Test - BomberFUN : BomberFUN

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Ein freundliches Männchen steht vor einer Kiste mit der Aufschrift 'Danger', es legt schnell die kleine, schwarze Kugel ab und nimmt die Beine in die Hand und rennt um die nächste Ecke. Der Krach einer Explosion zerreißt die Stille, dann ist alles wieder ruhig, ein neuerlicher Blick um eine andere Ecke... und wenn dann die Bombe des Gegners geflogen kommt und ihr euch fragt, wo die jetzt schon wieder herkommt, dann wart ihr wohl leider nicht schnell genug.

BomberFUN
Und wieder ein Widersacher weniger.

So ziemlich jeder, der schon Video- oder Computerspiele in der Hand hatte, wird wohl auch 'Bomberman' oder einen seiner vielen Klone kennen. Angefangen 1983 noch als 'Eric and the Floaters' auf dem ZX Spectrum, trat der 'Bomberman' dann vor allem dank NES seinen Siegeszug in der Welt der Videospiele an und schon recht früh gab es dann auch Ableger jenseits der Konsolen für Atari, Amiga und PC. Über die Jahre gab es über 50 Fortsetzungen des Originals und eine unüberschaubare Menge an Klonen in allen möglichen Variationen von frühem Multiplayer über 3D bis hin zu Online-Versionen. Mit 'BomberFUN' haben wir nun einen weiteren Ableger in der Hand, der versucht, dem bekannten Konzept etwas Neues abzugewinnen. Schauen wir mal, inwieweit dies gelungen ist.

BomberFUN
Der Gegner ist immer noch da und die Zeit wird langsam knapp.

Am Spielprinzip hat sich, wie auch nicht anders zu erwarten, kaum etwas geändert, Bomben werden abgelegt oder gekickt, um Hindernisse aus dem Weg zu räumen oder Gegner platt zu machen. Hilfreich sind dabei einige Extras, die, unter den explosiven Kisten verborgen, für reichlich Bombennachschub, mehr Tempo beim Rennen oder eine höhere Durchschlagskraft der Bomben sorgen. Und dann gibt es da noch die so genannten 'Krankheiten', die wie der Name (und der kleine Würfel mit dem Biohazard-Symbol drauf) schon vermuten lassen, nicht unbedingt immer so vorteilhaft sind: da fliegen einem dann schon mal unkontrolliert die eigenen Bomben um die Ohren, die Steuerung verkehrt sich ins Gegenteil oder man tauscht den Platz mit seinem Gegner, was eine unangenehme Überraschung sein kann, wenn der gerade eine Bombe abgelegt hat. Da Krankheiten aber auch in diesem Fall ansteckend sind, können diese netterweise bei Berührung mit dem Gegner auch auf ihn übertragen werden.

Obwohl grafisch komplett in 3D gehalten und im Großen und Ganzen hübsch bunt, geht 'BomberFUN' dennoch eher den klassischen Weg des quadratisch-gradlinigen Labyrinths, was auch völlig in Ordnung ist, denn so bleibt die Sache übersichtlich, was ihr spätestens dann schätzen werdet, wenn mehrere Gegner im Spiel sind und die Luft immer TNT-haltiger wird. An Optionen stehen fünf Welten (Standard, Arabisch, Antike, Atlantis und Maya), die Spielfeldgröße, Rundenanzahl und die Anzahl der Gegner zur Auswahl, was für ein Spiel dieser Art durchaus ausreicht. Der Sound ist in Ordnung, aber falls er nach einigen Runden doch nerven sollte, kann er im Optionsmenü einfach abgeschaltet werden. Steuern lassen sich die explosiven kleinen Kerle mittels Tastatur, Joystick oder Gamepad. Da nur die vier Richtungs- und zwei Aktionstasten benötigt werden, lässt sich das Spiel zum Beispiel im Zweispielermodus problemlos sogar über eine einzige Tastatur spielen.
BomberFUN
Atlantis - die Unterwasserwelt in 3D.

Fazit

Stephan Fassmer - Portraitvon Stephan Fassmer
Wie nicht anders zu erwarten, wurde auch bei diesem Ableger eines Spiele-Klassikers das Rad nicht neu erfunden. Das Spiel hat aber alles zu bieten, was im Rahmen solch lang erprobter Spielkonzepte machbar ist. Die nicht gerade aufregende Grafik ist, in Anbetracht der Tatsache, dass hier der Spielspaß ganz eindeutig im Vordergrund steht, durchaus zu verschmerzen. Wie bei den meisten klassischen Spielprinzipien kommt wahre Freude aber vor allem dann auf, wenn gegeneinander gespielt wird und in dieser Hinsicht stehen bei 'BomberFUN' alle nur denkbaren Multiplayer-Modi inklusive Hotseat zur Verfügung. Wer ein Spiel für den kleinen Spaß zwischendurch sucht, kann, vor allem bei einem Budget-Preis von 9,99 Euro, eigentlich nichts verkehrt machen und sollte zugreifen.  

Wertung

  • PC
    68
    %

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