Preview - Borderlands : Mehr Knarren hat kein Spiel

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20 Monate haben die Entwickler von Gearbox Software ihren Mund gehalten und kein Sterbenswörtchen über 'Borderlands' verloren. Auf der Games Convention wurde jetzt das Geheimnis gelüftet und der First-Person-Shooter dem Fachpublikum zum ersten Mal gezeigt. Auch wir haben uns das neue Spiel bei 2K Games angeschaut.

Eine der zahlreichen Premieren auf der Games Convention 2007 ist 'Borderlands' von Gearbox Software und 2K Games. Mit 'Brothers in Arms' haben Gearbox Software zuletzt bewiesen, dass sie sich im Genre der First-Person-Shooter zu Hause fühlen. Mit 'Borderlands' hat das Studio jetzt ein Spiel vorgestellt, dass sich bereits seit 20 Monaten in Entwicklung befindet und die Grenzen des Genres erweitern soll. Stellt euch das am besten so vor: 'Indiana Jones' trifft 'Mad Max' und 'Borderlands' soll das 'Diablo' der Shooter-Spieler sein. Klingt verrückt? Ist es auch.

Hin und nie wieder zurück

'Borderlands' spielt auf dem unwirtlichen Planeten Pandora – ein Grenzplanet. Nur wenige verirren sich hierher, und das aus gutem Grund. Der Boden ist unfruchtbar, Sand- und Salzwüsten wohin das Auge reicht. Nur hier und dort finden sich kleine Städte oder Außenposten. Hier trifft sich allerlei Gesindel, das sonst nirgendwo im Universum einen Platz findet. Wer hier strandet, kommt nie mehr von Pandora weg. Es ist ein One-Way-Ticket ins Nirgendwo. Ein Problem von Pandora ist, dass sich der Planet sehr langsam dreht und die Jahreszeiten daher unglaublich lange dauern. Der Winter währt hier nicht wenige Monate. Zum Glück ist gerade Frühling, sodass wir nicht mit Eisestemperaturen wie in 'Lost Planet' zu leben haben. Doch es gibt ein anderes Problem: Monster sind aufgetaucht. Unser Job ist es, ihr Nest aufzuspüren und die Kreaturen ein für alle Mal auszuräuchern.

Waffen, mehr Waffen und noch mehr Waffen

Kommen wir zu dem, was 'Borderlands' wirklich besonders macht. Die Entwickler haben ein System entwickelt, das dem Spiel eine unglaubliche Spieltiefe verleiht. Randy Pitchford, Chef bei Gearbox Software, formulierte dies während der Präsentation so: „Nehmt alle Waffen, die jemals in einem First-Person-Shooter, egal ob PC oder Konsole, vorgekommen sind. Egal ob wirklich existierende oder Alien-Technologie. 'Borderlands' hat mehr! Was Randy damit sagen will: Durch ein umfangreiches Baukastensystem sind in seinem Spiel über 500.000 Waffentypen möglich. Eine unglaubliche Zahl, die natürlich auch anhand von ein paar Dutzend Beispielen demonstriert wurde. Pistolen mit langen oder kurzen Läufen, unterschiedlichen Munitionsarten, anmontierten Messern oder anderen Eigenschaften. Waffen unterscheiden sich in Durchschlagskraft, Magazingröße, Munition und Anbauteilen, etwa Messern. Was wir gesehen haben, waren nur die „normalen“ Kaliber. Also Maschinengewehre, Scharfschützengewehre, Schrotflinten und Raketenwerfer. Dazu kommen noch die Alien-Waffen und sogar Nahkampfwaffen, denn einer der Charaktere hatte ein langes Schwert auf dem Rücken.

Warum eigentlich der Ausdruck „'Diablo' der Shooter-Spieler“, den wir zwei Absätze zuvor genannt haben? Ganz einfach: Spieler können sammeln, sammeln, sammeln und Freunde zu eigenen Instanzen einladen. Es gibt zu den 500.000 Waffen auch noch etliche Ausrüstungsgegenstände. Ständig können neue Helme und Rüstungen bei Gegnern gefunden werden. Dazu kommt ein Fahrzeug, das unterschiedlich ausgerüstet werden kann. Für den Fahrer ein MG und dem Gunner auf dem hinteren Platz einen Raketenwerfer? Kein Problem. Sehr viel ist möglich. Gezeigt wurden zum Beispiel Kämpfe im Zwei-Spieler-Kooperativmodus – bis zu vier Spieler sind möglich. Beide Spieler nahmen im Fahrzeug Platz, einer fuhr, der andere setzte sich in den Drehturm und hat die anstürmenden Banditen in Schach gehalten. Das kam einem 'Mad Max'-Gefühl schon sehr nahe. Während der Fahrt durch die weiten Gebiete können sogar die Plätze getauscht werden. Action kommt auf keinen Fall zu kurz, weil Gegner en masse vorhanden sind. Zum Ende der Präsentation fuhren die Entwickler in einen Canyon, in dem das Nest der Monster vermutet wurde. Doch dort wartete eine ganz andere Überraschung, denn das Nest kann nicht so einfach platt gemacht werden. Ein riesiges Monster stand dort, wartete anscheinend schon auf die Eindringlinge. In seinem Rücken befanden sich etliche Löcher, aus denen noch viel mehr Flugmonster angeschossen kamen und das Ende herbeiführten.

Fazit

von Dennis Hartmann
Hui, nette Präsentation! 'Borderlands' sieht nicht nur gut aus, sondern scheint voll im 'Diablo'-Konzept aufzugehen. Mit mehreren Leuten spielen und dem Sammeltrieb frönen dürfen – wenn das nicht nach Langzeitmotivation riecht.

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