Test - Formel Eins 2003 : Formel Eins 2003

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Wenn sich durchtrainierte Männer mit schnittigen, getunten Rennmaschinen treffen, gefolgt von jeder Menge schöner Frauen, und die Polizei bei den ganzen Regelverstößen nur noch mit den Ohren schlackern kann, dann handelt es sich normalerweise um illegale Straßenrennen, die quer durch die Republik gefahren werden - oder um die allseits beliebte Formel 1. Und die findet, ebenso wie die Streetracings, permanent neue Anhänger. Auch auf der PS2 geht’s in eine neue Runde dank Sonys ambitioniertem Titel 'Formel Eins 2003'.

Formel Eins 2003
Schumi, bist du es wirklich?

Alle Jahre wieder
Diejenigen unter euch, die in den vergangenen Jahren bereits Erfahrungen mit Formel Eins-Rennen auf dem PC oder Konsolen sammeln konnten, werden eines festgestellt haben: Viele dieser Titel wiesen zu ihrem Release einen veralteten Datensatz aus der vorherigen Saison auf und machten daher auch nur bedingt Spaß. Dass es auch anders geht, beweist euch der japanische Spielegigant Sony auf hervorragende Weise mit seinem neuen Werk 'Formel Eins 2003'. Nachdem sich der Vorgänger im vergangenen Jahr wie geschnitten Brot verkaufte, haben es sich die Mannen bei Sony nicht nehmen lassen, gleich die Daten und Lizenzen zur laufenden 2003er-Saison exklusiv einzukaufen, um euch parallel zur aktuellen Meisterschaft mit allen Neuerungen erfreuen zu können. Neben den nagelneuen Autos gibt es erstmals auch die veränderten Qualifikationsmodi und das neue Punktewertungssystem. Wurde bislang nach einem Training das direkt für das jeweilige Rennen entscheidende Qualifying gefahren, müsst ihr euch bei 'Formel Eins 2003' erst einmal im Pre-Qualifying beweisen, bevor es dann in die zweite Wertung zum eigentlichen Qualifizieren geht. Auch die abgeänderte Reifenregelung, nach der es den Teams verboten ist, vor dem Rennen neue Reifen aufzuziehen, wurde ins Spiel integriert. Für Strategen bedeutet so eine Änderung natürlich auch eine Verschiebung der alten Taktiken, die sie noch aus der letzten Saison kennen. Und auch der Kampf um die Podestplätze ist durch die Punkteverteilung spannender als je zuvor geworden.

Formel Eins 2003
Mit 282 Sachen durch Sepang.

Da Sony aus dem alten Formel Eins-Titel ein Quasi-Update gemacht hat, wird es euch auch nicht schwer fallen, euch im Gameplay zurechtzufinden. Das Menü ist übersichtlich aufgebaut und teilt sich in den 'Arcade'- und in den 'Simulation'-Modus auf. Während ihr euch in Ersterem auf das eigentliche Renngeschehen konzentrieren dürft, nimmt euch der Simulations-Modus mit in die große Welt des Formel Eins-Motorsports. Hier könnt ihr euch so richtig austoben. Neben einem beliebigen Rennen, ähnlich dem im Arcade-Bereich, steht euch ein komplettes Rennwochenende zur Verfügung. Wer die insgesamt 18 Strecken noch nicht kennt, darf zunächst einmal beliebig viele Runden als Testfahrt auf seiner Strecke buchen, um jede noch so kleine Schikane kennen zu lernen. Seid ihr der Meinung, dass ihr euch gut auf dem Parcours auskennt, könnt ihr zum ersten Qualifying übergehen. Im ersten Durchgang fahrt ihr innerhalb einer simulierten Stunde eine Aufwärm- sowie eine schnelle Runde. Danach erfolgt eure Platzierung. Der nächste Rennwochenendtag verläuft nach gleichem Schema. Anschließend werden eure beiden Qualifikationsplatzierungen verrechnet und ihr startet zur Fahrt um die Pole Position. Vor dem Rennen gibt es natürlich noch die Möglichkeit, ein Warmup zu fahren. Dann ist es Zeit für das Rennen, welches ihr über drei Runden, zehn Runden, die Hälfte der Renndistanz oder die Originalrennlänge austragen dürft. Schließlich nehmt ihr an der gesamten Formel Eins-Weltmeisterschaft teil, die für den wahren Fan die ultimative Herausforderung ist. Natürlich könnt ihr auch zu zweit via Splitscreen gegeneinander antreten, was dank übersichtlicher Bildschirmaufteilung und guter Kameraführung lange motivieren kann.

Formel Eins 2003
Das war's wohl mit dem Motor.

Mit 270 in die Reifen
Genreneulinge, die zum ersten Mal hinter dem Lenkrad eines F1 Boliden sitzen, werden wohl anfangs einen leichten Schreck bekommen. Dieser kommt nicht nur von dem sehr gut vermittelten Geschwindigkeitsgefühl, das dank der über die Dreieckstaste veränderbaren Kameraperspektive überzeugend umgesetzt wird. Vor allem die sensible Steuerung ihres Fahrzeugs dürfte für sie zu einer echten Schlingerpartie werden, denn mehrere hundert PS lassen sich nicht so einfach manövrieren wie ein kleiner Peugeot. Hinzu kommt, dass ihr euren Flitzer nur mittels der beiden Joysticks bewegen könnt. Dabei dient der rechte Stick zur Beschleunigung und zum Bremsen. Links wird der Wagen in die entsprechenden Richtungen gelenkt. Das bedarf einiger Einarbeitungszeit, da sonst das Kiesbett oder der nächste Reifenstapel zu eurem zweiten Daueraufenthaltsort wird. Dank zuschaltbarer Fahrhilfen nimmt euch die KI jedoch eine Menge ab und verzeiht als Einsteiger alle Unfälle.

 

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