Special - Adventure-Power auf der GC : Massig Nachschub für Rätsel-Fans

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    Geheimakte 2 (Deep Silver)
    Geheimakte Tunguska 2
    Wenn ein Titel aus der Masse der vorgestellten Adventures herausstach, dann auf jeden Fall 'Geheimakte 2', der Nachfolger des sehr erfolgreichen 'Geheimakte Tunguska' – für viele das beste Adventure der letzten Monate (mal abgesehen von 'Jack Keane'). Das Spiel ist etwas zwei Jahre nach dem Vorgänger angesiedelt und die Helden Max und Nina gehen nach kurzer Liaison wieder getrennte Wege. Max tummelt sich auf Bali, Nina in Europa und auf erholsamer Kreuzfahrt. Die zunächst unabhängigen Handlungsstränge führen nach vielen seltsamen Ereignissen natürlich zusammen und es gilt, zum Schluss knackige Aufgaben zu meistern, bei denen das Zusammenspiel der beiden spielbaren Charaktere wieder eine erhebliche Rolle spielt. Am eigentlichen Gameplay wurde relativ wenig verändert – warum auch, das klappte schon beim ersten Teil hervorragend. Neu dabei ist eine stärkere Abgrenzung von Dialog- und Rätselszenen durch entsprechende Kamerafahrten, Zooms und Änderungen des Interfaces - die Tooltipps befinden sich nun direkt am Mauscursor. Technisch hat sich allerdings einiges getan. Dank Zooms und Overlays kommen deutlich cinematischere Sequenzen zum Tragen. Dynamisches Lighting spielt sogar eine Rolle bei Rätseln, wenn ihr verdunkelte Bereiche per Lampe aufhellen sollt. Auch Pixelshader und Normalmapping kommen zum Einsatz, wobei diese Features optional deaktivierbar sind zugunsten der Systemleistung. Und noch ein Pluspunkt: Von 1024x768 bis hin zu 1600x1050 werden alle Auflösungen unterstützt, inklusive Breitbildformaten für Besitzer von Laptops oder LCD-Fernsehern. Ach ja, abhängig von Tageszeit oder Wetter ändern sich auch die Locations und die anzutreffenden NPCs. Nach erster Besichtigung ein Must-Have für Adventure-Spieler.

    Ersteindruck: Sehr gut

    A New Beginning (Daedalic)

    GC 2007
    Der junge Hamburger Publisher Daedalic stellte auf der GC mit 'A New Beginning' die erste Eigenentwicklung vor. Die Story schreckt zunächst vor keinem aktuellen Klischee zurück: Die Welt ist kurz vor dem Ende, der Klimawechsel hat voll zugeschlagen, überall auf der Welt kommt es zu gravierenden Katastrophen und die überlebende Menschheit haust unter der Erdoberfläche. Zeitreisende werden ausgeschickt, um die früheren Fehler der Menschheit auszubügeln, was natürlich voll in die Hose geht. Ein Teil der Crew krepiert im Jahre 2050, zwei Überlebende kommen letztendlich 2010 an und versuchen, die Sache noch zu retten. Das Spiel gibt sich – freiwillig oder unfreiwillig – sehr altertümlich mit 2D-Charakteren und 2D-Hintergründen und verzichtet auf aktuelle Hilfsfunktionen wie Hotspot-Anzeigen. Auch in technischer Hinsicht ist kaum mehr als altbackenes Parallax-Scrolling zu sehen. Dafür setzt man auf sehr traditionelle Mechanismen, wie beispielsweise bei allen möglichen interaktiven Objekten verschiedene Nutzungsmöglichkeiten beim Anklicken aufzuzeigen. Prinzipiell kann etwas Oldschool im Genre nicht schaden, ob sich das Spiel letztendlich aber gegen die ungemein starke Konkurrenz durchsetzen kann, bleibt abzuwarten. Mir persönlich wirkte das alles etwas zu altertümlich.

    Ersteindruck: Befriedigend

    Ankh: Kampf der Götter (Daedalic)

    Ankh: Kampf der Götter
    Deck-13 bringt uns nach dem großen Erfolg von 'Jack Keane' nun den dritten Teil der Reihe rund um Assil und Thara im alten Ägypten. Der Kampf der Götter steht bevor, nur Seth wirkt etwas übermotiviert und versucht schon im Vorfeld, Stress zu machen. Unter anderem mit einem Meteor, der im Haus unseres Heldenpärchens einschlägt und sie zur Flucht zwingt, was auch der Auftakt des Spieles ist. Während technisch einige Fortschritte gemacht wurden im Hinblick auf Shader sowie Tiefen- und Bewegungsunschärfe, wurde in Sachen Gameplay und Steuerung alles beim Alten belassen. Neu dabei sind optionale Hotspot-Anzeigen, um Casual-Gamern das Leben etwas zu erleichtern. Wichtig ist weiterhin der Wechsel zwischen den beiden Charakteren und die Nutzung ihrer Fähigkeiten, aber auch das Zusammenspiel der Charaktere bei vielen Rätseln. Leider konnten wir aus Termingründen keine tieferen Eindrücke sammeln, aber nach 'Geheimakte 2' erschien uns dieser Titel als der Interessanteste – nicht zuletzt aufgrund der sehr guten Vorgänger.

    Ersteindruck: Sehr gut

    Fazit:

    Da denkt man, dass nach Spielen wie 'Jack Keane' eigentlich nicht mehr viel kommen kann. Von wegen, bei deutschen Entwicklern und Publishern scheint das Adventure-Genre geradezu einen neuen Boom zu erleben und die Qualität der Titel ist nicht von schlechten Eltern. Vom klassischen Hammer-Knobler bis zum eher simplen Casual-Titel ist alles vertreten, mit und ohne bekannte Namen. Freut euch drauf, die langen Winterabende werden sicher alles andere als langweilig.

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