Test - Chicken Run : Chicken Run

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Chicken Run
Nick und Fetcher können euch helfen, Dinge zu besorgen.

Die Tweedys und andere Gefahren
Auch die Farmbesitzer, Mr und Mrs Tweedy, lungern immer auf dem Gelände, dem Gehege, in oder vor Gebäuden herum und versuchen Hühner zu finden, die sich verirrt haben. Allerdings ist ihre Sichtweite nicht so gross wie die der Hunde, so dass sie erst gefährlich werden, wenn ihr ihnen sehr nahe kommt. Wenn sie euch allerdings entdecken, dann gibt's keine Fluchtmöglichkeit mehr und ihr werdet direkt geschnappt.
Interessant ist das Herumschleichen vor allem in der Nacht: Neben den oben genannten Gegnern sind einzelne Teile der Farm beleuchtet, andere wiederum werden zusätzlich durch Scheinwerfer abgesucht. Diese Flächen gilt es natürlich zu meiden, da ihr dort entdeckt werdet und die Hunde in Alarmbereitschaft versetzt. Das kommt doch dem Versuch aus einem Gefängnis auszubrechen irgendwie ziemlich nahe, oder?

Minigames
Habt ihr es endlich geschafft, die nötigen Dinge zu beschaffen und diese irgendwie in die als Werkstätten dienenden Ställe zu schaffen, gilt es, kleine Spielchen zu bestreiten. Das Ziel dabei ist immer, innerhalb einer vorgegebenen Zeit möglichst vielen Hühnern mit der eben gebauten Maschine die Flucht zu ermöglichen. Bestreitet ihr diese Aufgabe gut, so wird euch zur Würdigung eures Einsatzes ein Orden verliehen.
Eine besondere Stellung innerhalb dieser Minigames nimmt das Eierlegen-Spiel ein: Hier müsst ihr drei Hennen füttern, damit diese Eier legen. Sobald die frisch gelegten Eier die Sammelrutschen herunterkullern, müsst ihr sie mit einem Korb auffangen, bevor sie zu Boden fallen. Wichtig ist das Sammeln dieser Eier vor allem darum, da sie auf der Farm sozusagen als Währung dienen: Mit ihnen bezahlt ihr die beiden Ratten Nick und Fetcher, die euch Dinge besorgen können, an die ihr als Henne nicht herankommt.


Chicken Run
Der letzte Fluchtplan

Steuerung
Während ihr in der Gegend 'herumhühnert', seht ihr eure Heldin von hinten aus der 3rd-Person-Perspektive, und sobald ihr an einer Wand entlangschleicht, könnt ihr Ginger ab und zu auch von vorne betrachten. Die Kamera lässt sich zudem meistens noch drehen, was aber oft nicht viel bringt, weil der Sichtwinkel schon automatisch in der optimalen Position gewählt wurde. Um vor herannahenden Hunden und den herumlungernden Tweedys frühzeitig gewarnt zu sein, steht euch zudem ein Radar zur Verfügung, auf dem ihr herumlaufende Objekte mitsamt ihrem Sichtfeld erkennen könnt. Solange ihr unentdeckt bleibt, ist dieses Radar grün, werdet ihr aber verfolgt, färbt es sich rot - das kennen wir doch eigentlich schon aus 'Metal Gear Solid' ...
Neben laufen, flattern und mit Rosenkohl werfen, könnt ihr allerdings Gegenstände nicht immer bloss vom Boden einsammeln. Mit der Aktionstaste müsst ihr auch Kisten, Stühle und weitere Dinge herumschieben, Schalter drücken und andere Tätigkeiten ausführen, um an eure Maschinenbauteile zu gelangen. Ausserdem steuert ihr nicht immer nur Ginger durch die Gegend, sondern übernehmt auch die Steuerung des Gockels Rocky oder der beiden Ratten Nick und Fetcher. An manche Objekte gelangt ihr nämlich nur zu zweit.


Chicken Run
In der Pastetenmaschine

Grafik und Sound
Die Hennen sehen nicht übel aus und die ab und zu eingestreuten Ausschnitte aus dem Film sehen einerseits toll aus und treiben andererseits die Handlung voran. Insgesamt ist die ganze Spielfläche zwar nicht gross, die einzelnen Areale wurden aber gut gemacht.
Die Musik ist atmosphärisch und wechselt auch innerhalb der Minigames. Neben der Hintergrundmusik hört ihr während dem Herumlaufen meist nur die Schritte eures Huhns. Wenn ihr hüpft, kommt ein Gackern dazu und wenn ihr von einem Hund entdeckt werdet, hört ihr ihn knurren und bellen - das war's. Gut gelungen sind wiederum die Stimmen der Hennen in den Zwischensequenzen.

 

Fazit

von Ronny Mathieu
'Chicken Run' ist eine technisch gut gemachte Filmumsetzung, die durchaus ihren Reiz hat. Vor allem die Minigames, in denen ihr die selbstgebastelten Ausbruchsmaschinen bedienen müsst, machen grossen Spass und bieten eine angenehme Abwechslung. Ebenfalls toll sind die Filmsequenzen und die Stimmen der Hühner, so dass der Film im Hinterkopf immer präsent bleibt. Auf Blut und Gewalt wurde gänzlich verzichtet, so dass auch jüngere Spieler ihren Spass haben dürfen. Störend ist die eingeschränkte Sicht und der Umstand, dass die Kamera ab und zu ebenfalls Probleme hat, den optimalen Winkel zu finden. Die Orientierung im Gelände wird dadurch nicht einfach gemacht, so dass ihr auch herannahende Gegner manchmal erst im letzten Moment erkennen könnt. Natürlich gibt es dafür das Radar, wobei es doch ganz interessant wäre, einmal aus der Sicht einer Henne herumzurennen. Ebenfalls zu kritisieren ist die zuweilen etwas hakelige Steuerung, wobei man allerdings auch argumentieren kann, dass Hühner ja im 'Zickzack'-Schritt laufen... Insgesamt lässt sich sagen, dass dieses Spiel aufgrund des niedrigen Schwierigkeitsgrades doch eher etwas für Kinder ist, obwohl das zu Grunde liegende Hühnerpasteten-Thema doch eigentlich eine blutige Angelegenheit wäre. Geübte Spieler werden jedenfalls nicht lange an dem Game zu knabbern haben, da vor allem auf der Rätsel-Seite grössere Innovationen fehlen. Wer den Film mag und Fan der Knetgesellen ist, sollte sich den Titel jedenfalls sicher einmal näher ansehen.  

Wertung

  • PSone
    75
    %

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