Preview - Battlefield: Hardline : Die Hardline-Beta vorab angespielt

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Durch die Weite der Karte wird die Action zwangsläufig entzerrt. Da kann es schon einmal vorkommen, dass in den Außenbereichen ein Spieler einsam seine Runden dreht, während im Zentrum der Teufel los ist. Tatsächlich fällt es nicht immer leicht, Fahrt aufzunehmen. Die Wege zwischen den Hütten sind eng. Nicht selten versperren Objekte die Durchfahrt. Und wartet dann womöglich noch ein Mechanic mit einem Granatwerfer auf euch, ist der Bildschirmtod garantiert. Ian Milham, Creative Producer von Visceral Games, erklärte kurz: „Wir haben nebenbei auch einige Änderungen an den Klassen vorgenommen. Der Mechanic ist jetzt nicht einfach nur der Typ, der Fahrzeuge reparieren kann. Er hat einige Gadgets wie das Sabotage-Kit dabei und ist somit deutlich vielseitiger als zuvor.“

In der großen Stadt

Hotwire entpuppt sich in der Praxis als launige Ergänzung des Battlefield-Spielbetriebs. Denn abhängig von der Karte verändern sich die Abläufe und Aktionen spürbar. In "Downtown", also der Karte aus der ersten Beta von Hardline, kommt es immer wieder zu knackigen Verfolgungsjagden zwischen Fahrzeugeroberern und ihren Jägern. Durch die langen Straßenzüge und die vergleichsweise breiten Wege ist reichlich Platz für Drive-by-Shootings und muntere Rempeleien zwischen Kontrahenten.

Das Mitnehmen von Kollegen gehört zu den wichtigsten Aktionen des Hotwire-Modus. Ohne Beifahrer macht es zum einen weniger Spaß, zum anderen aber kann man gemeinsam fiese Angriffe planen. Das Beste daran: Alle Spieler im Fahrzeug bekommen in regelmäßigen Abständen Punkte gutgeschrieben. Der Hotwire-Modus eignet sich im Gegensatz zu Conquest oder Heist besser für Einsteiger. Da hier der Fokus eher auf dem Fahren der Boliden liegt, sind weniger Fertigkeiten an der Flinte erforderlich. Außerdem kann man hier auch als Solospieler ohne Clan oder Online-Freunde einsteigen und seinen Spaß haben.

Hände hoch!

Heist – also der virtuelle Banküberfall – ist im Vergleich spürbar taktischer. Und keine Angst, die Karte "Broad Daylight" erweist sich als deutlich spannender als "Downtown". Im Zentrum der Karte steht ein riesiges Bankgebäude. Gangster müssen dort eindringen, den Tresor öffnen und anschließend zwei Beutesäcke zu unterschiedlichen Extraktionspunkten bringen. Dort holt ein Helikopter die Säcke spektakulär ab. Die Polizisten auf der anderen Seite sollten dies besser verhindern.

Auffällig: Es gibt ungeheuer viele Zugänge, Ausgänge aus der Bank und versteckte Wege hinein in der näheren Umgebung. Findige Mechanics klettern beispielsweise auf das Dach, schießen ein Loch in die Glaskuppel und segeln mit der Zipline ins Atrium hinunter. Wer es brachialer mag, sprengt im Tresorraum ein Loch in die Wand und entkommt – ein bisschen Geduld vorausgesetzt – durch das Hintertürchen. Auch hier ballen sich die Gefechte wieder an Schlüsselpositionen. In der ersten Phase eines Matches finden die meisten Kämpfe in der toll präsentierten Lobby der Bank statt. Anschließend geht es auf die Straße oder sogar in die nahe gelegene U-Bahn. In Heist sind Absprachen und Koordination der Aktionen Pflicht. Ansonsten verliert man ratzfatz den Überblick und verläuft sich womöglich sogar in dem Gewirr aus Gängen und Büros.

Die Rolle des Hackers war leider in der Testrunde noch nicht spielbar, wird aber ebenfalls Teil der offenen Beta sein. Ein Spieler jeder Mannschaft übernimmt diese Position und manipuliert das Schlachtfeld aus der Vogelperspektive. Was sich nach einer besseren Companion-App anhört, soll tatsächlich Teil der Vollversion werden und die Runden noch taktischer machen. Denn die Hacker beider Teams bekriegen sich und können sich gegenseitig vorübergehend ausschalten. Der aktive Computer-Experte verschafft dann seiner Truppe kurzzeitig einen Vorteil, wirft beispielsweise Nachschublieferungen ab und blockiert oder öffnet Zugänge. Wie sich das genau spielt, wird allerdings erst die offene Beta zeigen.

Fazit

Olaf Bleich - Portraitvon Olaf Bleich
Es geht doch!

Nach der etwas holprigen ersten Beta kriegt Battlefield: Hardline anscheinend doch noch die Kurve. Die im Februar startende letzte Testphase bringt nämlich alte Tugenden zurück, hat aber auch einige handfeste Neuerungen im Gepäck. Leicht veränderte Klassen, größere Karten und vor allem die zusätzlichen Spielmodi zeigen überdeutlich, dass Hardline weit mehr als nur eine bessere Mod zu Battlefield 4 ist. Natürlich erinnert gerade der Conquest-Modus stark an die Vorgänger, aber Hotwire und Heist setzen sich doch stark davon ab. Meine größte Sorge gilt weiterhin der Singleplayer-Kampagne, denn das bislang gezeigte Material wirkte lediglich solide. Da sollten die Ansprüche doch einen Tick höher liegen. Insofern bleibt auch bei Battlefield: Hardline (vorerst) alles beim Alten: Der Multiplayer macht Laune. Hinter dem Rest steht noch ein dickes Fragezeichen.

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