Test - FIFA 2001 : FIFA 2001

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Anpfiff auf der PS2: Nach Umsetzungen für PC und PSone beschert uns Electronic Arts mit 'FIFA 2001' auch eine Version für die PlayStation 2. Da aber Konami mit 'ISS' ein äusserst ansprechendes Konkurrenzprodukt im Programm hat, stehen den frischgebackenen PS2-Besitzer und Hobbykicker bereits zum Start zwei Fussballtitel zur Auswahl. Ob EA mit ihrem Produkt nur in der PS2-Kreisliga spielt oder das Zeug zum Weltmeister hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Die 'FIFA'-Serie begann im Jahre 1993 mit 'FIFA Soccer' für Mega Drive und Super Nintendo. Schon damals stachen das hervorragende Gameplay und die dank Lizenz originalen Spielernamen positiv hervor. Mit 'FIFA 2001' präsentiert uns EA nun die neueste Version für Sonys neue Wunderkonsole. Das Spiel erinnert stark an die PC-Umsetzung, wobei natürlich einige konsolen-spezifische Elemente vorhanden sind.

Zuerst erwartet euch natürlich das obligatorische Intro. Darin sind aber nicht etwa reale Szenen zu sehen, sondern rasant zusammengeschnipselte Game-Ausschnitte, unterlegt mit heissen Rhythmen. Die Programmierer sind scheinbar sehr überzeugt von ihrer Arbeit; nun, das wird sich erst in richtigen Spielsituationen herausstellen.
Wollt ihr euch so schnell wie möglich von der gelungenen Technik des Games überzeugen, steigt ihr über den Modus 'Jetzt spielen' sofort ins Geschehen ein. Ihr müsst nur noch die beiden Mannschaften auswählen und ab geht es auf den Rasen im vollbesetzten Stadion.

FIFA 2001
Im Intro erwarten euch spektakuläre Spielausschnitte.

Natürlich bietet 'FIFA 2001' noch einige weitere Spielmodi, die eher für Langzeitmotivation sorgen. Im 'Freundschaftsspiel' tritt euer Team gegen eine ausgewählte Mannschaft an. Dieser Modus erinnert stark an 'Jetzt spielen'.

Im 'Season'-Modus entscheidet ihr euch für eine Clubmannschaft euer Wahl aus insgesamt sechzehn Ligen der folgenden Länder: Brasilien, Belgien, Deutschland, Dänemark, England, Frankreich, Griechenland, Holland, Israel, Italien, Korea (K-League), USA (MLS), Norwegen, Österreich, Schottland und Schweden. Dann gibt es natürlich noch über 50 Nationalmannschaften und vereinzelte Clubs wie zum Beispiel 'Galatasaray Istanbul'.

Bei 'Turniere' wählt ihr zunächst aus, ob ihr um den europäischen Champions-Pokal antreten wollt oder bei der Weltmeisterschaft oder dem Europa-Cup mitmischen wollt.

Unter 'Individuell' dürft ihr euch ein eigenes Turnier zusammenbasteln und bis ins kleinste Detail konfigurieren. Von der Anzahl und Auswahl der Mannschaften über Liga- oder KO-System bis zum Anfangsmonat des Turniers lässt sich alles nach euren Wünschen einstellen.

Im 'Training' könnt ihr mit eurer Mannschaft entweder ein Übungsspiel starten oder Standardsituationen wie Freistoss, Elfmeter oder Eckball verinnerlichen. Nur Schade, dass es hier nicht mehr Trainingsmöglichkeiten gibt. Gerade Übungsaufgaben als kleine abwechslungsreiche Herausforderung mit anschliessender Bewertung hätten viel Spass gebracht.

FIFA 2001
Wird der Torwart diesen Angriff vereiteln können?

Besonders umfangreich wurden hingegen die Optionen gestaltet. Hier könnt ihr nicht nur den Schwierigkeitsgrad, die Länge eines Matchs oder die Steuerung nach euren Wünschen einstellen, sondern auch das Regelwerk konfigurieren. Wollt ihr einmal so richtig den Frust rauslassen und den Gegner krankenhausreif foulen, schaltet ihr die roten und gelben Karten aus. Mögt ihr es lieber etwas arcade-lastiger, schaltet ihr die Ermüdung der Spieler ab und werft die Abseitsregel raus. Ist euch der Schiedsrichter zu streng, setzt ihr halt einen liberaleren ein. Ausserdem könnt ihr auf Wunsch genau festlegen, in welchem Stadion, zu welcher Zeit und bei welchem Wetter ihr antreten wollt.

FIFA 2001
In Nahaufnahmen erkennt ihr erst die grafische Güte der Spieler.

Unter 'Individuell' lassen sich die Teams nach Belieben editieren. So könnt ihr euer Lieblingsteam dem aktuellsten Stand anpassen, Transfers durchführen, eigene Spieler zusammenbauen oder gleich ein Fantasie-Team erstellen. Dabei ist es wirklich beeindruckend, wie genau beispielsweise die Spieler konfiguriert werden dürfen. Bei jedem Kleidungsstück steht ihr vor einer Auswahl aus Dutzenden von Mustern und Farben. Aber auch Grösse, Hautfarbe, Frisur und Gesichtsmerkmale dürfen bis ins kleinste Detail bearbeitet werden. Mit genügend Fleiss könnt ihr so virtuelle Kicker erstellen, die ihren Vorbildern deutlich ähneln. Leider ist aber die Grundstruktur der Figuren bei allen Sportlern gleich. Noch etwas mehr künstlerische Freiheit hätte dem Realismus sicher nicht geschadet. Hier sollte EA mit Verbesserungen nochmals ansetzen. Alle eure Einstellungen werden natürlich auf der PS2-MC abgespeichert.

 

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