Test - Duke Nukem: Manhattan Project : Duke Nukem: Manhattan Project

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Duke Nukem: Manhattan Project
Bloß nicht runterschauen.
Zudem verfügt der Duke über einige Moves, mit denen er durchaus einmal Mutanten besiegen, beziehungsweise auch einmal ausnahmsweise dem Ärger aus dem Weg gehen kann. Die beste Lösung ist zwar immer, einfach schneller am Abzug zu sein als der jeweilige Gegner, doch in den Levels benötigt der Held auch einige Akrobatik, um nicht öfter einmal einen unrühmlichen Abgang vom Dach eines Wolkenkratzers zu machen. Der Duke kann sich an Stangen und Dachfirsten entlanghangeln und muss den einen oder anderen Abgrund mit einem mutigen Sprung überwinden. Dabei hilft ihm sein Doppelsprung, ein gewaltiger Move, der es ihm ermöglicht, auch weite Entfernungen unbeschadet zu überwinden. Auch sein Spinkick kann so manchen Gegner in die Knie zwingen, ist aber nur die letzte Lösung, wenn einmal die Waffe versagt.

Der Raketenrucksack ist immer gut, da er den Anwender eine Tankfüllung weit über die Gegner hinweg zum Ziel bringt. Aber Vorsicht ist angebracht, denn ohne Sprit abzustürzen, das überlebt nicht einmal der härteste Duke. Auffällig ist, dass die Macher des Spiels darauf geachtet haben, die Geschwindigkeit des Spiels immer auf einem hohen Niveau zu halten, und auch die Gegner treten stets in großen Horden auf, so dass zu jeder Zeit für furiose Action gesorgt ist.

Die Technik
Das Spiel ist durch und durch wie ein 2D-Plattform-Shooter aufgebaut und zwang die Programmierer dazu, die Bewegungsfreiheit des Duke komplett einzuschränken. Die Steuerung ist darauf beschränkt, vorwärts und rückwärts zu gehen, die Bewegung im Raum ist nur dann möglich, wenn man sich in Richtung eines Nebenschauplatzes bewegt, was dann mit einem grünen Pfeil markiert ist.

Duke Nukem: Manhattan Project
Abgestürzt.

Während das Ganze mit einer schicken 3D-Engine ummantelt wurde, um der Grafik ein modernes Aussehen zu verpassen, ist der Spielablauf stets der eines zweidimensionalen Sidescrollers. Die Effekte sind jedoch in 3D und vermitteln dem Spieler das leicht düstere Image des Hintergrundthemas. So sind einige faszinierende Lichteffekte und klasse animierte Explosionen zu bewundern. Ein besonderes Augenmerk muss auf der Kameraführung liegen, die sehr ungewöhnlich für ein Spiel dieser Art ist. Die Kamera zoomt durch den Raum, so dass zusätzliche Räumlichkeit erzeugt wird. Mal sieht man in einem sehr kleinen Bildschirmausschnitt direkt auf den Duke, mal springt man in einer riesigen Häuserfront herum, die komplett zu überblicken ist.

Die Kamera dreht sich auch durchaus einmal um die eigene Achse und beleuchtet eine Szene von vorne statt von hinten. Dadurch entstehen einige räumliche Effekte, die schon fast an die große cineastische Kunst Hollywoods erinnern, was allerdings nichts an der eingeschränkten Bewegung des Duke ändert.

Duke Nukem: Manhattan Project
Hochhäuser sind öde, vor allem wenn es Bomben regnet.

Hier ist auch ein kleiner Kritikpunkt anzubringen, denn es kann sein, dass ein Gegner zwar auf einem Sims direkt vor dem Helden steht, man ihn aber nicht treffen kann, da man erst um die Ecke gehen muss, um ihn ins Visier zu nehmen.

Der Sound begeistert mit einigen stimmungsvollen Effekten und Soundtracks, die den Spielspass auf jeden Fall fördern. Und eines war ja schon immer klar, nämlich dass der Duke ein äußerst charmanter und humorvoller Charakter ist. Manche Sprüche muss man sich direkt merken, denn warum sonst sollten alle Babes im Spiel wohl so auf dieses Muskelpaket stehen. Kaum ein Moment bleibt unkommentiert, besonders bei einem plötzlichen Ableben ist der Duke wahrlich in Hochform. Dabei hat man sich nicht gescheut, auch bekannte Sprechzeilen aus Filmen oder Zitate aus großen Dramen zu klauen. Diesen Charme kannte man schon aus den alten 'Duke Nukem'-Spielen und Gott sei Dank ist es hier sehr gut gelungen, diesen mit in die Neuzeit herüber zu retten.

 

Fazit

von Wolfgang Korba
'Duke Nukem' ist sicherlich ein Klassiker, der über die Jahre weder an Charme eingebüßt, noch seine Fans verloren hat. Im Gegenteil: Es ist sehr wahrscheinlich, dass er mit diesem Werk erneut einige Spieler für sich begeistern kann. Auch und gerade weil das Genre eines Plattform-Spiels heute von vielen Kritikern als veraltet angesehen wird, ist es Arush Entertainment hier gelungen, das Gegenteil zu beweisen. Mit viel Kreativität und Innovation, aber auch mittels der Erinnerung an alte Tugenden, ist es ihnen gelungen, ein neues Ausrufezeichen auf ein fast ausgestorben geglaubtes Genre zu setzen. Zwar ist das Spiel manchmal fast zu actionlastig, aber nicht jeder Spieler will ständig vor unlösbaren Rätseln versauern. Zudem macht es einfach Spaß, der Vielzahl der Gegner den Kampf anzusagen und den alten Duke wieder aufleben zu lassen. Die Grafik ist schließlich auch nicht unbedingt von schlechten Eltern und schöne Zwischenvideos versüßen den Spielablauf. Von der bereits geschilderten perfekten Vertonung gar nicht erst zu reden. Mit einem Satz gesagt: Der Duke ist zurück und für Fans ist dieses Spiel ein absolutes Muss!  

Wertung

  • PC
    80
    %

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