissionen sind solche Augenblicke frustrierend.

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