Special - Sammelkartenspiel 'Eve – The Second Genesis' : Special

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Da war es wieder: Das alte Fieber eines Trading-Card-Spielers, der ein neues, interessantes Spiel entdeckt. So geschehen beim Eve-Online-Fanfest 2006 in Reykjavik, Island, bei dem wir das Sammelkartenspiel 'Eve – The Second Genesis' in Ruhe testen und spielen konnten. Wird es dieses relativ neue Spiel schaffen, dem altehrwürdigen 'Magic The Gathering' ernsthaft Konkurrenz zu machen und Spieler abzuwerben? Wir haben den Test gemacht.

Der Weg an die Spitze

Wie in jedem Sammelkartenspiel gibt es auch in 'Eve – The Second Genesis' eine Hintergrundgeschichte. Diese wird natürlich durch das 'Eve Online'-Universum bestimmt und alle Karten, die es in der ersten Edition gibt (zurzeit 240 verschiedene), sind den Spielern des MMOGs bekannt. Hintergrund ist, dass jeder Spieler der Chef seiner eigenen Firma ist und versuchen muss, die Vorherrschaft zu erringen. Wenn das geschehen und die eigene Flotte stark genug ist, fliegt man einen Angriff auf die Heimatregion des Gegenübers und gewinnt das Spiel, wenn die Station dort zerstört ist.

Verschiedene Kartenarten sorgen für eine Vermehrung der Geldvorräte, für den Bau von Schiffen und einfach für Gegenwehr bei Angriffen. Ausgehend von der eigenen Starbase, die am Anfang gleich auf dem Tisch liegt und die mit monetärem Aufwand ausgebaut werden kann, um Zusatzmöglichkeiten im Kampf zu bieten, liegen noch drei umgedrehte Outer- Regions-Karten auf dem Tisch. Im Laufe des Spiels gilt es, diese umzudrehen, um mehr Geld zu machen und die Zusatzfunktionen der Karten ausspielen zu können. In jeder dieser Regionen können Rohstoffe abgebaut und eigene Raumstationen gebaut werden, um die Gebiete vor dem Gegner zu schützen. Erst wenn ein eigenes Schiff in der Region ist, ist sie nicht mehr frei und wer eine Region des Gegners erobert, kann sich über erhöhte Produktivität freuen.

Ohne Raumschiffe kann es natürlich keine Angriffe geben. Diese Raumschiffe in Kartenform haben einige wichtige Faktoren: Erstens kosten sie natürlich etwas und zweitens dauert es eine Weile, bis sie einsatzbereit sind. Man kann sie also nicht gleich in derselben Runde nutzen. Ausnahme sind einige Schiffe, die sofort eingesetzt werden können, dafür aber sehr schwach sind. Weiterhin haben fast alle Schiffe des Spiels Zusatzfunktionen, die dem gegnerischen Spieler die Hölle heiß machen können. Hinterhalte, patrouillierende Schiffe und Schiffe, die sich selbst zerstören können, um andere Schiffe zu beschädigen, sind unangenehm. Jede der vier Fraktionen im Spiel (Minmatar, Caldari, Gallente und Amarr) hat Schiffe, die gemeinsam nutzbar sind, und andere Schiffe, die nur von einer oder zwei Fraktionen genutzt werden können.

Neben den Schiffen, den Regionen und der Heimatbasis gibt es eine Reihe weiterer wichtiger Karten, die den Feldzug bestimmen und finanzieren. So genannte "Locations" werden gespielt, um Rohstoffe im Weltraum zu repräsentieren. Die spannendste Kartenart im Spiel ist sicherlich "News". "News" sind die Karten, die man in den meisten Fällen sofort als Reaktion oder Aktion in jeder Phase des Spiels spielen kann, um zum Beispiel Angriffe zu stoppen, einzelne Schiffe oder Strukturen zu zerstören oder eine ganze Region frei zu machen. Ein Beispiel hierzu: Spieler A will ein großes, teures Schiff ausspielen und legt es auf seine Heimatbasis. Spieler B will ihm dies vermiesen und spielt die News-Karte mit dem Namen "Exiled from the Empire" und zerstört damit die Karte, die jetzt gespielt wird (also das Schiff). Da Spieler A aber noch die Karte "Mind Control" auf der Hand hat und auch das Geld, um sie zu bezahlen, legt er sie auf die Zerstörer-Karte. Im Endeffekt kann das Schiff nun gebaut werden, da die News-Karte, die das Schiff zerstört hätte, niemals zur Anwendung kam.

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