Test - Cultures 2 - Die Tore Asgards : Cultures 2 - Die Tore Asgards

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Cultures 2 - Die Tore Asgards
Unsere Armee ist haushoch überlegen.

Verbessertes Bau- und Berufssystem
Nicht nur das Militär wurde überarbeitet, auch im klassischen Aufbausektor gibt es einige Neuerungen. Da wäre zum einen das neue Gebäudesystem mit bis zu fünf Ausbaustufen. Statt ständig neue Gebäude zu bauen, was zu einer großen und unübersichtlichen Siedlung führt, könnt ihr nun vorhandene Gebäude mit Hilfe besserer Baumaterialien wie zum Beispiel Marmor oder Dachziegeln erweitern und anschließend neue Waren darin produzieren. Das Besondere daran ist, dass mehrere Arbeiter gleichzeitig in ein und dem selben Gebäude arbeiten und sogar unterschiedliche Waren herstellen können. So bleibt eure Siedlung überschaubar und durch die kürzeren Wege läuft auch die Produktion schneller.

Auch beim Berufssystem gibt es einige Änderungen. Für den Nachschub an Baumaterial benötigt ihr nun nicht mehr Holzfäller, Lehmsammler und Steinmetz, sondern nur noch einen Abbauer. Zudem wird auch kein Produktionsgebäude mehr benötigt, der Abbauer kann im gesamten Siedlungsgebiet eingesetzt werden und kann seine Waren dort abliefern, wo sie gerade benötigt werden.

Altbewährtes
Am Grundprinzip des Berufsystems wurde jedoch kaum was geändert. Nach wie vor müssen sich eure Wikinger in einen der Grundberufe erst einarbeiten und können anschließend, wenn sie zum Meister aufgestiegen sind, einen neuen Beruf erlernen. So muss ein Farmer erst einmal in der Mühle gearbeitet haben, bevor er zum Bäcker ernannt werden kann. Dieses System wirkt sich auch auf die Warenproduktion aus. Ein Meisterabbauer kann einen Baum mit einem Schlag fällen, während ein Lehrling ein paar Schläge mehr braucht, bis der Baum endlich fällt.

Cultures 2 - Die Tore Asgards
Hier kommt so schnell kein Feind durch.

Sobald einer eurer Wikinger den Meisterbrief erhalten hat, können die anderen Arbeiter seinen Beruf in der Schule direkt erlernen und müssen somit nicht erst alle Berufe des jeweiligen Produktionszweiges durchlaufen.

Das Leben eurer Wikinger besteht jedoch nicht nur aus Arbeit. Jeder Einzelne von ihnen hat seinen eigenen Namen und verschiedene Bedürfnisse. Sie benötigen Nahrung und ein Dach über dem Kopf. Doch auch Unterhaltung und Religion spielen im Leben der Wikinger eine wichtige Rolle. Sinkt einer dieser Werte auf Null, so vergeht ihnen die Lust an der Arbeit, was sich natürlich negativ auf die Produktion auswirkt.

Auch das optionale Wegesystem werdet ihr in 'Cultures 2' wiederfinden. So kommen eure Wikinger auf gepflasterten Wegen deutlich schneller voran, als im hohen Gras. Sobald ihr eure Wikinger dann auch noch mit Schuhen ausstattet, gelangen sie noch schneller zu ihrem Arbeitsplatz.

Weitere Neuerungen
Einer der wesentlichen Kritikpunkte des ersten Teils war der Multiplayer-Modus. Für den zweiten Teil hat sich 'Funatics' einiges einfallen lassen. So gibt es mit den neu hinzugekommenen Modi 'Capture the Flag' und 'Kooperation' deutlich mehr Abwechslung. Und dank der neuen Multiplayer-Lobby lassen sich Mitspieler oder Gegner für eine Internetpartie 'Cultures 2' noch leichter finden, nachdem sich beim ersten Teil in Sachen Online-Gaming nur wenig tat.

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Das mittelalterliche Paris.

Ebenso kritisiert wurde die umständliche Steuerung, was vor allem bei der Rekrutierung in einer Klickorgie endete. Dieses Problem wurde erkannt und dank der neu hinzugekommenen globalen Befehle könnt ihr nun alle eure Wikinger auf einmal mit einem bestimmten Gegenstand ausrüsten.

Grafik und Sound
Die Grafik-Engine wurde gegenüber 'Cultures' nur leicht überarbeitet, die Gebäude, Einheiten und Tiere sind jedoch viel detaillierter als im ersten Teil. Zusätzlich gibt es nun eine Zoom-Funktion, mit der ihr euch eine bessere Übersicht über eure Siedlung verschaffen könnt, wobei jedoch beim altbewährten Reinzoomen die Darstellung genauso pixelig wie im ersten Teil ist.

Auch beim Sound gibt es einige Änderungen. Während bei 'Cultures' noch Audio-Tracks verwendet wurden, die einem nach einer gewissen Zeit auf die Nerven gingen, basiert die Hintergrundmusik bei 'Cultures 2' auf Microsofts Direct Music-Schnittstelle. Damit ist es möglich, die Musik interaktiv je nach Spielsituation einsetzen zu lassen. Baut ihr beispielsweise eure Siedlung auf, läuft friedliche Musik im Hintergrund, was sich aber schlagartig ändert, wenn ihr beispielsweise von einem Feind angegriffen werdet. Jedes Volk hat ein eigenes Sound-Theme, so dass ihr genau erkennen könnt, von welchem Feind ihr angegriffen werdet.

 

Fazit

von Ronny Schabel
Die Wikinger sind zurück und haben jede Menge neuer Features mitgebracht. Dank des neuen Gebäudesystems und der vielen neuen Waren macht es noch mehr Spaß, das eigene Dorf zu einer großen Stadt auszubauen. Und auch das neue Militärsystem dürfte viele Freunde finden, nachdem man im ersten Teil seine Konflikte mit anderen Völkern lieber diplomatisch gelöst hat. Alles in allem setzt sich 'Cultures 2' dank der zahlreichen Innovationen deutlich von der Konkurrenz ab und ist damit klar die neue Referenz im Aufbaustrategie-Genre.  

Wertung

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