Test - F1 Official Team Manager : F1 Official Team Manager

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Informationen zu den Strecken findet ihr im Saisonverlauf.

In dem Optionsmenü könnt ihr die Grafikqualität von niedrig bis maximal bei einer Auflösung von 800x600 Pixel einstellen. Hier werden auch Reflexionen, die Umgebung, Schatten und so weiter ein- beziehungsweise ausgeschaltet, je nachdem, wie leistungsstark euer Rechner ist.

Beim Sound habt ihr die Möglichkeit, die Lautstärke der Motorengeräusche, des Beifalls und der Fahrerstimme einzustellen. Die Hintergrundmusik in den Menüs empfand ich als sehr nervend, wer jedoch auf dauerndes Motorengeheul im Hintergrund steht, wird daran seine Freude haben. Während des Rennens kommentiert Kai Ebel sporadisch die aktuellen Spielszenen. Er wiederholt sich allerdings recht oft, was auf die Dauer auch nicht gerade die reine Freude ist.

Der Rennsport kostet eine Menge, daher muss von irgendwoher Geld kommen. Dies geschieht auf der einen Seite durch Sponsoren, die durch Zuteilung von Assistenten zum Zwecke der Betreuung und natürlich durch gewonnene Rennen bei Laune gehalten werden müssen. Auf der anderen Seite treten Firmen an euch heran, die euer Firmenlogo vermarkten wollen, indem sie es auf Pappbecher, Regenschirme, Uhren und so weiter bringen, das sogenannte Merchandising. Die dritte Möglichkeit sind natürlich die Preisgelder, welche die FIA jedem Team, das auf einem der ersten sechs Plätze landet, zahlt. Erfolg ist also wie überall im Leben das A und O. Ohne Erfolg kein Preisgeld, keine Sponsoren und kein Merchandising.

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Verträge werden verlängert.

Habt ihr die erforderlichen Einstellungen vorgenommen, geht es richtig los. Ihr habt den Rennstall hoffentlich auf Anraten eures Chef-Designers beim offiziellen Testtag angemeldet, so dass ihr innerhalb eines Zeitraumes von knapp acht Stunden euren Wagen testen und verfeinern könnt. Ihr habt die Möglichkeit, die Tests im TV- oder Kommandoformat zu verfolgen. Um Anweisungen zu geben, müsst ihr euch jedoch im Kommandostand befinden.

Anschließend schickt ihr eure Fahrer nacheinander auf die Piste, nachdem ihr ihnen ein Fahrzeug zugewiesen habt. Leider halten sich die Weisungsmöglichkeiten sehr in Grenzen. So kann dem Fahrer lediglich mitgeteilt werden, ob er langsamer oder schneller fahren, die Position halten oder mit vollem Risiko über die Piste heizen soll. Dabei kommt es häufiger zu Fahrfehlern. Das Motivieren, Kritisieren oder Loben des Fahrers ist nicht möglich.

Das jeweilige Fahrzeug kann mit den besten Teilen neu ausgestattet oder einfach bei den Boxenstopps, die auf eure Anweisung hin geschehen, repariert werden. Das wird relativ schnell zur Routine und stellt keine Herausforderung dar. Euer Fahrer wird dann einige Runden fahren und anschließend in einem kurzen Statement angeben, was er von dem Fahrzeug hält und was es zu verbessern gibt.

Dann bekommt ihr von eurem Mitarbeiter in maximal drei kurzen Sätzen gesagt, was seiner Meinung nach an den Einstellungen von Heck- und Frontflügel, Übersetzungsverhältnis und Aufhängungshärte sowie der Bremsbalance zu verändern ist. Weitere Veränderungen am Fahrzeug können nicht vorgenommen werden. Da seine Angaben teilweise sehr unpräzise sind, tüftelt ihr so lange herum, bis eure Fahrer mit dem Auto zufrieden sind. Das ganze gleicht einem Lottospiel und macht auf die Dauer wenig Spaß, da jeder Trainingstag wie der andere ist. Keine Wetterprognose gilt es zu berücksichtigen, die Reifen, die ihr benutzt, sind immer die gleichen.

