Preview - Final Fantasy XII : Final Fantasy XII

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Ein ´Final Fantasy´ ist immer ein Ereignis, über das es sich zu berichten lohnt. In den USA ist jüngst die erste für Nicht-Japaner verständliche Umsetzung der zwölften Episode erschienen. Die Unterschiede zu den Vorgängern sind gravierend, weshalb wir euch im Vorfeld einiges über das erzählen möchten, was voraussichtlich im Februar 2007 nach Europa kommt.

Episode zwölf

Die Famitsu, Japans berühmteste Videospielzeitschrift, hat ein eigenes Wertungssystem. Dort verteilen vier Redakteure je ein bis zehn Punkte, wobei dies mehr einem subjektiven Empfinden gleichkommt. Die Anzahl der Spiele, welche bislang viermal eine zehn erhalten haben, lassen sich an zwei Händen abzählen. ´Final Fantasy 12´ hat als erstes Spiel der berühmten Rollenspiel-Serie ebenfalls diese Höchstwertung geknackt, obwohl es gleichzeitig bei Fans schon jetzt mehr als umstritten ist.

Keine Liebe, sondern Macht

Ein wesentlicher Grund für diese Meinungsspaltung ist die Story, deren Protagonisten Vaan und Ashe eben nicht auf die übliche Beziehungsschiene gezerrt werden. Stattdessen geht es um Kriege, Rache und Politik: Die Bewohner von Dalmasca mussten vor sechs Jahren mit ansehen, wie ihr unabhängiges Königreich vom Imperium Archadia regelrecht überrannt wurde. Dabei kam nicht nur der König ums Leben, sondern auch dessen Schwiegersohn Rasler, gleichzeitig Ashes Gemahl, und ganz nebenbei auch Vaans Bruder Reks. Die Bewohner Dalmascas leben nun unter der Herrschaft des Imperators, der aufgrund seines Alters nicht mehr lange regieren wird. In der Tat geht die eigentliche Gefahr von seinem Sohn Vayne aus, dessen Kaltherzigkeit mit zunehmender Machtübernahme ansteigt.

Letztendlich dreht sich alles um den Zwist zwischen Frieden und Rache, den ihr mit insgesamt sechs Helden durchlebt. Die Story wird euch sicherlich nicht mit Überraschungen erschlagen, aber sie wirkt in der englischen Fassung sehr gut erzählt und lebt von der exzellenten Synchronisation. Wir hoffen inständig, dass der deutsche Publisher Koch Media hier keine Experimente eingeht und entweder nur auf Untertitel setzt oder zumindest das Original auf der DVD beibehält: Solch eine gute Sprachausgabe ins Deutsche zu übersetzen, dürfte nahezu unmöglich sein.

Massive-Singleplayer-Offline-RPG

Habt ihr euch mit dem Gedanken abgefunden, keine "Love-Story, die 1385ste" in ´Final Fantasy 12´ vorzufinden, müsst ihr euch gleich an die nächste Umstellung gewöhnen. Kämpfe finden nicht nur direkt auf der Spielfläche statt, sie erinnern verteufelt an MMORPGs und logischerweise auch an ´Final Fantasy 11´. In der Third-Person-Perspektive könnt ihr euch schon von weitem zum Angriff oder Zauber bereitmachen, danach rennt die Figur automatisch in Richtung Feind und führt die Aktion entsprechend aus. Dabei gemahnen manche Elemente, wie der Zeitbalken oder die Aufteilung des Aktionsmenüs, wiederum an ältere ´Final Fantasy´-Spiele, nur dass neuerdings der Echtzeitfaktor eine deutlich größere Rolle spielt. Wobei "Echtzeit" relativ ist: Wem das Treiben auf dem Bildschirm zu hektisch erscheint, der aktiviert den Wait-Modus, womit jeder Knopfdruck ins Aktionsmenü automatisch das Spiel pausiert.

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