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Spiel der Woche 24/04: Codename: Panzers - Phase One

Spiel der Woche 24/04: Codename: Panzers - Phase One

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Stormregion lässt die Panzer losrollen und lädt in ’Codename: Panzers’ zur gepflegten WW2-Materialschlacht ein. Schon frühere Präsentationen ließen einen Strategie-Kracher vermuten und man wartet seitdem gespannt auf die Fertigstellung des Titels. Soviel sei schon verraten: Mit ’Codename: Panzers’ erreicht das Genre der taktischen Militär-Strategie eine neue Dimension.

Das historische Umfeld von ’Codename: Panzers’ deckt ausschnittsweise in Szenarien, und in Abhängigkeit der gespielten Seite, den kompletten Zeitraum des Zweiten Weltkriegs ab. So erlebt und spielt man auf Seiten der Deutschen den Kriegsausbruch ab 1939 mit dem Überfall auf Polen und die Besetzung Frankreichs bis hin zur Offensive gegen die Sowjetunion mit der Besetzung Stalingrads 1942. Wählt man die Alliierten, so beginnt deren Kampagne mit der Landung in der Normandie, die unter den Namen ’D-Day’ Einzug in die Geschichte fand, und setzt sich weiter abwechselnd mit britischen und amerikanischen Truppen bis hin zur Eroberung des Adlerhorstes fort. Die Missionen der Roten Armee hingegen starten in Moskau im Winter des Jahres 1941.

So warten im Singleplayer-Modus insgesamt drei Kampagnen mit 30 Missionen, die in einer Auswahl interessanterweise auch im Coop-Modus zu zweit gespielt werden können, darauf, bewältigt zu werden. Dabei spielt ihr jeweils einen der Helden, die mit ihren zahlenmäßig begrenzten Einheiten bei ihren Vorgesetzten für Eindruck sorgen sollen. Hier steckt auch das Hauptaugenmerk des Echtzeitstrategie-Spiels: Über Sieg und Niederlage entscheidet nicht eine Materialschlacht mit unendlichem Nachschub an Kanonenfutter, sondern der gezielte Einsatz der begrenzt zur Verfügung stehenden Kampfverbände. Allein das Ansehen entscheidet über die Stärke der eigenen Armee.

Die Mischung macht’s

Monokulturen haben in der Natur wenig Überlebenschancen, so hilft es euch auch in ’Codename: Panzers’ nicht, mit nur einem Truppenteil in die Schlacht zu ziehen – stößt man auf die Konter-Einheiten ist der Feldzug schnell zu Ende. Die Auswahl an historischem Kriegsgerät kann sich denn auch sehen lassen: Unterschiedliche Ausführungen von Artillerie- und Panzerabwehgeschützen, Logistik- und Transportfahrzeuge sowie diverse Panzer-Modelle unterstützen die Infanterie-Einheiten. Diese setzen sich zum Beispiel aus einfachen Gewehr- und MG-Schützen aber auch Flammenwerfern, Sanitätern und Scharfschützen zusammen.

Je nach Auftragsziel empfiehlt es sich, die Zusammensetzung an die bevorstehende Mission anzupassen. In engen Straßenzügen kommt eine Panzerarmee und schweres Gerät nur sehr schwer voran und ist anfällig gegen feindliches Feuer aus den unüberschaubaren Versteckmöglichkeiten einer Stadt. Im offenen Feld dagegen kann man es dann so richtig krachen lassen und aus allen Rohren feuern, wobei sich das Fußvolk eher in die zweite Reihe hinter die schützenden Fahrzeuge begeben sollte.

Die einzelnen Missionen der Kampagne sind durchweg sehr spannend gestaltet und werden nicht selten um neue Ereignisse erweitert. Ein Kompliment geht dabei auch an den frei wählbaren Schwierigkeitsgrad, der sich an das Niveau von Anfängern und Profis perfekt anpasst und bei keiner Spielernatur Langeweile oder Verzweiflung aufkommen lässt. Beeindrucken können auch die zahlreichen, gut gemachten Zwischensequenzen, die nicht selten auch mitten in einer Mission eingebaut wurden.

Was schön aussieht, spielt sich auch so

Die grafischen Qualitäten von ’Codename: Panzers’ lässt einem aufgrund der sehr detaillierten Einheiten und der phantastisch ausgestatten 3D-Umgebungsgrafik oft buchstäblich die Kinnlade runterfallen. Selten konnte ich einen Titel spielen, der mit einer derart hochwertigen Grafik und einer mit viel Liebe zum Detail gestalteten, sehr abwechslungsreichen Umgebung - in der man immer wieder neue Entdeckungen macht - aufwarten kann. Aber nicht nur das: Auch das Terrain kann in Schutt und Asche gelegt und fast alles, was sich den Panzern in den Weg stellt, kann gnadenlos über den Haufen gefahren oder in die Luft gesprengt werden. Vorsicht: Das weckt nicht selten verborgene, zerstörerische Triebe. So manche Stadt war nach dem Einmarsch unserer Truppen nicht mehr wieder zu erkennen. Angeforderte Luft- und Artillerieschläge tun ihr Übriges.

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