Test - Clock Tower 3 : Clock Tower 3

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Nach bereits drei Teilen auf der PSone und einem auf dem SNES geht es für die 'Clock Tower'-Serie nun in eine neue Runde. Unter dem wenig innovativen Titel 'Clock Tower 3' begebt ihr euch mit der 15-jährigen Heldin Alyssa in ein äußerst bizarres und groteskes Abenteuer, ganz nach Genre-Manier. Ob sich der Titel gegenüber der hochwertigen Konkurrenz durchsetzen kann, könnt ihr im Review nachlesen.

Clock Tower 3
Geistern wie diesem gilt es stets zu helfen.

Dubiose Verzerrungen und aparte Vorkommnisse
Wie das Intro bereits verrät, dreht sich bei 'Clock Tower 3' alles um die junge Alyssa, die vor Jahren von ihrer Mutter in ein Internat geschickt wurde und seitdem auf ein Lebenszeichen wartet. Eines Tages ist es dann auch soweit: Es ereilt sie ein Brief ihrer Mutter, in dem sie Alyssa dringend ans Herz legt, sich an ihrem 15. Geburtstag an einem sicheren Ort zu verstecken. Als Alyssa dann auch noch einen Anruf von Zuhause bekommt, sich aber niemand am anderen Ende meldet, ist der gut gemeinte Rat ihrer Mutter schnell vergessen und sie macht sich auf den Weg nach Hause. Dort angekommen, erwarten sie ein auf den ersten Blick völlig leeres Haus und ein fremder, unheimlicher Mann, der nach einem kurzen Dialog und dem beängstigenden Satz 'You belong to me!' in die obere Etage verschwindet. Ab hier beginnt das Spiel, ihr übernehmt Alyssas Steuerung und begleitet sie auf der Suche nach ihrer Mutter und ihrem vermisst geglaubten Großvater - durch eine spielerisch wie auch storymäßig bizarre Geschichte. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich, nebenbei bemerkt, nicht auswählen, ist aber anfangs nicht allzu schwer ausgefallen, was einen halbwegs komfortablen Einstieg möglich macht.

Clock Tower 3
Auf frischer Tat ertappt - einer der schrecklichen Mörder.

Geister, blutverschmierte Leichen und ein 15-jähriges Mädchen
Die eigentliche Aufgabe und Bestimmung von Alyssa wird allerdings erst mit der Zeit wirklich klar. Seit vielen Generationen liegt nämlich ein Fluch auf der Familie, der dafür verantwortlich ist, dass sämtliche weiblichen Nachkommen zwischen ihrem 15. und 20. Lebensjahr übernatürliche Fähigkeiten erlangen und sich der Geistervernichtung annehmen müssen. Ganz genau so ergeht es auch Alyssa, die bekanntlich kurz vor ihrem 15. Geburtstag steht. Bald ist für sie klar, dass es kein Entkommen gibt und sie sich ihrer wahren Bestimmung zuwenden muss. So begebt ihr euch mit einem eher unfreiwilligen Zeitsprung in das London der 40er-Jahre und beginnt dort mit der Geisterbekämpfung. Das ganze Spiel hindurch erwarten euch solche Portale, die euch an befremdende Orte bringen, an denen bereits zahlreiche Geister auf ihre Erlösung warten. Die beängstigenden Geschöpfe lassen sich jedoch nur erlösen, wenn ihr ihnen einen letzten Dienst erweist. Dies läuft dann in der Regel so ab, dass ihr tote Körper inspiziert und damit verbundene, verloren geglaubte persönliche Gegenstände zurückbringen müsst, damit sich die geplagten Seelen ihrem ewigen Frieden widmen können.

Clock Tower 3
In Bosskämpfen gibt's den magischen Bogen als Bewaffnung.

Zu euren Aufgaben kommen aber noch skrupellose, monströse Mörder, die euren Weg immer wieder kreuzen, Alyssa durch die Gegend verfolgen und euch am Ende jedes Ortes als Bosse entgegentreten. Dabei zeugen nicht nur die meist unfreiwilligen Opfer, sondern auch die Zwischensequenzen, in denen es hart zur Sache geht, von solch erschreckend detaillierter Darstellung und Brutalität, dass sich 'Clock Tower 3' keinesfalls für empfindlichere Zeitgenossen, geschweige denn für Spieler der jüngeren Semester empfehlen lässt.

 

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