Preview - Days Gone : Open-World-Apokalypse der Zombies

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Matthias Grimm - Portraitvon Matthias Grimm
Open-World-Apokalypse zwischen alten Strickmustern und neuen Kleidern

Auf den ersten Blick wirkt Days Gone wie ein Open-World-Abenteuer nach bewährtem Strickmuster in lediglich neuer Verkleidung: eine riesige Spielwelt, jede Menge Haupt- und Nebenmissionen, Lager, die erobert werden wollen, und massenweise Sammelkram, der zu nützlicher Ausrüstung verarbeitet wird. Nachdem sogar Ubisoft im letzten Jahr seine festgefahrenen Schienen mit überfälligen Weichenstellungen den Weg in eine neue Richtung wies, kann einem Days Gone fast schon ein bisschen aus der Zeit gefallen vorkommen.

Doch eben nur auf den ersten Blick. Denn Days Gone setzt seinen Finger genau in die Wunde, die andere Open-World-Spiele zumeist lediglich mit einem Pflaster zu kaschieren versuchen: beim spielerischen Anspruch etwa, der mit seinem taktischeren Gameplay, den unverkennbaren Survival-Elementen und seinem (allem Anschein nach) knackigeren Schwierigkeitsgrad all denen eine Alternative eröffnen könnte, denen die offenen Spielwelten von Ubisoft & Co. eher wie ein Spielplatz denn ein Abenteuerland vorkamen. Vor allem aber bei seinem Setting und der bedrohlich unheimlichen Atmosphäre geht der Sony-Titel neue Wege: gequälte Schreie in der Ferne, das Fauchen eines Zombies in der Dunkelheit, die ständige Unsicherheit, mit zu wenig Munition und Benzin irgendwo wehrlos in der Hölle zu stranden – in Sachen Spannungsdramaturgie ist Days Gone näher an echten Horror-Survivalspielen wie Resident Evil.

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