Test - Colin McRae Rally 3 : Colin McRae Rally 3

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Lange mussten die Rallye-Fans unter den PC-Spielern auf den Nachfolger des legendären 'Colin McRae Rally 2.0' warten. Nun steht das Spiel endlich in den Läden - Monate nach der Konsolen-Version. Diesmal steht Codemasters Rallye-Simulation ganz unter dem Zeichen von Colin McRae, seinem Ford Focus und Co-Pilot Nicky Grist, auch wenn die letzten beiden Punkte mittlerweile durch den Teamwechsel von McRae nicht mehr aktuell sind. Wir waren gespannt und haben uns sofort auf staubige Pisten begeben.

Colin McRae Rally 3
Wer will, kann anhand von Telemetriedaten am Auto basteln.

Nach der Installation des Spiels von den drei CDs gab es allerdings erst einmal ratlose Gesichter, denn das Spiel weigerte sich beharrlich, uns ein Rennen starten zu lassen. Erst eine ausgiebige Suche in diversen Foren brachte Abhilfe: 'Colin McRae Rally 3' erfordert ein aktiviertes VSync in den Grafikkarten-Einstellungen. Ein kleiner Hinweis im Handbuch hätte da sicher Wunder gewirkt, denn viele Spieler haben diese Option aufgrund besserer Performance deaktiviert. Nun gut, nach entsprechender Einstellung geht es nun endlich ans Eingemachte.

Zum Warmwerden: die Einzelprüfungen
Zwei Spielmodi lachen uns in den Optionen des etwas umständlichen Menüs entgegen, nämlich die 'Meisterschaft' und die 'Wertungsprüfungen'. Zum Warmwerden fangen wir mit den Einzelprüfungen an, die ihr entweder allein oder mit bis zu drei weiteren Spielern absolvieren könnt. In letzterem Falle habt ihr die Wahl, ob ihr abwechselnd fahrt oder das Rennen im Splitscreen absolviert, ein Netzwerk-Modus ist nicht vorhanden. Um es auch gleich vorweg zu sagen: Die Meisterschaft kann gar nicht mit mehreren Spielern absolviert werden, womit einer der abendfüllenden Pluspunkte des Vorgängers nicht mehr vorhanden ist. Schade eigentlich, denn Spiele wie 'DTM Race Driver' zeigen deutlich, dass es wesentlich mehr Möglichkeiten gibt, wie beispielsweise das Zusammenstellen eigener Meisterschaften.

Colin McRae Rally 3
In Japan beeinträchtigt Regen unsere Sicht.

In den Einzelprüfungen habt ihr die Wahl aus insgesamt acht Fahrzeugen sowie diversen Strecken der acht enthaltenen Länder, wobei ihr den Großteil der Strecken erst im Meisterschafts-Modus freifahren müsst. Die Fahrzeuge entsprechen dem üblichen Standard, der Ford Focus ist ebenso vorhanden wie der Subaru Impreza oder der Lancer. Schade, dass nicht auch Peugeot vertreten ist, aber nun gut. Nach der Auswahl von Fahrzeug und Strecke kommt die nächste erfolglose Suche, denn es gibt in den Einzelrennen keine Einstellungs-Optionen für das Fahrzeug - wieder ein klares Manko für den begeisterten Rallye-Fahrer. So brettert ihr dann mit Default-Optionen über die Pisten und könnt zum Schluss eure Bestzeit als Highscore eintragen, das war's dann aber auch schon.

Meisterschaft mit Einschränkungen
Hoffen wir also, dass der 'Meisterschafts'-Modus interessanter wird. Aber auch hier gibt es schnell lange Gesichter, außer man ist wirklich eingefleischter Colin-Fan. Ob ihr wollt oder nicht, ihr seid gezwungen, die Meisterschaft als Colin McRae im Ford Focus zu absolvieren. Den Wettbewerb mit anderen Fahrzeugen oder gar selbsterstellten Fahrern zu bestreiten, ist schlichtweg nicht möglich. Ein echtes Ärgernis, unter dem auch ich als Subaru Impreza-Verfechter zu leiden habe, denn mit dem Ford-Vehikel mochte ich noch in keinem Rallye-Spiel so recht warm werden.

Colin McRae Rally 3
Bis zu vier Spieler können im Splitscreen antreten.

Immerhin dauert es eine ganze Weile, bis ihr die Meisterschaft hinter euch gebracht habt. Insgesamt warten auf euch Wettbewerbe in acht Ländern, darunter England, Australien, Japan oder die USA. In jedem Land werden sechs Wertungsprüfungen gefahren sowie eine Sonderprüfung in einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit einem eurer Rivalen. Das macht dann insgesamt 56 Strecken, ein ansprechendes Kontingent also. Die Strecken selbst sind teilweise recht anspruchsvoll, wie zum Beispiel die kurvenreichen japanischen Pisten oder die gewohnt heftigen englischen Strecken. Wie es sich gehört, entscheiden die Punkte, die ihr in den Wettbewerben durch eure Platzierungen erfahrt, über euren Gesamtrang in der Meisterschaft.

 

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