Test - Final Fantasy Crystal Chronicles : Final Fantasy Crystal Chronicles

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Nach langer Abstinenz erscheint wieder ein 'Final Fantasy'-Spiel auf einer Nintendo-Konsole. 'Final Fantasy: Crystal Chronicles' setzt allerdings auf einfache RPG-Elemente, actionorientierte Kämpfe und auf einen originellen Mehrspieler-Modus. Top oder Flop? Die Antwort gibt's im folgenden Text.
 

Die große Karawane
Der Schock bei den Nintendo-Fans saß tief, als Squaresoft entschied, 'Final Fantasy VII' nicht für N64 zu entwickeln, sondern für PSone. Schließlich war Square und Nintendo seit den 80er Jahren ein überaus erfolgreiches Gespann und hatten mit den FF-Teilen vor allem in Japan regelmäßig Millionenhits. Nachdem nun Square einige Jahre für Sonys Konsolen Spiele programmierte und mittlerweile mit dem großen Konkurrenten Enix fusioniert ist, dürfen sich Nintendo-Anhänger wieder über neues Futter aus der Square Enix-Schmiede freuen. Erstes GameCube-Spiel aus dieser Wiedervereinigung ist 'Final Fantasy: Crystal Chronicles'. Die Erwartungen an den Titel sind hoch – die Marke 'Final Fantasy' steht für hohe Qualität und auf dem Nintendo-Würfel sah es bislang düster aus in punkto Rollenspielen.

Doch kommen wir erstmal zur Story von 'Final Fantasy: Crystal Chronicles'. In einer Fantasy-Welt, die nicht wenig an das 'Herr der Ringe'-Auenland erinnert, herrscht seit Jahren ein giftiger Nebel namens Miasma. Zum Glück verfügen die Dörfer und Städte über geheimnisvolle Kristalle, welche den tödlichen Dunst abhalten. Doch wie so oft hat diese Sache einen Haken – die Kristalle verlieren nach einem Jahr ihre Wirkung. Um sie wieder 'aufzuladen', müssen sie mit Myrrhe-Tau geputzt werden. Dumm ist nur, dass Myrrhe kaum noch irgendwo zu finden ist. Meist ist das Gewächs in einer dunklen Höhle oder in einem mit Gegnern verseuchten Ort zu finden. Also schickt jedes Dorf und jede Stadt eine Karawane in die gefährlichen Gebiete, welche einen Kristallkelch mit Tau füllen und zurück in die Heimat bringen sollen.

Helden mit Handheld-Faible
Bevor die große Reise beginnt, muss erstmal wie in anderen Rollenspielen die Hauptfigur zusammengebastelt werden. Zunächst wählt ihr eine von vier unterschiedlichen Volksgruppen, das Outfit sowie den Beruf der Eltern. Habt ihr einen Händler als Vater, könnt ihr bei ihm günstiger einkaufen, und so weiter. Die Völker haben außerdem verschiedene Fertigkeiten – die einen sind beispielsweise bessere Kämpfer, die anderen verstehen sich mehr aufs Zaubern oder überzeugen besonders in Defensivbewegungen. Dann geht's endlich los. Auf einer Karte bewegt ihr euch zwischen verschiedenen Punkten. So besucht ihr zum Beispiel Städte und Häfen, aber auch gefährliche Dungeons, Graslandschaften und Tunnels.

Neben dem Einzelspieler-Abenteuer steht aber der Mehrspieler-Modus im Vordergrund, denn der macht einfach mehr Spaß. Bis zu vier Charaktere kämpfen gemeinsam gegen die Monster und lösen kleinere Aufgaben. Allerdings hat die Sache einen Haken: Während im Solo-Einsatz mit dem Joypad gesteuert wird, muss für Mehrspieler-Einsätze jeder über einen Game Boy Advance verfügen, der mit dem entsprechenden Kabel an den GameCube angeschlossen wird und so als Joypad-Ersatz dient. Dies ist sehr ärgerlich, denn im Grunde hätte der Multiplayer-Part auch mit gewöhnlichen Joypads funktioniert. Nicht jeder besitzt schließlich über das entsprechende Equipment, sprich genügend GBAs und GBA/GCN-Link-Kabel.

 

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