Test - Ecco the Dolphin: Defender of the Future : Ecco the Dolphin: Defender of the Future

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Schon in der Vergangenheit durften Sega-Konsolen-Besitzer zusammen mit Ecco dem Delphin die Tiefen der Weltmeere erforschen. Mit 'Ecco the Dolphin - Defender of the Future' liefert Sega nun die PlayStation 2-Variante des Dreamcast-Hits. Die Version für Segas hauseigene Konsole ist schon seit längerem erhältlich, da aber die Dreamcast nicht die gewollten Erfolge erzielte, entschied man sich, dem liebenswerten Delphin auf der PlayStation 2 von Sony ein neues Zuhause zu geben. Ob diese Entscheidung richtig war, erfahrt ihr im folgenden Review.

Ecco the Dolphin: Defender of the Future
Der Ladebildschirm.

Diejenigen unter euch, die schon im Kindesalter eine Konsole ihr Eigen nennen konnten, werden sich bestimmt noch an das Abenteuer mit dem kleinen Delphin Ecco erinnern. Auf Segas Mega Drive-Konsole gab der liebenswürdige Säuger schon vor vielen Jahren sein Videospiel-Debüt. Jetzt kehrt er mit seinem neusten Abenteuer 'Defender of the Future' auf die PlayStation 2 zurück. Aufgrund der schon oben angesprochenen Finanzmisere des traditionsreichen Unternehmens versucht Sega, in Zusammenarbeit mit Sony Computer Entertainment, diesem Abenteuer der etwas anderen Art neues Leben einzuhauchen. Für die Programmierung des Titels ist abermals Appaloosa Interactive verantwortlich, die auch schon die Entwicklung der vorigen 'Ecco'-Games in die Hand genommen haben.

Entschuldigung, Welt retten!
Der Untertitel 'Defender of the Future' sagt bereits viel über den Plot der Geschichte. Zu Beginn des 30. Jahrhunderts begannen die Menschen und Delphine, die zuvor in friedlicher Eintracht gelebt hatten, mit der Erforschung des Weltalls und deren Planeten. Zwar lebten die Meerestiere und die Menschen in Frieden miteinander, jedoch gab es unter den Friedliebenden ein paar schwarze Schafe, die nach Reichtum und Macht strebten. Als die Menschen und Delphine die Erde verliessen, um andere Planeten zu erforschen, witterte eine finstere Macht ihre Chance und griff den einst so schönen Planeten an. Aufgrund der vielen Bodenschätze und der guten Lebensbedingungen sollte sich ein Angriff der Bösewichte auszahlen. Da die Erde jedoch von einer geheimnisvollen Delphinmacht beschützt wurde, gelang es den Schergen nicht, diese unter ihre Gewalt zu bringen. Die Angriffe vom Weltraum auf den Schutzschild, den die Delphin um den gesamten Erdball herum aufrecht erhielten, wurden immer stärker und so kam es, dass der Schild in einem Moment der Schwäche durchbrochen werden konnte.

In diesem Moment kommt ihr ins Spiel. Als Ecco wollt ihr auf der 'Insel des Hüters' vom 'Gelehrten des Friedens' lernen. Nach den ersten Bewegungen im feuchten Nass merkt ihr jedoch schnell, dass aus den Friedensstudien nichts wird. Ihr seid der Auserwählte und dadurch zu Höherem bestimmt. Wie es sich für eine klassische Heldenstory gehört, sollt ihr die Welt also vor dem Untergang bewahren. Eine altbewährte Story, dessen sich die Spielbranche seit Jahrzehnten bedient, nur neu verpackt.

Ecco the Dolphin: Defender of the Future
Hier nähern wir uns einem riesigen Wal.

Die Welt der Delphine
Schon das Menüsystem des Spiels bietet eine Vielzahl an Auswahlmöglichkeiten. So müsst ihr vor dem Starten eines neuen Spiels erstmals ein Spielerprofil anlegen, in dem eure Daten gespeichert werden. Unter dem Punkt 'Level wählen' darf jeder einzelne Spielabschnitt einzeln angewählt werden, vorausgesetzt, ihr habt diesen bereits freigespielt. Im Optionsmenü lassen sich fünf verschiedene Sprachen wählen. Da Delphine bekanntlich nicht sprechen können, beschränkt sich die Sprachausgabe auf die Geräusche der Umgebung. Die Texte jedoch, mit denen ihr des Öfteren konfrontiert werden, können wahlweise in Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch oder Spanisch abgerufen werden. Wenn ihr mit der anfangs festgelegten Steuerung nicht zu Recht kommt, so finden sich im Options-Menü noch ein paar Alternativ-Varianten. Besitzern des bisher nur für den PC erhältlichen Strategie-Spiels 'Black & White' wird die Galerie vielleicht noch bekannt sein. Auch Ecco verfügt über eine solche Galerie. In der Bildergalerie zum Beispiel könnt ihr zahlreiche Artworks zu den verschiedenen Etappen begutachten, die ihr während des gesamten Spiels durchlauft. In der Filmgalerie können die in Spielgrafik gehaltenen Zwischensequenzen noch einmal in aller Ruhe betrachtet werden. Zu guter Letzt dürfen alle Musik-Fans mittels einer Wasserorgel den kompletten Soundtrack geniessen.

Ecco the Dolphin: Defender of the Future
Auch mit Kristallen kann kommuniziert werden.

Nachdem ihr erfolgreich ein Spielerprofil erstellt habt, kann es dann endlich losgehen und euer Kreuzzug durch die Weltmeere beginnt. In der Haut des niedlichen Delphins durchkämmt ihr während des Spiels die vier verschiedenen Teilabschnitte 'Alptraum der Menschheit', 'Insel des Friedens', 'Alptraum der Delphine' und 'Domäne des Feindes', wobei ihr das intelligente Säugetier wahlweise mit dem Analog-Stick oder den Digital-Tasten steuert. Der erste Spielabschnitt 'Insel des Friedens' dient primär dazu, sich mit der Steuerung vertraut zu machen und ein Gefühl für die Spielwelt bekommen, in der man sich von nun an befindet. Dabei behilflich sind euch zahlreiche Freunde, die alle mit Rat und Tat zur Seite stehen. Neben der einfachen Beschleunigung mit der Schwanzflosse steht Ecco noch ein Spezialmanöver zur Verfügung, mit dem er für kurze Zeit extrem beschleunigt. Dieses ist besonders dann hilfreich, wenn euer Luft-Balken sich einmal geleert hat und ihr schnellstmöglichst an die Oberfläche müsst. Findige Meeresforscher wissen schliesslich, dass auch Delphine Luft brauchen und daher in regelmässigen Abständen an die Wasseroberfläche zurückkehren müssen. Schafft ihr es einmal nicht mehr rechtzeitig an die Wasseroberfläche, so sind euch die Luftblasen behilflich, die manche Unterwasserpflanzen abgeben. Inhaliert ihr diese, füllt sich eure Luftanzeige langsam wieder auf.

 

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