Test - Deviltech Fragbook DTX : High-End muss nicht teuer sein

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AMDs und Nvidias schnellste mobile Grafikkarten spuckten in unseren jüngsten Tests eine richtig flotte Leistung aus. Zwar flitzt ein Desktop-PC mit High-End-Hardware weiterhin klar vor den Laptops, trotzdem können aktuelle Spiele oft mit sehr hohen Details gezockt werden. Wir nehmen uns die neueste Grafikgeneration zum Anlass, um zu schauen, wie es sich für unter 1.500 Euro mobil zockt. Als Testgerät verwenden wir Deviltechs diabolischen 17,3-Zoll-Klopfer Fragbook DTX, der mit einem potenten Vierkernprozessor und AMDs Radeon HD 7970M zum Angriff bläst.

Grafikkarte im Mittelpunkt

Über Sieg und Niederlage entscheidet zum größten Teil die Bilderfabrik, weshalb ihr sie besonders gut auswählen solltet. Die stärksten Bildermacher tragen den Namen Geforce GTX 680M und Radeon HD 7970M auf der Brust und sollten schnellen mobilen Spieleschlitten als Herz eingepflanzt werden. Eine der beiden Karten sollten anspruchsvolle Spieler schon deswegen wählen, weil bereits die Grafikkarten nur eine Klasse darunter spürbar an Leistung verlieren. Eine GTX 670M schuftet beispielsweise 15 bis 20 Prozent langsamer als die GTX 680M.

Deviltech Fragbook DTX

Die beim Deviltech Fragbook DTX (zur Hersteller-Website) verbaute HD 7970M trägt einen vollwertigen Pitcairn-Grafik-Chip auf der Platine, kann leistungstechnisch allerdings nicht ganz mit der fast namensgleichen Desktop-Kollegin HD 7970 mithalten. Vielmehr ähnelt sie der Desktop-Karte HD 7870 mit etwas weniger Takt, die aber immerhin zur gehobenen Mittelklasse gehört.

Deviltech Fragbook DTX: Das steckt drin

Neben der HD 7970M mit 2.048 MB GDDR5-Videospeicher lauert in unserem Fragbook DTX ein schneller Intel Core i7 3610QM. Der vierkernige Ivy-Bridge-Prozessor taktet mit 2,3 GHz und peitscht sich im Turbomodus automatisch auf bis zu 3,1 (vier Kerne) beziehungsweise 3,3 GHz (ein Kern) hoch. In die Rolle des Arbeitsspeichers schlüpfen 8 GB DDR3-1600, mit dem das Gerät auch genügend Reserven für umfangreiche Multimedia-Arbeiten bereithält. Als Speicher dient eine 750 GB große Festplatte mit 7.200 Umdrehungen pro Minute, während ein DVD-Brenner optische Medien einliest. Eine SSD sowie ein Blu-ray-Laufwerk können über den Deviltech-Konfigurator optional ausgewählt werden. Insgesamt kostet die Konfiguration inklusive Windows 7 Home Premium (64 Bit) 1.466 Euro und ohne Betriebssystem 1.377 Euro (September 2012):

Konfiguration des Deviltech Fragbook DTX (1.466 Euro)
  • Prozessor: Intel Core i7 3610QM @ 2,3 GHz

  • Grafikkarte: AMD Radeon HD 7970M (2.048 MB GDDR5)

  • Arbeitsspeicher: 1 x 8 GB DDR3-1600

  • Festplatte: 750GB mit 7200 U/Min (SSD optional)

  • Display: 17.3 Zoll Full-HD (1.920 x 1.080) mit LED-Backlight (entspiegelt)

  • Laufwerk: DVD-Brenner (Blu-ray optional)

  • WLAN-Karte und integriertes Bluetooth (2.1)

  • Netzteil: externes 220-Watt-Netzteil

  • Betriebssystem: Windows 7 Home Premium (64 Bit)

  • Basis-Garantie: 24 Monate (optional 36 Monate)

Fertig-Barebone als Grundgerüst

Viele Notebook-Anbieter setzen auf sogenannte Barebones. Dabei handelt es sich um fertige Gehäuse inklusive vorverlegter Anschlüsse und Platinen, in die Hersteller wie Deviltech noch die Kern-Hardware, also CPUs, Grafikkarten und Arbeitsspeicher einbauen. Das "Fertighaus" hat verschiedene Vor- und Nachteile, vor allem ermöglicht es aber aufgrund des modularen Aufbaus eine schnelle Hardware-Anpassung.

Verarbeitung und Anschlüsse: solide

Früher gehörte oft eine schlechte Verarbeitung zu den Negativseiten der Barebones. Mittlerweile haben Auftragshersteller wie MSI und Clevo nachgebessert und liefern meistens gut verarbeitete Gehäuse. Auch beim Fragbook DTX lernte man aus vergangenen Fehlern und klopfte eine insgesamt stabile Spielestation mit festen Bildschirmscharnieren und sauber ineinander übergehenden Elementen mit kleinen Spaltmaßen zusammen. Im aufgeklappten Zustand wirkt das durchweg schwarze Design mehr zweckmäßig als auffällig, weshalb das dezent gestaltete Gerät mit dem edel aussehenden Gehäusedeckel und der Auflageleiste in jede Umgebung passen dürfte. Überdurchschnittlich dicke Gummifüße halten den Spielebolzen derweil fest auf der Unterlage, ohne beim Zocken zu verrutschen.

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