Test - Civilization 4 : Civilization 4

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Es ist endlich soweit: Nach dem etwas schwächeren dritten Teil servieren uns Sid Meier und die Mannen von Firaxis mit 'Civilization 4' eine weitere Episode der weltweit beliebten Strategieserie. Doch was erwartet uns? Ein erneuter Tiefschlag oder doch endlich wieder der erhoffte Meilenstein? Die nächsten Zeilen liefern die Antworten auf diese Fragen.

Kurz nach dem Release von 'Civilization 3' brandete in den Reihen der großen Fangemeinde durchaus die ein oder andere Welle der Kritik auf. Spielerisch war eigentlich bis auf kleinere Ausnahmen alles in Ordnung, doch gerade im Bezug auf die Präsentation bestand extrem viel Nachholbedarf. Die Jungs von Firaxis nahmen sich das alles zu Herzen, gingen lange Zeit in sich und begannen dann endlich mit der Entwicklung des offiziellen Nachfolgers. Dieser besinnt sich nicht nur auf die Wurzeln der Serie sondern hat auch grafisch einiges zu bieten – zumindest ansatzweise.

So wie früher

Wer noch nie ein Spiel der 'Civilization'-Serie in Händen hielt, ist anfangs nur schwer von dessen Faszination zu überzeugen. Komplexes Regelwerk, rundenbasierende Spielzüge und zahlenlastige Statistiken lassen den eigentlichen Reiz des Strategiewerks nur schwer erkennen. Damit gerade Anfänger leichter ins Spiel finden, spendieren die Entwickler ein ebenso umfangreiches wie lehrreiches Tutorial, das kaum eine Frage offen lässt. Niemand anderes als Serienvater Sid Meier persönlich erklärt die grundlegenden Mechaniken und versorgt euch mit hilfreichen Tipps und Tricks. Besonders geduldige Naturen schlagen sich auch durch das extradicke Handbuch, das ebenfalls unzählige Informationen bereithält. So faszinierend ein 'Civilization' auch ist, man muss ehrlich sein: Ohne diese Einstiegshilfen sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Ist diese Hürde jedoch erst mal genommen, sollte man auch sofort loslegen. Das Herzstück von 'Civilization 4' ist der bekannte Endlosmodus, der euch ins Jahr 3500 v. Chr. versetzt und die simple Aufgabe bereithält, die gewählte Nation zum Sieg zu verhelfen. Das ist natürlich leichter gesagt als getan, doch dazu später mehr. Zunächst wählt ihr eines von insgesamt 18 verschiedenen Völkern aus, unter denen sich beispielsweise auch die Deutschen befinden. Einige Nationen bieten zwei verschiedene Oberhäupter, die unterschiedliche Vor- und Nachteile mit sich bringen. Um beim Beispiel der Deutschen zu bleiben: Bismarck steht für Industrialisierung, während Friedrich das Kulturgut seines Volkes in den Vordergrund stellt. Schon hier entscheidet ihr euch zumindest ansatzweise für eine der verschiedenen Siegbedingungen. Diese reichen von der Beherrschung der Welt bis hin zum bekannten Bau eines Siedlerraumschiffes, das sich auf den Weg nach Alpha Centauri macht.

Gewohntes sinnvoll ergänzt

Das Spielgeschehen präsentiert sich zunächst unverändert. Mit ein paar klapprigen Siedlern auf einem unerforschten Kontinent beginnt die Erfolgsgeschichte eurer Nation. Also flugs eine erste Stadt gegründet und mit dem Ausbau des Imperiums begonnen. Bautrupps errichten in der direkten Umgebung Bauernhöfe, Minen etc., die für den wichtigen Nachschub an Nahrung, Gold, und Produktionsressourcen sorgen. Ohne diese entwickelt sich die anfängliche Siedlung recht gemächlich – und das ist noch optimistisch formuliert. Doch der Weg zu einem florierenden Weltreich hält noch weitere Stolpersteine bereit. Ohne ein gut ausgebautes Straßennetz bewegen sich die Einheiten unnötig langsam über die Karte und auch die Staatsgrenzen sollten ausgedehnt werden. Dies geschieht durch die Erhöhung den so genannten Kulturwert, der mit Hilfe von Künstlern und entsprechenden Gebäuden angekurbelt wird.

Apropos Gebäude: Diese spielen ebenfalls wieder eine große Rolle. Ohne ein anständiges Aquädukt, erstickt eine aufstrebende Stadt schon bald im eigenen Dreck und eine Forschungszentrale ist ohne entsprechende Bibliothek überhaupt nicht denkbar. Hand in Hand mit der glücklicherweise nicht mehr epochal gegliederten Forschung entwickelt ihr in bekannter Art und Weise neue Staatsformen, Einheiten und Technologien. Je nach Vorliebe solltet ihr schon früh einen konkreten Weg einschlagen. Wer auf Kämpfe steht, konzentriert sich am besten schon früh auf Maschinenbau und bessere Kampfeinheiten.

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