Test - Black & Bruised : Black & Bruised

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Normalerweise hat der Boxsport ja bekanntlich wenig mit Spaß zu tun, wenn sich harte Männer oder ebenso harte Frauen gegenseitig eins auf die Rübe hauen. Die einzigen, denen so etwas wirklich Freude macht, dürften die zahlreichen Boxfans und die Hersteller von Verbandszeug und Ohrprothesen sein. Dass es allerdings doch nicht so weit mit dem Fun-Faktor beim Prügeln her ist, beweist euch Majesco mit seinem Fun-Boxing-Titel 'Black & Bruised'.

Black & Bruised
Wer sich mit ihr anlegt, ist selbst Schuld.

Ich steh' auf Schläge
Um ein gestandener Boxprofi zu werden, müsst ihr wohl von Mutter Natur mit einer gewissen Portion Masochismus gesegnet sein. Anders lässt sich der weltweite Boxboom wohl kaum erklären. Dass sogar recht zierliche Frauen wie Regina Halmich, Deutschlands Vorzeigeboxerin Nummer Eins, ein gewisses Glücksgefühl beschleicht, wenn sie ihre Kontrahentinnen vermöbeln, verdeutlich nur, dass das Boxen als Sport weiterhin auf dem Vormarsch ist. Doch kommen wir zu 'Black & Bruised', was so viel wie 'ausgenockt & zerquetscht' bedeutet. Dass sich der Titel nicht ganz so ernst nimmt wie vergleichbare Genrevertreter, zeigt sich schon vor dem eigentlichen Start. Da werdet ihr nämlich darauf hin gewiesen, dass es eine Autosave-Funktion gibt und ihr daher bitte im Spiel nicht auf den Gedanken kommen solltet, die Memory-Card aus der Konsole zu ziehen. Gut, dass wir darüber schon mal geredet haben. Nach dem sehr unterhaltsamen Intro, in dem euch die einzelnen Boxer vorgestellt werden, dürft ihr im Hauptmenü zwischen neun verschiedenen Optionen auswählen. Fünf davon gehören zum eigentlichen Boxgeschehen. Dazu gehören der Ein- und der Zwei-Spieler Modus, das 'Turnier', das 'Boxerleben' und das 'Überleben'.

Black & Bruised
Eure Boxer.

Bevor ihr euch in einen dieser Modi stürzt, solltet ihr jedoch erst einmal das umfangreiche Training absolvieren, da ihr ansonsten in der Hitze des Gefechts nicht schnell genug die richtigen Schläge ansetzen könnt. Bei der Charakterwahl könnt ihr euch einen Favoriten auswählen. Die Charaktere unterscheiden sich natürlich nicht nur rein optisch voneinander, sondern haben allesamt ihre eigenen Vor- und Nachteile - während einer stärker ist, besitzt ein anderer eine größere Reichweite und ein Dritter wiederum kann sich schneller im Ring bewegen. Die richtige Taktik macht, wie ihr seht, die halbe Miete aus. Euer Sparringpartner ist ein ausrangierter Crash-Test-Dummy, der ohne Widerrede jederzeit zur Verfügung steht. An ihm könnt ihr die insgesamt zwanzig möglichen Combos ausprobieren und verbessern. Dabei ist zu erwähnen, dass nicht alle Combos für jeden Boxer gleich sind. Dadurch bleiben auch die übrigen Boxer interessant. Der interessanteste Trainingsteil jedoch ist der, in dem ihr euch an eine Schlagfolge erinnern müsst. Manche Combos benötigen bis zu sieben Buttons in Reihe, um sie korrekt auszuführen. Da gerät so mancher Pad-Akrobat ins Schwitzen. Über die R- und L-Tasten kann euer Boxer den Punches ausweichen und eine möglichst sichere Deckung aufbauen. Manchmal ist eine gute Defensive eben die beste Offensive. Nach dem Training steht unter anderem das Turnier auf dem Plan. Vorab wählt ihr einen Boxer und einen Schwierigkeitsgrad. Euer Gegner wird euch durch eine Zeitungsankündigung genannt. Drei Gegner sind pro Turnier zu besiegen. Hat euch euer Kontrahent auf die Ringmatte geschickt, müsst ihr möglichst schnell die X-Taste wiederholt drücken, um nicht vorzeitig ausgezählt zu werden.

 

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