Test - Dark Messiah of Might and Magic : Dark Messiah of Might and Magic

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Ein Charaktersystem ist ebenfalls vorhanden. Für eure erfüllten Missionen erhaltet ihr Skillpunkte, die ihr in verschiedene Fähigkeiten der Klassen Magier, Kämpfer oder Assassine sowie Bogenschütze ausgeben könnt. Die Skilltrees sind nicht wahnsinnig umfangreich, immerhin bieten sie euch aber genug Möglichkeiten zur Spezialisierung eures Charakters, zumal auch eine Mischung der verschiedenen Kategorien durchaus funktioniert. Zahlreiche Waffen und Gegenstände wie Ringe, Tränke oder Rüstungsteile warten auf den Einsatz und erfordern zumeist bestimmte Werte in bestimmten Fähigkeiten.

Nutze deine Möglichkeiten

Beim Aufbau der Level fällt immer wieder auf, dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, mit der Umgebung zu interagieren und die gute Physik der Objekte in der Umgebung zu nutzen. Das hat auch durchaus seinen Grund, denn das gesamte Kampfsystem ist auf diese Art der Nutzung ausgelegt. Wer sich rein auf die Fähigkeiten des Charakters verlässt, wird in den zahlreichen Fights schnell seine Grenzen erreichen, auch wenn das Kampfsystem insgesamt simpel gehalten ist und mehr oder minder auf Nutzung der beiden Maustasten sowie der Bewegungstasten beruht. Hierbei stehen euch verschiedene Angriffsmoves, ein Finisher und Paraden zur Verfügung. Ihr könnt sogar Gegner per Tritt zurückstoßen, wobei diese Fähigkeit allerdings zu stark ist. Neben Zaubersprüchen könnt ihr verschiedenste Waffen und Schilde nutzen, aber auch aus der Tarnung heraus als Assassine blitzschnelle Dolchangriffe starten. Zusammen mit den frei belegbaren Hotkey-Slots geht das Ganze gut und ohne große Eingewöhnung von der Hand.

Viel interessanter und in vielen Kämpfen auch zwingend notwendig ist jedoch die besagte Nutzung von Physik und Umgebung. Ein Gegner rückt euch zu sehr auf die Pelle? Kein Problem, mit einem Tritt könnt ihr ihn zurück schleudern, ins Taumeln bringen für einen Folgeangriff oder sogar in den nächstbesten Abgrund befördern. Ihr könnt quasi alles, was nicht niet- und nagelfest ist, aufheben und auf euren Gegner schleudern, Fallen zu eurem Vorteil nutzen, Säulen auf euren Gegnern zum Einsturz bringen, Gegner ins Feuer stoßen und vieles mehr. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt und ein ausgiebiges Beobachten der Umgebungen lohnt sich. Zudem macht es einen Heidenspaß, sich immer wieder neue Methoden auszudenken, die Gegner ins Jenseits zu befördern. Dennoch ist der Schwierigkeitsgrad nicht gerade niedrig ausgefallen. Heil-Möglichkeiten sind selten, die Gegner knackig und Fehler werden schnell bestraft.

Intensives Gameplay mit wenig Mankos

Auch zur Fortbewegung könnt ihr zahlreiche Möglichkeiten nutzen, eure Umgebung zu beeinflussen, oder aber im späteren Spiel beispielsweise mit einem besonderen Bogen Pfeile mit Seilen in höher gelegene Balken jagen, um andere Ebenen zu erreichen. Selten jedenfalls wurde die Physik so intensiv in einem Actionspiel eingesetzt wie hier. In Zusammenhang mit dem wuchtigen Kampfsystem, das dank sporadischer Heilmöglichkeiten viel Taktik (und häufiges Schnellspeichern) erfordert, ergibt sich ein enorm intensives und realitätsnahes Spielerlebnis – sofern man bei einem Fantasy-Spiel von Realität reden kann. Die KI der Gegner ist dabei nicht gerade überragend, liefert aber immerhin genug Grips für fordernde Zweikämpfe, zumal Attacken und Paraden recht gut ausgeführt werden. Auch die NPCs, die ihr mitunter eskortieren müsst, stellen sich nicht immer clever genug an, sodass die eine oder andere Quest dieser Art auch ohne Fehler des Spielers neu gestartet werden muss.

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