Test - Command & Conquer: Alarmstufe Rot 2 - Yuris Rache : Test

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Nach den Terroranschlägen in den USA hat man sich bei Westwood Studios dazu entschlossen, dass in den Vereinigten Staaten schon in den Läden stehende Add-on zu 'Alarmstufe Rot 2' mit dem Namen 'Yuris Rache' wieder zurückzurufen. Einer der Gründe - neben der kriegerischen Handlung des Spiels - war die Tatsache, dass auf dem Verpackungshintergrund die schwer beschädigte Skyline von New York zu sehen war. Für kurze Zeit hat man bei Westwood und Electronic Arts sogar in Frage gestellt, ob das Produkt überhaupt wieder auf den Markt kommen soll. Die Freunde gepflegter Echtzeitstrategiespiele der alten Schule können nun aber aufatmen - 'Yuris Rache' steht endgültig in den Händlerregalen. Wir wollen in unserem Review für Euch herausfinden, ob die Zusatz-CD ihr Geld auch wirklich wert ist oder ob es sich dabei nur um eine weitere billig zusammengestrickte Sammlung von Missionen handelt, mit der das schnelle Geld verdient werden soll.

Command & Conquer 2: Alarmstufe Rot
Eingenommene Krankenhäuser heilen nun alle eure Soldaten, unabhängig davon, wo sie sich auf dem Schlachtfeld befinden.

Bereits das Intro vermittelt, was man von Spielen aus dem Hause Westwood erwartet: Dichte Atmosphäre, die einen unmittelbar in ihren Bann zieht und Lust auf mehr macht. Die Videosequenzen sind wie im Originalspiel von Schauspielern vor teils realen und teils gekonnt gerenderten Hintergründen aufgenommen worden. Viele der Darsteller sind bereits aus dem Hauptprogramm bekannt, sodass ihr euch sofort heimisch fühlen werdet. Die Story beginnt unmittelbar nach Ende des Konflikts zwischen den Alliierten und den Sowjets, aus dem die westlichen Streitkräfte als Sieger hervorgegangen sind. Womit aber niemand gerechnet hat, ist der Umstand, dass der sowjetische Stratege Yuri überlebt und die Zeit genutzt hat, um eine eigene kleine, dafür umso schlagkräftigere, Armee aufzustellen. In der Hauptsache stützt er sich dabei auf gemeine Psycho-Waffen, die ihn und seine Gefolgsleute schon im Originalspiel zu einer ernsthaften Bedrohung gemacht haben. In seinem Grössenwahn hat er sich nun zum Ziel gesetzt, die ganze Welt zu unterwerfen und sich zum alleinigen Herrscher der Welt aufzuschwingen. Als man sich dessen in den Hauptquartieren der beiden Weltmächte bewusst wird, muss schnell gehandelt werden. Ihr schlüpft in altbewährter Manier in die Rolle des Kommandanten, um mit den euch untergebenen Streitkräften den Kampf gegen Yuri und seine Gefolgsleute aufzunehmen.

Command & Conquer 2: Alarmstufe Rot
Boris hat ein Ziel mit seinem Laserstrahl markiert und schon kommen die MIGs angeflogen, um es zu zerstören.

Wie gewohnt dürft ihr euch aussuchen, ob ihr lieber für die Alliierten oder die Sowjets in den Krieg ziehen wollt. Yuris Armee könnt ihr in den insgesamt 14 neuen Einzelspieler-Missionen nicht befehligen, wohl aber in den Multiplayer-Missionen. Egal für welche Seite ihr euch entschiedet, euer Hauptfeind ist in jedem Fall Yuri. Wie für Spiele aus der 'Command & Conquer'-Reihe üblich, geht es zu Beginn der meisten Mission darum, eine funktionierende Basis aufzubauen. Dazu gehören neben Kraftwerken und Erzraffinierien natürlich auch Kasernen und Waffenfabriken, um einen steten Nachschub an Einheiten sicherzustellen. Auf beiden Seiten werdet ihr zahlreiche Einheiten wiederfinden, die euch bereits aus dem Hauptprogramm bestens bekannt sind. Darüber hinaus haben die Entwickler beiden Seiten auch einige neue Einheiten spendiert. Auf Seiten der Alliierten finden sich so zum Beispiel Panzerjäger, die ihrem Namen alle Ehre machen und ganz besonders im eingegrabenen Zustand eine effektive Waffe gegen feindliche Panzer darstellen. Neben den Seals und sogenannten Kampffestungen, die bis zu fünf Infanteristen aufnehmen können und so mit geballter Feuerkraft durch die Landschaft rollen, sind auch die sogenannten Robotpanzer hinzugekommen. Diese sind oft ganz besonders nützlich, weil sie einerseits mittels Luftkissen über Wasser fahren können und andererseits von Robotern gesteuert werden. Das macht diese Einheiten immun gegen die psychischen Attacken von Yuris Truppen.

Command & Conquer 2: Alarmstufe Rot
Auch Tanja ist dieses Mal wieder mit von der Partie.

Auch auf der Seite der Sowjets hat man sich einige neue Dinge einfallen lassen, musste man doch auch den Verlust von Yuri und seiner Technologie kompensieren: Bei Boris handelt es sich um das sowjetische Gegenstück zu Tanja. Ausgestattet mit einem Schnellfeuergewehr, ist er besonders im Kamp gegen Infanterieeinheiten sehr effektiv. Um feindliche Gebäude zu zerstören, markiert er diese mit einem Laserstrahl, woraufhin ein Geschwader MIGs angebraust kommt, um sie dem Erdboden gleich zu machen. Darüber hinaus haben die Sowjet-Ingenieure dem ohnehin schon stattlichen Waffenarsenal noch Spionageflugzeuge, Belagerungshubschrauber und Gefechtsbunker hinzugefügt.

 

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