Test - Burstrick Wakeboarding : Burstrick Wakeboarding

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Mit ‚Burstrick' versucht JVC auf der Erfolgswelle von 'Tony Hawk's Skateboarding' mitzuschwimmen. Leider muss ich schon im Voraus sagen, dass mit ‚Burstrick' ein durchaus vielversprechendes Spielprinzip aufgrund mangelnder Umsetzung gescheitert ist. Dabei hätte man aus dem 'Wakeboarding' durchaus etwas machen können. Ihr fragt, was Wakeboarding ist? Das hab ich mich zunächst auch gefragt!

‚Wakeboarding' ist eine Extremsportart. Stellt euch einfach Wasserski vor: Ein Boot zieht eine Person auf Skiern hinter sich her. Wie sicherlich bekannt lassen sich dabei auch viele verschiedene Stunts durchführen. So, und nun stellt euch einen Snowboarder vor, der an einem Boot hängt, und auf Wasser fährt. Schon habt ihr 'Wakeboarding'!

Burstrick Wakeboarding
Auf ins kühle Nass.

Um diese ominöse Sportart dreht sich ‚Burstrick' also. Nachdem Ihr euch das mittelprächtige Render-Intro angetan habt, steht ihr vor geradezu gewaltigen Auswahlmöglichkeiten: 'Obstacle'- oder 'Trick'-Modus? Beides ist an und für sich recht interessant. Im 'Obstacle'-Modus (auf deutsch: Hindernis-Modus) geht es darum, auf einem Hindernisparcours so viele Punkte wie möglich zu gewinnen. Ihr müsst jeweils drei Runden auf einer Strecke fahren. In jede Runde gilt es eine bestimmte Punktzahl zu erreichen - in der ersten also zum Beispiel 50000 in der zweiten 100000 und in der dritten 150000. Schafft man es, könnt Ihr zur nächsten Strecke gehen. Erreicht Ihr eine Punktzahl nicht, könnt ihr es noch mal versuchen. Jedoch nur drei mal, dann heißt es 'Game Over'. Um die geforderten Punkte zu bekommen, müsst ihr auf der Strecke verteilte Ringe einsammeln oder über Sprungschanzen fahren um einen Stunt (immer den selben) zu zeigen. Je nach Farbe der Ringe oder Sprungschanzen gibt es mehr oder weniger Punkte - die gelben am wenigsten dann blau, und rot bringt am meisten. Erschwert wird das ganze natürlich durch die gut verteilten Hindernisse. Fahrt ihr dagegen, kostet das wertvolle Zeit, die euch am Ende der Runde vielleicht fehlt, denn ihr habt nur eine Bestimmte Zeit zur Verfügung.

Burstrick Wakeboarding
Das Menü ist komplett Englisch, wie das Spiel auch.

Dieser Modus ist eigentlich recht unterhaltsam - nur leider gibt es zu viele kleine oder größere Fehler, die den Spielspaß trüben. So wirft das euch ziehende Boot natürlich eine Bugwelle - die Euch im Trickmodus auch sehr nützlich ist - sie nimmt aber leider völlig die Sicht. Man kann kaum erkennen wo Hindernisse oder Punkte versteckt sind. Meistens sieht man es erst zu spät. Noch dazu kommt, dass dank der sowieso völlig grobkörnigen Auflösung eh keine Weitsicht möglich ist. Außerdem lässt sich die Geschwindigkeit des Bootes zwar regulieren, meistens fährt man aber mit Vollgas. Ohne Gas ist das Boot zu langsam, drückt man aufs Gas, wird es zu schell. Regulieren lässt sich die Geschwindigkeit nur sehr Schwer. Trotz all dieser Kritik macht der 'Obstacle'-Modus aber durchaus Spaß, denn man ist immer sehr motiviert in das nächste Level vorzurücken.

Der ‚Trick'-Modus ist eigentlich der Kern der Spiels und wurde von den Entwicklern scheinbar bei 'Tony Hawk's Pro Skater' abgeguckt. Sie hätten aber vielleicht genauer hinschauen sollen. Ziel im Trickmode ist es möglichst viele Punkte zu kassieren. Dazu muss man - wie der Name vermuten lässt - Tricks und Stunts ausführen. Dazu nutzt ihr als Wakeboarder die Bugwelle des Bootes, das euch zieht. Um einen Stunt zu springen, verlasst Ihr die Bugwellen nach außen, drückt eine bestimmte Tastenkombination und quittiert diese mit Kreis bevor Ihr zu dicht an der Welle seid. Habt ihr alles richtig gemacht, führt der Boarder den Sprung aus. Wie bei 'Tony Hawk' gibt es auch bei 'Burstrick' sehr, sehr viele dieser Tricks, die sich aber leider alle ähneln, da man nur die Welle als Rampe für die Sprünge hat. Alle Tricks werden euch auf Wunsch auch in einem Tutorial erklärt und ihr könnt sie dann üben - ein netter Service.

Burstrick Wakeboarding
Die Wahl eures Charakters fällt nicht schwer.

In beiden Modi habt ihr die Wahl zwischen fünf Boards (und einem versteckten) sowie sieben (plus zwei) Boardern. Alle haben verschiedene Eigenschaften, die ihr aber in der Praxis kaum spürt. So kann ein Boarder besser fahren, der nächste Springen. Einen Unterschied werdet ihr aber - wie gesagt - nur sehr schwer feststellen können.

Kritisieren muss man auch die Steuerung. Der Boarder reagiert einfach zu träge, wenn ihr einen Richtungswechsel durchführen wollt. Dabei wäre es eigentlich von Nöten, dass er schnell reagiert, wenn ihr zum Beispiel im 'Obstacle'-Modus einen Sprung noch erwischen wollt, oder ein paar Ringe erst spät erkennt.

Der Sound besteht hauptsächlich aus den Motorengeräuschen des Bootes, dem Rauschen des Wassers, ein wenig Hintergrundmusik und ab und zu johlende Zuschauer - nichts besonderes halt.

 

Fazit

Gameswelt Redaktion - Portraitvon Gameswelt Redaktion
Aus ‚Burstrick' hätte sich mehr machen lassen. Die Spielidee ist eigentlich sehr gut, das Prinzip von Spielen wie 'Tony Hawk's Skateboarding' ja auch schon bewährt, aber leider scheiterten die Entwickler von ‚Burstrick'. Die Grafik ist einfach zu körnig, die Steuerung zu lahm für ein Spiel, in dem man schnell reagieren muss. Die Stunts sind zwar ganz nett animiert (vorgefertigte Animationen), aber überzeugt hat mich das nicht. Der 'Trick'-Modus ist sowieso ziemlich öde, weil man auf einem See immer im Kreis fährt. Wenn man die meisten Stunts mal gemacht hat, dann wird es schnell langweilig. Der 'Obstacle'-Modus macht da schon viel mehr Spaß. Die Jagd nach den Ringen, beziehungsweise Sprüngen kann einen durchaus fesseln. Leider geht viel Spaß wieder durch die Grafik verloren, die es einfach nicht ermöglicht, die Hindernisse rechtzeitig zu sehen.  

Wertung

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    60
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