Preview - Cyberpunk 2077 : Ist der Hype gerechtfertigt?

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Nachdem bereits auf der E3 in Los Angeles Kollege Hopmann einen ausführlichen Blick auf das futuristische Rollenspiel Cyberpunk 2077 werfen durfte, hatte Entwickler CD Projekt RED für die gamescom in Köln eine etwas überarbeitete Demo im Gepäck. Die haben wir uns genauer angeschaut.

Wenn ihr wissen wollt, was spielerisch während der Präsentation von CD Projekt RED abging, dann checkt doch am besten nochmal die Cyberpunk 2077 Vorschau von Kollege Hopmann. Auch bei meiner Präsentation waren wir auf der Suche nach einer Frau, machten gemeinsame Sache mit einem Unterweltboss und legten uns in einer Fabrik mit einer ganzen Gang namens Maelstrom an.

Da inhaltlich nicht viel Neues gezeigt wurde, konnte ich mich so auf andere Dinge konzentrieren. Was mich bei der Präsentation am meisten überzeugte, war die Atmosphäre. Nach getaner Arbeit im eigenen Apartment wachzuwerden, sich dort umzuschauen, hinterlassene Nachrichten von Bekannten zu checken, die digital an einem Fenster abgespielt werden, fühlt sich interaktiv und immersiv an. An der Kleiderstange wählt ihr eure Kleidungsstücke aus, die jeweils eigene Werte und Perks besitzen. In einem separaten Raum greift ihr zu den Waffen und rüstet euch aus.

Futuristischer Wuselfaktor

Als die Entwickler von CD Projekt RED sich dazu entschließen, das Apartment zu verlassen, wird deutlich, wie lebendig Night City ist. Schon im Megakomplex im Watson-Viertel, in dem Protagonist V wohnt, scheint ständig was los zu sein: Polizisten versuchen in ein anderes Apartment einzudringen, während ein paar Meter weiter ein Muskelmann gegen einen Roboter boxt und dabei Anweisungen von seinem Trainer bekommt. Bleibt die Frage, wie zufällig diese Begegnungen sind, oder ob diese immer an festgelegten Punkten der Story ausgelöst werden.

  • Cyberpunk 2077 - Screenshots - Bild 1
  • Cyberpunk 2077 - Screenshots - Bild 2
  • Cyberpunk 2077 - Screenshots - Bild 3
  • Cyberpunk 2077 - Screenshots - Bild 4

Das Cyberpunk-Flair kommt gut zur Geltung. Werbetafeln können angeklickt werden, damit ihr direkt den kürzesten Weg zum beworbenen Produkt angezeigt bekommt. In dem Fall ein Getränkeautomat, bei dem ihr euch eine Limo ziehen könnt, die euch dann einen kleinen Gesundheits-Boost gewährt.

Der Besuch beim Ripperdoc

Nach einem kurzen Spaziergang durch die schmutzig-verwinkelten Straßenzüge von Night City kommt V beim Ripperdoc an. Dabei handelt es sich um einen Spezialisten, der Erweiterungen für den Körper verkauft. Auf einem Bildschirm stehen verschiedenste Modifikationen zur Verfügung. Die Entwickler entscheiden sich für den Kiroshi Optical Scanner sowie den Superdermial Grip. Ersterer ermöglicht es, die Sicht heranzoomen und sogar Personen und Objekte zu scannen, um weitere Informationen zu bekommen. Der Superdermial Grip hingegen macht sich bemerkbar, sobald V zur Waffe greift. Dadurch wird die verfügbare Munition angezeigt, er offenbart, welche Feuermodi wählbar sind – und etwas mehr Schaden wird ebenfalls angerichtet.

Bei Cyberpunk 2077 wählt ihr aber nicht einfach nur die Modifikation aus und könnt dann direkt durchstarten, erst werden die Erweiterungen angebracht. Im Fall des Optical Scanner seht ihr zeitweise sogar, wie diese Kamera (deren Sicht ihr verfolgt) in euer Auge implementiert wird. Für den maximalen Grad an Atmosphäre nehmen sich die Entwickler für die verschiedensten Aktionen ausreichend Zeit. Mir gefällt das ziemlich gut.

Übrigens: Am Ende der Präsentation gab es einen kurzen Blick auf das nächtliche Night City, nachdem auf der E3 die ganze Zeit die Sonne schien. Jap, mit all den Neonlichtern macht das futuristische Kalifornien eine mehr als solide Figur. Leider dauerte der abendliche Ausflug nur wenige Momente an.

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