Test - Bioshock : Der Grusel-Shooter des Jahres

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Wem diese Minispiele auf Dauer zu nervig werden, der kann aber auch alle Sicherheitsanlagen zerstören und Auto-Hacker einsetzen. Sogar mit Geld lassen sich Maschinen bescheißen. Später im Spiel gibt es die Möglichkeit, Schrott einzusammeln und wie McGuyver daraus Munition und andere Dinge herzustellen. Auf diese Weise ist es jedem freigestellt, wie er durch die Stadt kommen will. Es gibt immer unterschiedliche Wege, wie Gegner beseitigt oder Hindernisse überwunden werden können. Dazu kommt noch die unglaubliche Größe der Levels, die zwar große Freiheit bieten, aber dennoch immer einen roten Faden haben, dem wir folgen dürfen.

Diese Atmosphäre ... *schmacht*

Neben den Möglichkeiten, die das Spiel bietet, und der erhöhten Freiheit gegenüber anderen First-Person-Shootern ist es vor allem die Atmosphäre, die 'Bioshock' in den Spiele-Olymp katapultiert. Noch nie ist uns ein Spiel untergekommen, in dem so geschickt Musik und optische Reize miteinander verbunden werden. Da ist zum einen der einzigartige und wunderbar konsequent durchgezogene Grafikstil. In den Häusern von Rapture finden sich so wahnsinnig viele Details, hunderte von gezeichneten Bildern, Plakaten und Werbereklamen.

Jeder Raum ist voll gestopft mit Details. Verwüstungen, herumliegende Teile, das ganze Mobiliar und das Design sind einfach nur herausragend. Kein Ort gleicht dem anderen. Kleine Filmschnipsel im passenden Comiclook stellen jedes der Plasmide vor und wenn wir schon von grafischer Raffinesse reden, dann darf die Darstellung des Wassers nicht zu kurz kommen. In keinem Spiel sah animiertes Wasser bisher besser aus.

Hinzu kommen die Musik, die Umgebungsgeräusche und die Synchronisation. Auch in der deutschen Version stellen die Tagebücher, Funksprüche und Dialoge der Feinde ein Highlight im Spiel dar. Anhand der Tagebücher, die weit verstreut herumliegen, wird im Übrigen mehr über Rapture und dessen Hintergründe erzählt. Was alles in den Kliniken, im Schmugglerviertel, den botanischen Anlagen oder in den großen Clubs vor sich gegangen ist.

Oft ist es einfach nur beklemmend, wenn von irgendwoher Stimmen kommen, die nicht genau geortet werden können. Dann tauchen wie aus dem Nichts die Houdini-Slicer auf und entmaterialisieren sich wieder, um kurz darauf hinter uns zu erscheinen und mit Feuerbällen zu werfen. Sehr wahrscheinlich ist im Hintergrund auch noch ein Big Daddy zu hören, wie er mit diesem eindringlichen, tiefen Ton grunzt. Gänsehaut pur!

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