Test - Fire Emblem Echoes: Shadows of Valentia : 15 Jahre später: Das Feuer brennt noch immer

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Lange ist es her. 1992 erschien Fire Emblem: Gaiden für das NES exklusiv in Japan. Seitdem ist viel passiert. Die Reihe hat mittlerweile 15 Ableger und eine große Fangemeinschaft im Westen. Grund genug für Nintendo, mit Fire Emblem Echoes: Shadows auf Valentia den Klassiker einer Generalüberholung zu unterziehen und neu aufleben zu lassen. Ob die Mischung aus Echtzeitstrategie und Dungeon-Crawler heute noch funktioniert, lest ihr bei uns im Test.

Der König ist tot und ein sich anbahnender Krieg zwischen den Reichen Zofia und Rigel versetzt das Land in Unruhe. Zu Beginn des Spiels übernehmen wir die Rolle von Alm, dem Enkel und Schüler von Sir Mycen, einem Helden der Zofia-Ritter aus früheren Tagen. Streng behütet in seinem Heimatdorf aufgewachsen, bekam er von der Außenwelt und dem Krieg allerdings nicht allzu viel mit.

Während seiner Kindheit lernt er die zofianische Prinzessin Cecilia kennen, zu der er eine besondere Bindung aufbaut, ehe sie in ein anderes Dorf flüchten muss. Für Alm ändert sich alles, als der Bund der Freien in das Dorf kommt und nach Verbündeten im Kampf gegen die Besatzer aus Rigel sucht. Gemeinsam mit seinen Freunden aus dem Dorf schließt er sich der Allianz an, um sein Land zu verteidigen und endlich die Welt zu sehen.

Später im Spiel wechselt ihr immer wieder zwischen den beiden Hauptcharakteren Alm und Cecilia hin und her, die beide ihre eigenen Wege im Krieg beschreiten. Während Alm beim Bund der Freien eine steile Karriere hinlegt und in kurzer Zeit zum Anführer der Vereinigung wird, ist Cecilia zur Priesterin der Göttin Mila geworden. Jederzeit können wir entweder mit Alm oder mit Milas Trupp unsere Kämpfe bestreiten. Beide erleben zeitweise ihr eigenes Abenteuer mit eigenen Zielen. Die Story wird immer wieder durch wunderschöne und spannende Zeichentricksequenzen erzählt, die in Zusammenarbeit mit dem Studio Khara entstanden sind.

Taktische Vielfalt

Fire Emblem Echoes: Shadows of Valentia ist eine Mischung aus Strategie- und Rollenspiel. Typisch für die Reihe, finden die Kämpfe auf einer separaten Karte statt, wo ihr eure Charaktere rundenbasiert aus der Vogelperspektive über ein Schlachtfeld manövriert. Kommt es auf dem Feld zu einer Begegnung mit einem Gegner, wird das Aufeinandertreffen sehr stimmungsvoll animiert.

Dabei ist taktisch kluges Vorgehen das A und O, um siegreich zu sein. Es gilt, stets die Umgebung im Auge zu behalten, um sich Vorteile zu verschaffen und den Feinden immer einen Zug voraus zu sein. Begebt ihr euch etwa in ein Waldstück, erhöht sich eure Ausweichchance drastisch. Positioniert ihr eure Fernkämpfer auf höher gelegenen Stellen, haben sie eine größere Reichweite und können die Gegner aus der Ferne effektiver beharken. Um zu vermeiden, dass die Feinde sich von allen Seiten auf einen Charakter stürzen, kann man sie auch an Engpässen wie beispielsweise Brücken abfangen, um den Durchbruch zu verhindern. Die taktischen Möglichkeiten sind vielseitig.

Fire Emblem Echoes: Shadows of Valentia - Opening Movie Trailer (jap.)
In diesem Video könnt ihr euch vorab die Eröffnungssequenz des neuen 3DS-Serienablegers aus Japan ansehen.

Diese auszuspielen ist notwendig, denn die KI leistet verdammt gute Arbeit. Sie bringt mit Vorliebe eure Heiler in Bedrängnis und stürzt sich auf Charaktere, die stark angeschlagen sind. Aufgrund dessen haben wir einige unschöne Überraschungen erlebt und Verbündete verloren, wodurch sich das Blatt gewendet hat und wir eine Niederlage hätten hinnehmen müssen. Hätten? Müssen? Ja, denn Fire Emblem Echoes: Shadows of Valentia gibt uns eine neues System an die Hand, mit dem wir unglückliche Züge rückgängig machen können.

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