Special - Wet Keyboard Contest : Razer Black Widow vs. Corsair K68 RGB

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Im Grunde sind Tastaturen recht ausgereifte Produkte. Hier und da erscheinen mal neue Switches, ab und zu wird an der Beleuchtung geschraubt, doch ansonsten passiert in dem Bereich nicht so wahnsinnig viel. Aber Moment mal, da gibt es doch das leidige Elend mit dem verschütteten Kaffee und den Brötchenkrümeln zwischen den Tasten … Corsair und Razer haben ein Herz für Spieler mit einem unglücklichen Händchen bei der Nahrungsaufnahme und wollen uns mit staub- und wassergeschützten Tastaturen verwöhnen, namentlich der Razer Black Widow Ultimate 2017 und der Corsair K68 RGB. Wir haben die beiden recht ähnlich ausgelegten Tastaturen einem Vergleich unterzogen.

Bei beiden Tastaturen handelt es sich um mechanische Exemplare, die mehr oder minder in der gleichen Preisklasse angesiedelt sind. Die Razer Black Widow Ultimate ist aktuell für 119,99 Euro zu haben, während euch die Corsair K68 RGB mit 139,99 Euro etwas mehr Speck aus dem Sparschwein schnippelt. Gemeinsam haben beide Keyboards, dass es sich um Standardformattastaturen mit Zehnerblock handelt. Und beide sind mit einer IP-Schutzklasse gegen Staub und Wasser ausgestattet. Das Konzept ist ähnlich: Das Innere des Gehäuses ist mit einer Gummiverkleidung ausgestattet, sodass Fremdkörper oder Flüssigkeiten nicht ins elektronische Innenleben gelangen sollen.

Razer Black Widow Ultimate 2017

Beginnen wir mit der Razer Black Widow Ultimate 2017. Das ist keine grundlegend neue Tastatur, sondern ein Update des hinlänglich bekannten Keyboards, das sich äußerlich kaum von seinen Vorgängern unterscheidet. Es handelt sich um eine Tastatur ohne Zusatztasten für Makros oder Multimedia. Spezielle Funktionen werden, wie wir es kennen, mittels FN-Taste als Sekundärfunktion der normalen Tasten genutzt. Ebenso ist die Aufzeichnung von Makros on-the-fly möglich.

Die Razer Black Widow Ultimate verfügt über grüne Schalter, die eigens von Razer entwickelt wurden. Vom Tippverhalten her ähneln sie im Wesentlichen den blauen Switches von Cherry oder Kailh, sind aber einen Tick härter im Anschlag und natürlich entsprechend laut dank ihrer Klickgeräusche. Das ist wie immer Geschmackssache. Schade nur, dass Razer keine alternativen Switches anbietet. Wie die meisten Schalter haben sie einen Schaltweg von 4 mm mit einem Auslösepunkt von 1,9 mm. Schnelles und präzises Zocken ist ebenso möglich wie längere Texte mehr oder minder fehlerfrei in den PC zu hämmern.

Anti-Ghosting, eine Polling Rate von 1.000 Hz und ein Ten-Key-Rollover runden die Features der Tastatur ab. Auch ein Gaming-Modus zur Deaktivierung der Windows-Taste ist vorhanden. Die Beleuchtung setzt auf einfarbiges Razer-Grün, eine willkommene Abwechslung zum üblichen Gaming-Rot. Für die Konfiguration wird die alte Razer-Synapse-Software genutzt, mit der neuen Synapse 3 geht bisher noch gar nichts. Schade.

Die Verarbeitung der Razer Black Widow Ultimate weist keine sichtbaren Schwächen auf, auch wenn auf Kunststoff statt Aluminium gesetzt wird. Allerdings ist die Tastatur nicht gerade leise, das Gehäuse erzeugt einiges an Resonanz und vor allem die Leertaste hallt ein wenig nach.

Razer gibt die Black Widow Ultimate mit der IP-Schutzklasse 54 an. Damit ist die Tastatur gegen Staubablagerungen im Inneren sowie gegen Sprühwasser geschützt. Es macht ihr also herzlich wenig aus, wenn die Hälfte eures Mettbrötchens oder eine Tasse Kaffee auf ihr landen. Natürlich solltet ihr nicht unbedingt einen Tauchgang mit der Black Widow unternehmen oder sie in der Badewanne fluten. Gegen gar nicht so seltene Unfälle in der Hitze des Gefechts ist sie aber gut geschützt. Wasser perlt sauber ab und nach dem Trocknen ist die Tastatur quasi wie neu.

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