Test - ASUS ROG Strix Fusion 300 : Klangvolles 7.1-Headset für PC und Konsolen

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ASUS arbeitet weiterhin fleißig daran, das Peripherieportfolio für Gamer auszubauen, um neben Notebooks, PCs und Monitoren das Rundum-glücklich-Paket anbieten zu können. Eine der neuesten Ergänzungen ist das ASUS ROG Strix Fusion 300, ein 7.1-Surroundheadset zum Preis von moderaten 129 Euro. Wir haben getestet, ob das Fusion 300 mit den Headsetplatzhirschen mithalten kann.

Das ASUS ROG Strix Fusion 300 hinterlässt schon auf den ersten Blick einen guten Eindruck: Es wirkt robust und ist relativ formschön, was aber natürlich Geschmackssache ist. Das Kopfband besteht aus Metall mit einer Lage Kunststoff und ist damit zwar nicht sonderlich flexibel, aber sehr stabil. Der kleine Nachteil der robusten Konstruktion ist, dass der Seitendruck ein wenig stärker ausfällt und der eine oder andere Brillenträger bei langen Sitzungen Probleme bekommen könnte. Die weichen Polster der recht geräumigen und drehbaren Ohrmuscheln fangen den Druck leider nicht ganz ab.

Das Kopfpolster ist an zwei Stellen mit dem Kopfband per Clips befestigt. Es bleibt abzuwarten, ob diese sich auf die Dauer als Schwachstelle entpuppen, im Testzeitraum gab es damit jedenfalls keine Probleme. Die weichen Ohrpolster sind in zwei Varianten an Bord, einmal mit Stoffbezug zur besseren Belüftung und einmal mit Kunstlederbezug zur besseren Dämmung von Umgebungsgeräuschen. Die Polster sind bequem, sodass das Gewicht von 360 Gramm kein Problem darstellt.

Für den Anschluss an PC, Konsolen und mobilen Geräten sind zwei Varianten verfügbar: USB-Kabel und 3,5-mm-Klinke. Beide Kabel sind textilummantelt und ausreichend lang (USB: 2 m, Klinke: 1,5 m). Leider wurde am Klinkenkabel kein Bedienteil zur Regelung der Lautstärke verbaut, was speziell beim Anschluss an einer Konsole ein wenig lästig ist. Zudem sitzt der Micro-USB-Stecker des USB-Kabels recht locker im Headset und kann schnell mal aus Versehen gezogen werden. Da sollte sich ASUS noch eine sinnvolle Arretierung einfallen lassen.

Das Fusion 300 kann via USB am PC als Surroundheadset mit virtuellem 7.1-Sound betrieben werden. Ein Schalter an der linken Ohrmuschel erlaubt es, den Surroundmodus zu jeder Zeit zu deaktivieren, beispielsweise wenn ihr vom Zocken zum Musikhören wechselt. Per Klinke erhaltet ihr natürlich nur Stereosound. Zudem fällt ohne USB auch die einfarbig rote Beleuchtung des Headsets weg. Selbige lässt sich übrigens mittels des kostenlosen Auro-Peripheral-Tools abschalten, zudem könnt ihr zwischen „statisch“ oder „atmend“ auswählen. Eine RGB-Beleuchtung ist nicht vorhanden.

Das Headset arbeitet mit 50-mm-Neodymium-Treibern, die einen Frequenzgang von 20 bis 20.000 Hz bei einer Impedanz von 32 Ohm bieten. Ziemlicher Standard also. Das Fusion 300 weiß aber zu überraschen. Im Stereomodus erklingt ein kraftvoller, breiter Sound mit starken Bässen, die aber nicht übermäßig dominant werden und somit auch die Mitten und Höhen zu Wort kommen lassen. Klanglich gehört es in diesem Bereich sicherlich zu den besseren Gaming-Headsets.

Der Surroundsound bewegt sich auf ähnlichem Niveau. Diesbezüglich gefielen uns vor allem die Transparenz des Klangbilds und die gute Richtungswahrnehmung. Allerdings war auch ein leicht blecherner Unterton mit etwas zu viel Hall wahrzunehmen, eine recht typische Schwäche bei nicht so brachial teuren 7.1-Headsets. Alles in allem überzeugt aber auch der Surroundmodus durch seine gute Ausgewogenheit. Wir müssen jedoch zugeben, dass uns der Stereosound an einer Konsole fast besser gefiel als der Surroundklang am PC. Doch das ist natürlich ebenfalls ein Stück weit Geschmackssache.

Bleibt noch das Mikrofon, ein wichtiges Element von Gaming-Headsets. Das Fusion 300 ist mit einem Klappmikrofon mit Flip-to-mute-Funktion ausgestattet. Sprich, wenn ihr den Mikrofonarm hochklappt, wird es stummgeschaltet. Schön ist, dass das hochgeklappte Mikrofon komplett in einer Aussparung verschwindet, wenn ihr es richtig hineinfummelt. Das Mikrofon ist für den Voice-Chat gut geeignet und überträgt die Sprache klar und weitgehend unverfälscht, wenn auch nicht gut genug für saubere Audioaufnahmen.

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