Test - Dark Messiah of Might and Magic : Dark Messiah of Might and Magic

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Die 'Might and Magic'-Serie gehört mittlerweile zu den ältesten Computer-Franchises überhaupt und hat vor allem durch die frühen Rollenspiele und beliebte Strategie-Serie 'Heroes of Might and Magic' ihren Platz auf zahlreichen Rechnern erobert. Nachdem Ubisoft die Lizenz erworben hat, werden nun auch mal ganz neue Wege gegangen, denn 'Dark Messiah' bietet wilde Kampfaction mit Rollenspiel-Elementen in der Welt des 'Might and Magic'-Universums. Der Titel von Arkane Studios wurde bereits im Vorfeld mit viel Lob bedacht, anhand der Review-Version stellen wir nun fest, ob dieses Lob auch wirklich seine Berechtigung hat.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen – unter dem Motto könnte man die Installation von 'DmoMM' sehen, die mit dem Rüberschaufeln von kuscheligen 7 GB Daten und den STEAM-Formalitäten beinah eine halbe Stunde in Anspruch nimmt. Ist das erstmal vollbracht, geht es ans Eingemachte. Dass zudem noch einige Daten über STEAM heruntergeladen werden und dieser Vorgang zumindest zum Testzeitpunkt alles andere als schnell vonstatten ging, erleichtert die Sache nicht gerade.

Im Spiel übernehmt ihr die Rolle eines in Kampf und Magie ausgebildeten junges Mannes namens Sareth, seines Zeichens Schüler des mächtigen Magiers Phenfrig. Sareth wird ausgesandt, um den seit Langem verschollenen Schädel der Schatten zu finden und bekommt prompt noch eine Dämonin besonderer Art als Begleiterin – in seinem eigenen Körper. Auf seiner Suche nach dem Schädel muss Sareth allerdings feststellen, dass er eine ganz besondere Rolle in einer uralten Prophezeiung spielt, in der sich alles um den dunklen Messias, ein Halbblut aus Dämon und Mensch, dreht.

Action mit Rollenspiel-Fragmenten

'Dark Messiah' besteht insgesamt aus neun Kapiteln der alles in allem etwas dünnen Story. Dünn aus dem Grunde, dass die Storyschnipsel in Summe zwar einen Sinn ergeben, aber prinzipiell nur sporadisch in eure Wanderungen in den umfangreichen Leveln eingestreut werden. Wer hier ein episches Abenteuer à la 'Gothic 3' erwartet, ist in der Beziehung sicherlich fehl am Platze. Dennoch reicht die Story immerhin aus, um euren Aktionen den passenden Hintergrund zu bescheren und die eine oder andere kleine Überraschung oder Wendung findet durchaus ihren Platz.

Die eigentliche Besonderheit von 'Dark Messiah' ist, dass es grundsätzlich ein Action-RPG aus der Ego-Perspektive ist und sich am ehesten mit Klassikern wie 'Rune' oder 'Severance' vergleichen lässt. Im Vordergrund stehen nicht Unmengen von Quests, sondern die Erkundung der immens weitläufigen Level, zahlreichen Rätsel, bei denen es vor allem um das Fortkommen innerhalb der Level geht, sowie massig wuchtige und rabiate Kämpfe. Die umfangreichen Level sind insgesamt recht linear aufgebaut, sodass nur selten die Gefahr besteht, sich zu verirren, auch wenn das Finden der richtigen Wege durchaus fordernd sein kann. Von Städten über düstere Katakomben bis zu Gebieten an der Oberfläche und alten Tempeln wird einiges an Abwechslung geboten, wobei die Gesamtspielzeit bei etwa zehn bis zwölf Stunden liegt. Das geht durchaus in Ordnung, weil bedingt durch die sehr unterschiedlichen Klassenfähigkeiten durchaus Anreiz zum erneuten Spielen besteht.

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