Test - Forbidden Siren : Forbidden Siren

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Sam Fisher auf Zombie-Fang: Mit 'Forbidden Siren' geht Sony Japan ungewöhnliche Wege und kombiniert erstmals in einem Videospiel Schleichelemente mit den Tugenden klassischer Survival Horror-Action. Ob das Ergebnis dabei neben solchen Grusel-Perlen wie 'Silent Hill' mehr als nur ein Schattendasein fristen muss, erfahrt ihr in unserem Test.
 

Stiller Hügel
Die Erde bebt, Sirenengesang ist zu vernehmen und wo einst herrliches Quellwasser für die passende Erfrischung im japanischen Dorf Hanyuda sorgte, machen nun Bäche aus Blut die Menschen stutzig. Zumindest all jene, die nicht lethargisch durch die dunklen und vernebelten Gassen des rustikalen Ferienortes wandeln und auf Menschenfleisch aus sind. Man merkt schon: Sonys neustes Action-Adventure 'Forbidden Siren' baut storytechnisch stark auf die Erfolgsreihe 'Silent Hill' auf. Wie bei dem Kultschocker aus dem Hause Konami verwandelt sich ein eigentlich friedlicher Ort über Nacht zum Vorhof der Hölle und es liegt am Spieler, seine Protagonisten lebend durch die nebligen Gassen des Ortes zu führen.

Der Plural kommt dabei nicht von ungefähr. Im Gegensatz zu den Genre-Kollegen schlüpft ihr im neusten Titel von Keiichiro Toyama, seines Zeichens Produzent des PSone-'Silent Hill's, in die Haut von insgesamt zehn extrem unterschiedlichen Personen, um nach und nach in kleinen Episoden hinter das Geheimnis der mysteriösen Vorfälle zu kommen. Durch stetige Zeitsprünge in der Handlung – mal schlüpft ihr in die Haut eines Lehrers, der mit seiner Schülerin entkommen will, ein anderes mal spielt ihr einen Jäger, dessen Abenteuer sich Stunden zuvor abgespielt hat – fällt es stellenweise schwer, der abstrakten, wenngleich logischen Hintergrundgeschichte der Survival-Hatz zu folgen.

Das Zweite Gesicht
Jede Handlungsepisode stellt dabei einen in sich geschlossenen Auftrag dar. Meist müsst ihr während der 78 Levelabschnitte nur ein bestimmtes Item auftreiben oder einen auf der Karte markierten Ort erreichen, was angesichts Dutzender Zombiekreaturen innerhalb der Etappen jedoch keine einfache Aufgabe ist. Zumal eure Spielfigur genre-untypisch nur zwei bis drei Treffer einstecken kann und eure Widersacher zwar untot sind, jedoch alles andere als dumm oder langsam. Zudem verfügt ihr nur in absoluten Ausnahmefällen über eine Schusswaffe, mit der ihr euch wehren könntet. Einmal von einem Gegner entdeckt, heißt es daher schon bald 'Game Over' und man darf den Abschnitt erneut beginnen. Ein Speichern ist nur am Ende jeder Episode möglich.

Durch die dicke Nebelsuppe, die die Stadt umschlossen hat, und den Umstand, dass sich die Handlung von 'Forbidden Siren' stets in der Nacht abspielt, ist es dabei fast unmöglich, die Gegner mit dem bloßen Auge zu entdecken. Eine stets mitgeführte Taschenlampe bringt zwar Licht in dunkle Ecken, der helle Lichtstrahl lockt jedoch auch die Widersacher an. Hier kommt das ungewöhnlichste Feature des Titels zu tragen: das 'Sightjack'-System. Jede eurer Spielfiguren verfügt über das 'Zweite Gesicht' und kann in die Gedanken der Gegner eintauchen, um durch deren Augen zu sehen. Ein Druck auf die R2-Taste genügt und schon schaltet ihr eure Spielfigur auf Empfang, während ihr mit dem linken Analog-Stick eure Fühler nach Gegnern ausstreckt – sprich, den Stick im Kreis rotieren lasst. Habt ihr einen Widersacher gefunden, schaltet das Bild auf dessen Sicht und ihr könnt ihn mit einer der vier Standardtasten des Controllers markieren, um später gemütlich zwischen verschiedenen Gegnern hin- und herzuschalten. Aus dem Blickfeld des Kontrahenten könnt ihr nun auf dessen Position schließen, seine Laufrouten auswendig lernen und ihn so gekonnt umgehen. Bunte Kreuze zeigen euch dabei stets an, wo sich eure Spielfigur sowie mögliche Kameraden aufhalten, selbst wenn sie sich außerhalb des Sichtradius des Gegners befinden.

 

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