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Preview - DRIV3R (Driver 3) : DRIV3R (Driver 3)

  • PS2
  • Xbox
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Doch damit ist es noch nicht genug, denn zusätzlich stehen euch verschiedene Motorräder, Sattelschlepper und sogar Rennbote zur Verfügung, mit denen ihr die Gegend unsicher machen könnt. Dabei solltet ihr jedoch immer ein Auge auf die eingeblendete Minimap haben. Sobald ihr euch nämlich im Sichtkegel der hiesigen Polizei befindet und etwas zu forsch zur Sache geht, steigt euer 'Bekanntheitsgrad' bei den Uniformierten. Je höher der entsprechende Balken ausschlägt, desto vehementer und hartnäckiger verfolgen sie euch. Während man anfangs noch recht leicht entkommen kann, entwickeln sich in der höchsten Stufe sehr Nerven aufreibende Verfolgungsjagden quer durch die Stadt.

Perfekt inszeniert
Diese werden nahezu perfekt in Szene gesetzt und lassen nichts in Sachen Dramatik und Action vermissen. Fahrbahnbegrenzungen, kleinere Marktstände oder Laternenpfähle werden von euch aus dem Weg geräumt, Passanten bringen sich mit einem beherzten Satz in Sicherheit - und hinter euch das ständige Heulen der Polizeisirene. Je nach Wunsch könnt ihr diesen Effekt auch nochmals verstärken. Auf Knopfdruck aktiviert ihr die so genannte 'Thrill Cam', die euch die aktuelle Szenerie in einer Art Zeitlupeneffekt präsentiert – sehr schick. Wer will, kann auch noch zwischen verschiedenen Perspektiven wechseln und seinen Boliden beispielsweise in der Egoansicht durch die Straßen schicken.

Auch wenn der Fokus auf die Fahrzeuge gerichtet ist, wird man ganz wie bei 'GTA' an einigen Stellen nicht drum herum kommen, auch mal die eigenen Füße zu benutzen. So läuft man durch die Straßen und Hinterhöfe und kann sogar einzelne Gebäude betreten. Um den Gangstern nicht völlig wehrlos gegenüber zu stehen, kann man sich mit bis zu zehn verschiedenen Waffen ausrüsten. Das Arsenal reicht dabei von handelsüblichen Pistolen bis hin zum mächtigen Granatwerfer. Leider erwies sich gerade beim Laufen und Zielen die Steuerung als recht gewöhnungsbedürftig und hakelig. Vor allem das starre Fadenkreuz sollte man vielleicht nochmals überdenken, da es das Anvisieren der Gegner nicht wirklich erleichtert.

Einmal Regisseur spielen
Neben den Story-Missionen, die ihr übrigens nach erfolgreichem Abschluss jederzeit wiederholen könnt, stehen euch noch eine ganze Menge anderer Modi zur Verfügung. So könnt ihr euch beispielsweise in einem so genannten 'Quick Chase' eine spontane Verfolgungsjagd mit einigen Übeltätern liefern, die ihr mit der Waffe im Anschlag aufhalten müsst. Besonders interessant ist hierbei, dass die KI des gegnerischen Fahrers bei nahezu jedem Neustart der Jagd eine andere Route wählt. Stures Auswendiglernen der Fahrweise und damit ein gezieltes Vorgehen ist somit nicht möglich, was letztendlich für eine größere Spieltiefe und natürlich einen höheren Wiederspielwert sorgt. Je nach Lust und Laune kann man aber auch ein ganz normales Rennen durch die Stadt bestreiten und dabei herausfinden, wer denn nun wirklich der bessere Fahrer ist. Sehr interessant scheint auch der so genannte 'Directors Mode' zu sein. Hier könnt ihr einfach mal mit dem Wagen durch die Straßen brettern und die automatisch aufgenommenen Szenen im Nachhinein bearbeiten. Zu diesem Zweck stehen euch verschiedene Kameraperspektiven und Spezialeffekte (Blur-Mode, Zeitlupe etc.) zur Verfügung, die ihr an jeder beliebigen Stelle des Replays einsetzen könnt. Somit entsteht mit etwas Geduld und Geschick eine Art packender Minifilm. Die Möglichkeiten hierbei sind fast unendlich und man kann gespannt sein, was die Fans aus dieser Option alles machen werden.

Das sieht lecker aus
Vor allem die PS2-Version des Spiels macht von der technischen Seite her gesehen einen exzellenten Eindruck. Die Fahrzeuge sind allesamt sehr detailliert konstruiert worden und warten mit ziemlich beeindruckenden Spiegel- und Schatteneffekten auf. So wird beinahe jedes Teil mit einem in Echtzeit berechneten Schatten bestückt, was man vor allem beim Ändern der Fahrtrichtung (wegen der Sonneneinstrahlung) oder beim Durchqueren eines Tunnels besonders gut beobachten kann. Auch eigene Objekte des Wagens können Schatten werfen und den Rest des Gefährts abdunkeln. Nur die Räder und auch die Figuren an sich wirken stellenweise etwas eckig und kantig, was sich bis zum Release aber eventuell noch ändern kann. Übrigens weisen auch die Gebäude sehr viele Details auf und wurden sogar mit individuellen Texturen sowie 3D-Objekten versehen. Insgesamt wirklich ein grafischer Genuss ohne großartig bemerkbare Slowdowns. Die Xbox-Fassung sieht naturgemäß einen Tick besser aus und hat einige Effekte mehr.

Soundtechnisch gibt es ebenfalls viele Gründe, um mit Lob um sich zu werfen. Angefangen von der eigentlich gut gelungenen Synchronisation (unter anderem leihen Mickey Rourke und Iggy Pop ihre Stimmen) bis hin zum sehr stimmigen Soundtrack wird dem Ohr des Spielers einiges geboten. Hier muss man aber noch auf die fertige Version mit allen Tracks warten.

 

Schnitzeljagd:

Gefundener Buchstaben: M

Hinweis für die nächsten Buchstaben:
Die nächsten Buchstaben gibt es im Spiel der Woche 35/04-Special. Wo dort? Versucht einmal etwas über die Story des Spiels herauszufinden.
(Tipp: Yvonne Kneisel gibt ein schönes Interview).

 

Fazit

André Linken - Portraitvon André Linken
Die Jungs von Reflections scheinen wirklich ihr Wort zu halten und werkeln am bisher besten 'Driver' aller Zeiten. Die Missionen wirken bisher sehr abwechslungsreich, die Grafik ist bis auf wenige Ausnahmen eine Augenweide und auch abseits der Story wird genügend Futter für den geneigten Rennspiel- und Action-Fan geboten. Wenn jetzt noch die Steuerung ein wenig mehr Feinschliff erhält und das fertige Spiel dem jetzigen Eindruck gerecht wird, steht uns in diesem Sommer ein echtes Highlight ins Haus.

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