Test - Call of Duty 3 : Ab an die Front!

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Panzer auf zwölf Uhr

Unten links am Bildschirm könnt ihr das Radar erkennen. Dieses zeigt nicht nur eure Kameraden, sondern auch das nächste Missionsziel an. In fast jeder Mission erhaltet ihr zu Beginn ein Ziel, meist passiert aber immer etwas Ungeplantes, sodass ihr neue Instruktionen von eurem Sergeant erhaltet. Diese Ereignisse sorgen dafür, dass ihr ständig umdenken müsst und nie wisst, was auf euch zukommt. Ab und an kommt es sogar vor, dass euch das Spiel mehrere Missionsziele gleichzeitig anzeigt. Ihr könnt dann selbst entscheiden, welches ihr zuerst erledigt. Entweder erschließen sich dadurch alternative Routen, wie etwa ein Frontal- oder ein Flankenangriff auf einen Stützpunkt, oder aber die Entscheidung, ob ihr lieber zuerst die Flak- oder die Mörser-Stellung zerstören möchtet. Größtenteils nimmt euch das Spiel aber an die Hand und ist recht linear aufgebaut.

In ‘Call of Duty 3‘ könnt ihr auch Fahrzeuge steuern. Neben Jeeps und Truppentransportern steigt ihr als Kanonier in den Beiwagen eines Motorrads. Nur als polnischer Soldat habt ihr allerdings das Privileg, in einem Panzer zu fahren und damit die Deutschen aus der Normandie zu vertreiben. Diese kleinen Fahrzeugsequenzen sorgen für die nötige Abwechslung im Gameplay, wenn sie auch nicht sonderlich anspruchsvoll ausgefallen sind. Beim Anbringen von Sprengstoff ist ebenfalls richtige Handarbeit gefragt. Anders als noch im Vorgänger müsst ihr die eingeblendeten Tasten schnell drücken, um den Sprengstoff zu installieren. Die Deutschen schauen dabei natürlich nicht seelenlos zu und beschießen euch weiterhin. Neben einer Rudereinlage über einen Fluss müsst ihr euch auch im Nahkampf den Wehrmachtssoldaten stellen. Hierbei ist in einer Art Quick-Time-Event eure Reaktions- und Ausdauerfähigkeit gefragt.

Quer durch die Normandie

Die Singleplayer-Kampagne umfasst 14 Missionen. Innerhalb dieser Missionen wird euch einiges geboten. Mal seid ihr in einem französischen Dorf unterwegs, das andere Mal rennt ihr den Deutschen in einem Schloss hinterher. Das Abwechseln der Ortschaften ist gut gelungen und erfordert ständig eine andere Vorgehensweise. Besonders die Gefechte im offenen Gelände sollten nicht unterschätzt werden. Die gegnerischen KI-Kämpfer gehen dabei relativ klug zu Werke. Ständig suchen sie nach Deckungsmöglichkeiten und verlassen diese nur, wenn ihr ihnen mit eurem Trupp zu nahe kommt. Auch vor einem Granateneinsatz scheuen sie nicht zurück, kommentieren dies netterweise aber immer. Granaten könnt ihr übrigens wieder zurückwerfen, sofern die Zeit dafür ausreicht. Doch Vorsicht: Eure Gegner beherrschen die gleiche Technik. Neben normalen Splittergranaten finden sich in eurem Gepäck auch noch die hilfreichen Rauchgranaten. Mit diesen nebelt ihr die Umgebung ein und könnt im Schutz des Rauches an MG-Nestern vorbeischleichen. Kommt euch ein Gegner trotzdem mal zu nahe, haut ihr ihm mit dem Gewehrkolben einfach eine über die Rübe. Geübte Spieler haben sich auf dem normalen Schwierigkeitsgrad in knapp neun bis zehn Stunden durch die Normandie gekämpft.

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