Preview - Enter the Matrix : Betretet die Matrix!

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Betretet die Matrix!

'The Matrix' hat sich bereits kurz nach Erscheinen zum Kult-Actionfilm Nummer Eins entwickelt. Auch dieses Jahr soll voll im Zeichen der Matrix stehen, und zwar nicht nur aufgrund der beiden kommenden Filme. Parallel zum Kinostart von 'The Matrix Reloaded' am 15. Mai bringt Infogrames nämlich auch mit 'Enter the Matrix' ein Actionspiel auf den Markt, das für alle drei NextGen-Konsolen und den PC erscheinen soll. Wir hatten Gelegenheit, bei Infogrames einen Blick auf die PS2- und GCN-Versionen zu werfen.

Enter the Matrix
Auch heiße Verfolgungsjagden erwarten euch.

Hinter 'Enter the Matrix' steht ein interessantes Konzept, nämlich die Verflechtung des kommenden Kinofilmes 'The Matrix Reloaded' mit dem Actionspiel von Shiny Entertainment. Es wird sich nicht um eine reine Filmumsetzung handeln, sondern quasi eine Ergänzung zum Film, so dass der geneigte Fan die komplette Story erst dann wirklich erfassen kann, wenn er sich sowohl Spiel als auch Film zu Gemüte geführt hat. Entsprechend ist die Story des Spiels, über die wir leider noch nichts verraten können, parallel zu der des Filmes angesiedelt und eng damit verwoben. Somit entwickelt sich alles, was mit der Matrix zu tun hat, immer mehr zu einem Gesamtkonzept.

Star-Entwickler und -Regisseure
Für die Entwicklung des Titels ist mit Shiny Entertainment eine renommierte Spieleschmeide verantwortlich, die in der Vergangenheit bereits mehrfach durch originelle und abgefahrene Spiele überzeugen konnte. Aus der Feder von Mastermind Dave Perry stammen unter anderem Titel wie 'Earthworm Jim', 'Sacrifice' oder das gnadenlos durchgeknallte Action-Spektakel 'MDK'. Bei der Entwicklung von 'Enter the Matrix' wurden auch einige neue Wege gegangen, wohl nie zuvor waren die Macher eines Films derart eng in die Entwicklung des passenden Spiels eingebunden.

Larry und Andy Wachowski, die kreativen Köpfe der 'Matrix'-Kinostreifen, haben persönlich Skript und Story des Spiels entwickelt und am Spieldesign mitgearbeitet. Ebenso wurden die zahlreichen Action-Sequenzen von den beiden Brüdern entworfen und mit Hilfe des Film-Choreografen Yuen Wo-Ping mittels Motion-Capturing in Szene gesetzt. Wo-Ping hat im bereich Action-Choreografie einiges an Erfahrung, stammen aus seiner Feder doch nicht nur die 'Matrix'-Actionszenen, sondern auch die von Filmen wie 'Tiger & Dragon' und 'Drei Engel für Charlie'. Ergänzend dazu wurden speziell für das Spiel über eine Stunde Echtfilm-Szenen unter der Regie der Wachowski-Brüder aufgenommen - Szenen, die es nur im Spiel zu sehen geben wird. Die Shiny-Entwickler hingegen haben viele Wochen bei den Dreharbeiten des 'Matrix'-Sequels verbracht, um dort Material und Informationen zu sammeln.

Enter the Matrix
Stille Wasser sind tief - Kampfmaschine Ghost.

Zwei Charaktere auf unterschiedlichen Pfaden
Im Spiel selbst übernehmt ihr wahlweise die Rolle von Niobe, ihres Zeichens Kapitän der Logos, eines der schnellsten Schiffe der Rebellen, oder von Ghost, einem Kampfexperten. Beide gehören der gleichen Organisation an wie die bekannten Filmfiguren Neo, Trinity und Morpheus. Das besondere dabei: Mit beiden Charakteren erlebt ihr die Story anders und folgt jedem einzelnen auf einem parallelen Handlungsstrang. Sind die Einstiegsmissionen bei den beiden noch weitgehend identisch, driftet das Nachfolgende immer weiter auseinander. Bei einer Autoverfolgung übernehmt ihr beispielsweise als Niobe die Steuerung des Wagens, als Ghost werdet ihr zum Bordschützen. Auf einem Flughafen irrt Niobe durch die Gepäckbänder, während Ghost einen Weg zum Dach des Gebäudes erkämpft. In späteren Missionen wird das Ganze noch weiter auseinandergetrieben, wodurch prinzipiell zwei verschiedene Teile der Story beleuchtet werden.

Neben den beiden steuerbaren Charakteren werdet ihr es auch mit Sparks zu tun bekommen. Dieser wiederum ist der Operator der beiden und steht mit ihnen in ständigem Kontakt, während sie sich in der Matrix befinden. Immer wieder wird er kontaktiert, gibt den beiden Informationen und leitet sie zu den nächsten Knotenpunkten, natürlich wie gehabt in Form von Telefonen.

Enter the Matrix
Ghost in voller Aktion.

Schießen, schlagen, rasen
Spielerisch steht vor allem eines im Vordergrund: rasante Action in drei Schwierigkeitsgraden, wobei beim Anspielen leider noch nicht ganz abzusehen war, ob Story und Gameplay ausreichend Abwechslung bieten, um über eine tumbe Schieß- und Prügelorgie hinauszugehen. In den angespielten Levels konnten wir Niobe und Ghost dabei begleiten, wie sie in einem Postamt unter starkem Feindansturm ein Paket besorgen mussten, im Auto von der Polizei verfolgt wurden, sich durch Kanäle kämpften, über den Dächern von einem Agent gejagt wurden oder auf einem Flughafen einen Kameraden retten mussten, wobei offensichtlich auch Bossfights, beispielsweise gegen einen Agent oder einen Hubschrauber, vertreten sind. 'Enter the Matrix' setzt dabei weitgehend auf sehr weiträumige Levels, in denen ihr viel Platz habt, euch auszutoben.

Schwerpunkt sind natürlich die zahlreichen Kämpfe gegen ebenso zahlreiche, meist gescriptet auftauchende Gegner. Dabei wird zum einen auf verschiedene Schusswaffen gesetzt. Niobe und Ghost können jede Waffe einsammeln, die irgendwo herumliegt und per Tastendruck sowohl zum Schießen als auch als Schlagwaffe benutzen. Dieser Bereich der Kämpfe erinnert nicht wenig an 'Max Payne', zumal auch eine beidhändige Waffennutzung möglich ist. Ihr könnt aber nicht nur herumliegende Waffen einsammeln, sondern eure Gegner auch mit geschickten Aktionen entwaffnen. Bei den gezeigten Versionen ließ die KI der Gegner hier und da noch etwas zu wünschen übrig, speziell mitten in den Kämpfen kam es vor, dass Gegner kaum oder gar nicht reagierten.

 

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