Test - B17 Flying Fortress : B17 Flying Fortress

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Die Motoren werden gestartet, das Flugzeug fängt an zu vibrieren. Aber es ist nicht einfach irgendein Flugzeug, sondern eine B-17, die ihr fliegen und verteidigen werdet. Jenen legendären, viermotorigen Bomber, der nicht umsonst 'Fliegende Festung - Flying Fortress' genannt wurde, hat sich Entwickler Wayward zum Vorbild für eine buchstäbliche 'Killer'-Simulation genommen. Zum Teil für die Konkurrenten, vor allem aber für euren Rechenknecht.

Während der Installation des 687 MB grossen Spiels, die keine Schwierigkeiten bereitet, schildert euch ein Crewmitglied eines Bombers seine Erfahrungen bei Einsätzen mit Hilfe eines Bilderbuches.

Im jetzt folgenden Intro wird ein Einsatz gezeigt. Eine riesige Bomberformation fliegt bei Tageslicht das von Deutschland besetzte Europa an und bombardiert gezielt strategisch wichtige Ziele. Das war die Hauptaufgabe dieser riesigen Ungetüme, die zehn Besatzungsmitglieder aufnehmen konnten. Jedes einzelne dieser Mitglieder könnt ihr im Spiel abwechselnd steuern, die anderen neun, um die ihr euch in dem Moment nicht kümmern könnt, übernimmt die KI für euch, doch dazu später mehr.

B17 Flying Fortress
Die riesige Bomberformation unter Beschuss.

Da die Einsätze wie gesagt tagsüber geflogen wurden, waren die Bomber natürlich ein leichtes Ziel für die deutsche Flugabwehr und die Jäger, die einem solch fliegenden Riesen entgegengeschickt wurden. Um dieses Problem zu beseitigen, flogen die B-17 stets in riesigen Verbänden, die angreifende Jäger mit dichtem Kugelhagel empfingen und sich den Weg zu ihrem Ziel freikämpften. Ausserdem wurden sie von 'Little Friends' begleitet, amerikanischen Jägern, die den Bombern den Weg ebnen sollten.

Als ich das Spiel startete, erwartete ich, einen Bomber zu fliegen und damit halb Europa in Schutt und Asche zu legen. Doch ich wurde eines Besseren belehrt. Der normale Einstieg ins Spiel, den ich immer wähle, um mir zunächst einmal einen ersten Eindruck zu verschaffen, funktionierte bei 'B-17' nicht. Ohne das eingehende Studium des Handbuches ist man komplett aufgeschmissen, will man nicht stundenlang jede einzelne Funktion (im Handbuch sind circa 140 Tastaturbefehle aufgeführt, auch mit Joystick kommt ihr um das ständige Benutzen der Tastatur und Maus nicht herum) in mühsamer Kleinarbeit herausbekommen.

B17 Flying Fortress
Ein Blick auf das Hauptmenü.

Das ausführliche Tutorial bringt euch das Konzept des Spiels näher, macht euch mit der komplexen Bedienung vertraut. Wie man zum Beispiel das gespielte Crewmitglied wechselt, der Wechsel zwischen Instrumenten- und Actionansicht, Verwaltung der Besatzung und so weiter. Praktisch erfahrt ihr hier in groben Umrissen, welche Möglichkeiten das Spiel bietet, wenn ihr es irgendwann einmal wirklich beherrscht. Einfacher zu durchblicken ist es davon aber auch noch nicht.

B17 Flying Fortress
Diese B-17 werdet ihr fliegen.

Mit Hilfe der Tastatur könnt ihr nun die Steuerung der einzelnen Crewmitglieder an den zehn verschiedenen Positionen übernehmen. Während eines Einsatzes wird unten in roter Schrift eingeblendet, falls zum Beispiel feindliche Jäger in Waffenreichweite kommen. Mit einem Klick auf diese Zeile springt ihr zum jeweiligen Ort des Geschehens. Das heisst, ihr fliegt nicht permanent den Bomber, sondern könnt bei einem Angriff feindlicher Jäger zur Position eines Schützen wechseln, dessen Rolle übernehmen und so eurem Flieger den Weg freischiessen. Ihr könnt auch in die Rolle eines 'Little Friend' oder eines deutschen Piloten schlüpfen, der versucht, den Bomberverband abzufangen. Insgesamt sechs weitere Flugzeuge können dabei geflogen werden. Die beiliegende Referenzkarte bietet dabei einen Überblick über die verschiedenen Cockpits, auch die Instrumententafel der B-17 werden auf dieser noch einmal grossformatig mitsamt der Tastenbelegung dargestellt.

 

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