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Klatsch und Tratsch findet ihr in der Zeitung.

Ihr habt verschiedene Kameraperspektiven zur Verfügung, um das Geschehen zu verfolgen. Während eure Fahrer das Fahrzeug testen, könnt ihr immer die aktuelle Bestzeit im Menü abrufen. Sollten eure Fahrer von der Strecke abkommen und das Fahrzeug zerstören, steht es im späteren Rennen nicht mehr zur Verfügung. Ihr solltet also mit den Fahrzeugen haushalten. Fahrzeugteile, die ihr verbraucht, müssen produziert werden und stehen bei hohem Verbrauch nicht immer zur Verfügung, wenn ihr nicht aufpasst.

Als nächstes kommt das freie Training, das ihr wieder innerhalb von 45 Minuten absolviert. Das anschließende Qualifying, welches maximal zwölf Runden oder eine Stunde lang dauert, kann ebenso wie der Testtag und das freie Training in Echtzeit oder im Zeitraffer durchlaufen werden, der beliebig an- und abschaltbar ist.

Für das jetzt folgende Rennen legt ihr im Vorfeld eine Strategie fest. Dabei geht es darum, mit wie vielen Boxenstopps ihr fahren wollt. Ihr bekommt dazu wieder von eurem Mitarbeiter einen Vorschlag, den ihr aber nachprüfen solltet. Ich habe, als ich das Rennen im Zeitraffer durchlaufen ließ, das Problem gehabt, dass ein Auto wegen Benzinmangel liegen blieb.

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Der Beginn des Testtages.

Die Atmosphäre während des Rennens war fast spürbar, man kann im Fernsehmodus mitfiebern und wünscht den eigenen Fahrern natürlich Glück bei Überholmanövern, zittert mit, wenn sie versuchen, eine gute Position zu halten oder zu erlangen. Die Darstellung des Rennens ist akzeptabel. Das legte sich allerdings nach einigen Rennen, als Eddie Irvine ständig wegen Fahrfehlern oder Defekten ausschied und sich das in Ermangelung einer Trainingsmöglichkeit für die Fahrer nicht abstellen ließ. Die Zeiten für die Boxenstopps blieben nur beim Durchschnitt, auch das Team hätte ich gerne mal in ein Trainingslager geschickt. Dazu kam dann noch die haushohe Überlegenheit der McLaren, Mika Häkkinen fuhr in fünf Rennen hintereinander ohne die kleinsten Probleme auf Platz eins. Wählt ihr das McLaren Team aus, habt ihr bereits so gut wie gewonnen.

 

Fazit

von Nikita
Die Idee des 'F1 Official Team Manager' ist gut, die oberflächliche Umsetzung lässt allerdings sehr zu wünschen übrig. Der weggelassene Multiplayer-Modus ist sicher damit zu begründen, dass der eine Spieler Testtage voll ausnutzt, während andere nur schnell das Soll absolvieren und die zeitliche Verzögerung immens sein kann. Trotzdem wäre es wünschenswert gewesen, dafür eine Lösung zu finden, was dem Spiel einen gewissen Anreiz gegeben hätte. Die Atmosphäre beim Rennen ist zu Beginn ziemlich mitreißend, nachdem man jedoch mitbekommt, dass sich die Einwirkungsmöglichkeiten aufs Team sehr in Grenzen halten, die Einstellungen, die am Fahrzeug vorgenommen werden können, rar sind und der haushohen Überlegenheit der McLaren im Endeffekt nichts Planvolles entgegengesetzt werden kann, lässt der Spielspass augenblicklich sehr nach. Einmal wurde ein gewonnenes Rennen aberkannt, wofür keine Gründe ersichtlich waren oder genannt wurden. Die äußeren Umstände und die spärlichen Aktionen zwischen den Rennen sind immer die gleichen, sehr schnell kommt dann Langeweile auf. Eigentlich fühlt man sich nicht mittendrin, sondern nur dabei. Was mir weiterhin auffiel, war die hohe Rechnerbelastung. Bei der maximalen Einstellung hatte ein PIII 500 mit 256 MB RAM bereits massig zu kämpfen.  

Wertung

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