Test - Day of Defeat : Day of Defeat

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Day of Defeat
Hier warten wir auf den Feind.

Die Levels sind recht verwinkelt und vor allem Anfänger müssen anfangs aufgrund der fehlenden Übersicht bitteres Lehrgeld zahlen. Die Karten wirken von der Optik her öde, sind jedoch abwechslungsreich. Zur Orientierung kann die Minikarte in der rechten oberen Bildschirmecke helfen, die sowohl die Teammitglieder, als auch ihre geworfenen Granaten anzeigt. Gerade dieses Feature bietet uns die Möglichkeit, noch schnell in Deckung zu gehen, bevor man durch Friendly Fire stirbt.

Day of Defeat
Auch in Bunkeranlagen müssen wir uns zurecht finden.

Flatrate-Pflicht
Sieht man über die Grafikschwächen hinweg, so kann sich 'Day of Defeat' zum wahren Suchtfaktor entwickeln, da gerade das Spielen in einem gut funktionierenden Team Freude bereitet. Für Clanwars gibt es auch in der ESL und in der Clanbase eine 'Day of Defeat'-Liga. Über eine Flatrate sollten Käufer oder Downloader auf jeden Fall verfügen, da das Spiel ausschließlich online gespielt wird. Die kurze Einführungsmission in 'Counter-Strike' war umfangreich im Vergleich zu 'DoD', da es hier keinen Einzelspielermodus gibt. Eine Art Training oder eine Möglichkeit, gegen Bots zu spielen, sucht man ebenfalls vergeblich. Besitzer eines Breitbandanschlusses sollten beim Kauf des Spiels zweimal überlegen, ob es sich wirklich lohnt. Die versprochene Grafikverbesserung ist kaum bemerkbar und für ein paar neue Maps 30 Euro zu berappen, ist doch des Guten zu viel. Zwar ist es auch möglich, mit der Verkaufsversion weitere Modifikationen zu spielen, jedoch wäre es sinnvoller, sich den Klassiker 'Half-Life' direkt zu kaufen, der teilweise schon für zehn Euro zu haben ist.

Day of Defeat
Der Mörser hilft uns, die Alliierten abzuwehren.

Gutes Handling und passende Musik
Die Steuerung reagiert sehr direkt und somit ist schnelles Ducken oder Hinlegen kein Problem. Solltet ihr Probleme mit dem Verziehen der Waffen haben, so könnt ihr euch hinknien oder hinlegen, da die Schützen daraufhin viel exakter treffen. Bei den schweren MGs ist ein Hinlegen sogar nahezu Pflicht, da ein Treffer im Stand meist Glückssache ist. Anstatt am Boden mit dem MG rumzurobben, ist es auch möglich, dieses auf einem Sandsack zu platzieren. Auch bei der sonst etwas schwer zu bedienenden 'Half-Life'-Konsole gibt es Hilfe, da die Kommandos angezeigt werden, die in Frage kommen, wenn man einige Buchstaben des Commands eintippt. Die Marschmusik, die unter anderem bei Siegen eingespielt wird, passt zur Atmosphäre und ist deshalb als gelungen zu bewerten.

 

Fazit

von Michael Dötz
Wie 'Counter-Strike' hat auch 'Day of Defeat' völlig zu Recht eine große Fangemeinde. Meiner Meinung nach wurde jedoch viel zu lange gewartet, das Spiel als Retail-Version anzubieten, da die Engine mittlerweile völlig veraltet ist. Der Preis von 30 Euro ist viel zu hoch angesetzt, da man im Vergleich zur Mod-Version wenig neue Features erhält. Leider wurde auf einen Singleplayer-Modus völlig verzichtet und somit wurden ein paar Prozent Spielspaß seitens Valve einfach verschenkt. Vor allem für Spieler mit einem etwas älteren PC ist 'Day of Defeat' empfehlenswert, da die Systemvoraussetzungen sehr niedrig liegen.  

Wertung

  • PC
    81
    %

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