Test - Colin McRae Rally 2.0 : Colin McRae Rally 2.0

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Colin McRae Rally 2.0
Trotzdem noch gut unterwegs.

Wagen und Strecken
Zu Beginn eurer Karriere stehen euch lediglich sechs Wagen zur Verfügung, darunter ist natürlich auch der Ford Focus, das Haus- und Hof-Fahrzeug von Meister McRae, zu finden. Erst wenn ihr mit der Schwierigkeits-Einstellung Fortgeschrittene oder Experten in der Meisterschaft Fortschritte erzielt, werden weitere Wagen verfügbar. Das könnte dann zum Beispiel ein Lancia Delta Integrale oder ein Sierra Cosworth sein.

Die Vielfalt der Strecken kommt ebenfalls erst im Verlauf des Spiels zum Vorschein, da auch diese zuerst freigespielt werden wollen, wie immer im Meisterschaftsmodus. Vertretene Länder sind Grossbritannien, Finnland und Schweden im Norden, Frankreich, Italien und Griechenland im Süden Europas, und als Exoten sind noch Australien und Kenia dabei. Übrigens hat es in Kenia nicht so viele Bäume, in die ihr hineinfahren könnt...


Colin McRae Rally 2.0
In der Fahrer-Perspektive kommt das Tempo gut rüber.

Steuerung und Feintuning am Fahrzeug
Gesteuert werden eure Boliden entweder per Tastatur oder einen Gamecontroller. Den grössten Spielspass gibt es natürlich mit einem Lenkrad, am besten mit Force-Feedback. Die Fahrdynamik wurde toll umgesetzt, ohne jedoch den Fahrspass zu beeinträchtigen - anders gesagt: es ist nicht die Schuld der Steuerung, wenn ihr wieder einmal frontal in einen Baum kracht. Zusätzlich zur frei konfigurierbaren Tastenbelegung lassen sich auch die Fahrzeuge individuell auf die jeweilige Strecke einstellen. Vor dem Start und zur Halbzeit einer Rallye könnt ihr in einem Setup-Menu per Schieberegler das Fahrverhalten beeinflussen: Die Verteilung der Bremskraft, Bremsverteilung, Aufhängung, Bereifung, Lenkempfindlichkeit und Beschleunigung können dem persönlichen Fahrstil, dem Terrain und Wetter angepasst werden. In Schweden kann es schon mal schneien, in Grossbritannien habt ihr mieses Regenwetter und in Griechenland ist die Strasse staubtrocken. Ihr müsst also immer mit landestypischen Bedingungen rechnen.

Besonders gefallen dürfte dem Ungeübten das einschaltbare Automatik-Getriebe, so dass der Renneinstieg erleichtert wird. Wer sich etwas sicherer fühlt, sollte aber manuell schalten, da dadurch die Kurven doch präziser genommen werden können.


Ein Beifahrer muss sein
Um sicher und vor allem schnell die jeweilige Strecke hinter sich zu bringen, ist ein Beifahrer unerlässlich. Besonders für Anfänger wird diese Sprachausgabe des mitfahrenden Kollegen zuerst als blosser Realitäts-Gimmick vorkommen. Spätestens nach ein paar knackigen Abflügen in die Umgebung wird aber die Nützlichkeit dieses Features deutlich. Er gibt euch genaue Anweisungen über den kommenden Abschnitt und informiert euch, wie die kommende Passage zu fahren ist. Angegeben wird zum Beispiel die Distanz zur nächsten Kurve, wie eng diese ist und ob gefährliche Hindernisse am Strassenrand vorhanden sind - den Bäumen müsst ihr selber ausweichen...


Colin McRae Rally 2.0
Auch in der Nacht schnell unterwegs.

Mehrspieler
Besonderen Wert wurde auf den Multiplayer-Modus gelegt, denn dieser ist für LAN-Spiele optimiert. Bis zu acht Spieler können über ein Netzwerk spielen, wobei die Qualität natürlich wiederum von der Verbindung, der Auslastung des Netzwerks und der CPU-Geschwindigkeit abhängt. Ebenfalls möglich ist das Zusammenschliessen zweier Spieler über ein Modem, oder eine Direktverbindung über die serielle Schnittstelle. Des weiteren könnt ihr euch auch über Internet mit anderen Spielern messen - allerdings könnt ihr euch ja denken, dass dort die Performance nicht gerade berauschend ist.


Grafik und Sound
Die Autos sehen einfach toll aus. Licht- und Schatteneffekte, Reflexionen in den Heckscheiben und auch das Schadensmodell machen einen sehr guten Eindruck. Wenn der Wagen nach zahlreichen Crashs Stück für Stück auseinanderzufallen droht, könnt ihr auch sehen, dass etwas vorsichtigeres Fahren angesagt ist.

Colin McRae Rally 2.0
Wettkampf-Modus.

Im Gegensatz dazu stehen die Gebäude, die ziemlich einfach gehalten sind, sowie die Zuschauer, die aus der Nähe wie aufgestellte Pappkameraden aussehen. Besonders für ältere Rechner ist es Segen, dass die Grafik-Einstellungen ziemlich frei einstellbar sind und damit das Spiel mit akzeptabler Frame-Rate gespielt werden kann.

Auch der Sound ist gelungen, hat doch jedes Auto seinen eigenen Klang. Nicht zu vergessen ist dabei euer Beifahrer, der euch während der Fahrt wertvolle Anweisungen gibt. Die Musik ist nichts Spezielles, stört aber auch nicht - ansonsten könnt ihr sie ja immer noch abschalten.

 

Fazit

von Ronny Mathieu
Durch die Kurven schlittern, auf dem Beifahrersitz der ständig Anweisungen gebende Kollege, gespannte Konzentration, heulende Motoren und keine Zeit die Umgebung anzuschauen - Spielspass pur. 'Colin McRae Rally 2.0' ist sicher eines der besten Spiele dieses Genres, das ihr kriegen könnt. Schon allein die detailliert gemachten Autos und die tollen Licht- und Schatteneffekte machen das Spielen zum optischen Vergnügen. Die vielen Einstellungsmöglichkeiten an den Fahrzeugen und die verschiedenen Spielmodi tun ihr übriges, um den Spielspass auch über längere Zeit zu gewährleisten. Kritisieren lässt sich lediglich die zuweilen etwas dünne Umgebungsgrafik, vor allem, da flüssiges Spielen ziemlich viel Rechenpower und eine gute Grafikkarte verlangt, um mit den anspruchsvolleren Grafikeinstellungen zu Rande zu kommen. Alles in allem aber ein toller Titel, der bei jedem Auto-Freak unbedingt auf die Festplatte gehört.  

Wertung

  • PC
    92
    %

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