Test - Blair Witch Vol. 2: Coffin Rock : Blair Witch Vol. 2: Coffin Rock

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Der Film war ein Mega-Erfolg, die Spiele-Trilogie soll das, wenn es nach den Publishern Take 2 Interactive und Gathering of Developers geht, möglichst wiederholen. Die Rede ist von 'Blair Witch'. Im kürzlich erschienenen zweiten Teil der Grusel-Serie, 'Blair Witch Vol. 2: Die Legende von Coffin Rock', übernehmt ihr die Rolle eines Soldaten und kehrt in die verfluchtetesten aller Wälder Marylands zurück.

Die Geschichte spielt etwa 100 Jahre vor dem ersten Teil der Reihe, also zur Zeit des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. Verwundet, vollkommen verdreckt und ohne jede Erinnerung werdet ihr im Wald von einem kleinen, netten Mädchen namens Robin Weaver aufgelesen. Selbige bringt euch zu ihrer Großmutter, mit der zusammen sie eine Farm etwas außerhalb von Burkittsville in Maryland bewohnt. Zum Glück versteht die alte Dame sich auf das Wundenheilen, habt ihr doch eine große, klaffende Wunde direkt am Kopf, auch wenn ihr euch nicht erklären könnt, wie die da hin kam. Nicht einmal euren eigenen Namen könnt ihr der alten Dame sagen, die Amnesie ist zu stark Da die alte Dame recht bibelfest ist gibt, sie euch kurzerhand einen Namen, der zu euch passt, nämlich Lazarus, der in der Bibel von den Toten wieder aufersteht.

Blair Witch Vol. 2: Coffin Rock
Wer Wohl die nette Frau im Vordergrund sein mag?

Nachdem ihr einige Zeit bei der alten Dame verträumt herumgelümmelt und euch ausgeruht habt, passiert ein Unglück: Robin verschwindet spurlos. Wer das ausbaden darf, könnt ihr auch sicher denken, ihr natürlich. Die Großmutter vermutet, der Wald habe sie zu sich geholt, wie einst ihren Jungen, daher bittet sie euch in größter Sorge, das Mädchen zu suchen. Diese Bitte könnt ihr natürlich nicht abschlagen, hört ihr doch des Mädchens Stimme in eurem Kopf um Hilfe flehen, außerdem wurdet ihr gesundgepflegt. Es scheint eure Bestimmung zu sein, nach ihr zu suchen und so macht ihr euch auf in den verfluchten Wald. Einen Tipp hat die weise, alte Frau noch für euch parat: Es wird ein Suchtrupp nach Robin fahnden, diese Männer seien dem Tod geweiht, ihr solltet also lieber alleine gehen. Mit dieser Hiobsbotschaft im Gepäck geht es los.

Fortan macht ihr euch also, nur mit einem Revolver und einem Säbel bewaffnet, auf eure gefahrvolle Reise, um das Geheimnis um Robins Verschwinden zu lüften. Zuvor begebt ihr euch in ein kleines Tutorial, in welchem ihr den richtigen Umgang mit eurem Revolver bei Schiessübungen lernen könnt, was auch dringend nötig ist, um in dem düsterem Wald zu überleben.

Blair Witch Vol. 2: Coffin Rock
Orientierungslos wacht ihr mitten im Wald auf, eure erste Waffe seht ihr rechts.

Dabei verwendet ‚Blair Witch Vol. 2: Die Legende von Coffin Rock' die schon aus ‚Nocturne' bekannte und bewährte Engine, übernimmt leider aber auch deren altbekannte Schwächen. Die Stärke der Engine liegt bei der Darstellung der Umgebung. Die Texturen, die den Charakteren angezogen wurden, sind sehr detailreich. Gerade bei Lazarus selbst fällt das immer wieder auf und verleiht ihm ein gewisses Charisma. Einige etwas flatternde Texturen, die in ‚Nocturne' den im Wind flatternden Mantel des ‚Strangers' darstellten, wirken im Gesicht etwas deplaziert (schaut einfach komisch aus, wenn das Gesicht flattert).

Die Hintergrundgrafik ist dagegen wiederum ein kleines Meisterwerk. Vorgerendert, ermöglicht sie eine sehr detaillierte Darstellung der Umwelt. Die Farben sind matt und düster gehalten, was der bedrohlichen Stimmung, die über der ganzen Szenerie liegt, nur zugute kommt. Da fällt es auch kaum weiter auf, dass einige Non-Player-Charakters (NPCs) etwas zu grelle und mitunter auch zu moderne Kleidung tragen. Schön gruselige Nebel- und Lichteffekte tragen ein übriges zur beklemmenden Atmosphäre bei.

Blair Witch Vol. 2: Coffin Rock
Als Bürgerkriegssoldat muss man sich des Rebellenpacks entledigen.

Das Optionsmenü bietet eine recht reichhaltige Auswahl an Auflösungen an, eine 3D-Karte ist nicht notwendig, es wird auch das erstaunlicherweise sehr gute Software Rendering angeboten, allerdings sollte man dann einen entsprechend leistungsfähigen Rechner unterm Schreibtisch stehen haben. Bezahlt gemacht hat sich auch der Einsatz von 32-bit Texturen, die nicht von allen Grafikkarten unterstützt werden, aber die Wälder Marylands noch ein kleines Stückchen "realer" wirken lassen. Es werden Auflösungen bis max. 1280x1024 unterstützt, Besitzer älterer Voodoo-Karten haben hier jedoch das Nachsehen, sie müssen sich mit 640x480 Pixeln zufrieden geben.

 

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